Wie funktioniert unser Geldsystem wirklich?

WIE FUNKTIONIERT UNSER GELDSYSTEM WIRKLICH ?

Diesen Artikel habe ich in MaxNews vom 11. Juni 2008. Er erklärt die wichtigsten Regeln unseres Geldsystems und damit auch, warum immer wieder Krisen auftreten: Dies ist so gewollt.

Der Haupttext – „Analyse und Kritik“ – stammt von einem deutschen Ex-Bundesbanker, Dr. T., während die Kommentare von „Max“ (MaxNews) – Ergänzungen und abweichende Ansichten – an Ort und Stelle eingefügt sind.

Ex-Bundesbanker Dr.T. schreibt vorgängig zu seinem Artikel: „Hier die leicht überarbeitete Ausarbeitung über das Funktionieren des gegenwärtigen Geldsystems. Diese ist nun abgestimmt mit dem Leiter Rechnungswesen einer bedeutenden deutschen Bank sowie einem weiteren Kenner.  Ich halte es für ganz wesentlich im Sinne der Aufklärung, dass der Unterschied zwischen Geldschöpfung und der damit – widernatürlich – verbundenen Kreditschöpfung genau verstanden und dargestellt wird. Daran geht wirklich kein Weg vorbei; so läuft es ab, das sind die Fakten.“

{Kommentar Max: Ohne andere kränken zu wollen: der Leiter des Rechnungswesens ist immer ein vom System verbildeter Buchhalter, der sich an starre Regeln zu halten hat und die Trickkiste der ‚Hochfinanz‘ und deren Zentralbank- und Banken-System mit ihren Feld-, Fristen- und Liquiditätsplanungen kaum alle einsehen kann. Für ihn ist alles schlüssig, wenn die Bilanz unter dem Strich den Regeln und Vorgaben entsprechend stimmt, d.h. die Übereinstimmung von Soll und Haben. Dass unsere heutige Buchhaltung noch keine 100 Jahre alt ist, können nur wenige glauben. Es gab sie zwar, seit Luca Pacioli sie vor 500 Jahren erfand, doch war sie unter dem Volk nicht üblich.

Max weist mit Zwischenkommentaren auf die Unterschiede und Absichten der ‚Hochfinanz‘ hin, um über das Geldverständnis aufzuklären, wie es tatsächlich funktioniert – und wie es letztlich laufen sollte. Nichts ist endgültig, wenn es das EINSTUDIERTE Geldverständnis eines Bankers  betrifft. Öffnen Sie Ihren Geist und staunen Sie über die Erkenntnis am Schluss.}

Hier nun der Artikel:

WIE UNSER GELD ENTSTEHT

Für eine Diskussion über unser Geldsystem und damit verbundene Probleme, vor allem die Zinsfrage, hier zunächst ein paar Grunddefinitionen:

a)  Geld = Buchgeld ist, was von Banken geschaffen wird.

b)  Kapital dagegen ist Geld, das Einkommen geworden war, aber nicht

konsumiert, sondern gespart wurde.

c)  Historische Sonderereignisse wie etwa die Währungsreform tragen m. E. zum

Verständnis wenig bei und werden daher hier ausgeklammert.

d)  Zugrunde liegt hier das System der BRD. Doch gelten dieselben Prinzipien im

Wesentlichen auch für andere Länder.

e)  Es wird in 3 Schritten vorgegangen:

– Bestandsaufnahme / Ist-Zustand

– Kritik des Ist-Zustands

– Korrekturmöglichkeiten

BESTANDSAUFNAHME / IST-ZUSTAND

Hiermit in möglichst einfachen und kurzen Thesen eine Sachdarstellung, d.h. mein Verständnis von Geld und seiner Entstehung, und nur insoweit es für eine Kritik des Systems erforderlich ist. Da für Laien gedacht, wird von der korrekten volkswirtschaftli-chen und banktechnischen Begrifflichkeit abgesehen.

1.  Bargeld, bestehend aus Banknoten und Münzen, kommt nur unter Vernichtung von Buchgeld in gleicher Höhe in Umlauf, spielt quantitativ eine relativ unbedeutende Rolle und kann daher vernachlässigt werden.

2.  Rechtlich erhält Geld seinen Wert durch das ‚Sponsoring‘ seitens des Staates, der es für die Zahlung von Steuern und zur Erfüllung von Verbindlichkeiten gesetzlich, also mit seiner Macht, für geeignet erklärt (‚Gesetzliches Zahlungsmittel‘). Historisch bedeutsame Tatsachen werden ausgeklammert.

3.  Wirtschaftlich erhält Geld seinen Wert dadurch, das sein Besitzer damit Leistungen (Güter und Dienstleistungen) fordern und bezahlen kann, und entsprechend umgekehrt dadurch, dass Menschen bereit sind, im Tausch gegen Geld Leistungen zu erbringen. Geld ist damit (auch) Kaufkraft.

{Kommentar MaxNews: Kaufkraft wird bestimmt durch Verschuldungshöhe (Geld) gegenüber realer Leistung. Steigt die Verschuldung gegenüber der Leistung, sinkt die Kaufkraft, weil mehr Geld gegenüber der realen Leistung kreiert wird. Geld wirkt daher vordergründig als Inflationskraft(!), der man teilweise durch Umwandlung, durch ‚kaufen‘ entgehen kann. Für den Hamsterradläufer ist Geld die Gegenleistung für sein Laufpensum. Dass Banken Geld beliebig ohne Leistung kreieren können, ist für den Hamster fast unbegreiflich.}

Ex-Bundesbanker Dr.T. weiter:

4.  Die Aufgabe der Schaffung/Schöpfung von Geld hat der Staat an die Banken delegiert. Die Zentralbank (ZB) schöpft selbst kein Geld direkt im Sinne von Kaufkraft. Geld kann auch indirekt entstehen z.B. durch Ausfuhrüberschüsse, wenn die so erworbenen Devisen/Auslandsgelder an die Banken oder die Zentralbank (ZB) verkauft werden gegen Gutschrift in Inlandswährung.

{Kommentar Max: Geld entsteht nur durch Verschuldung oder Ressourcen –

Du redest hier vermutlich von Zentralbank-Gewinnen!}

Ex-Bundesbanker Dr.T. weiter:

5.  Bekanntlich bedeutet zuviel Geld im Verhältnis zu Gütern und Dienstleistungen Inflation, also Geldentwertung. Umgekehrt bedeutet zuwenig Geld Deflation.

{Max: Deflation gibt es nicht! Weil es das System der ‚Hochfinanz‘ zum Absturz bringen würde. Es sollen nur Lemminge eingeschüchtert werden, damit sie sich um den Erhalt des Systems sorgen.

Eine Deflation kann es nie geben, solange die ‚Hochfinanz‘ neue Kredite im Gegenwert der Zinshöhe nachfliessen lässt. Z.B. bei einer Schuldhöhe von 10 Billionen in der derzeitigen weltweiten Realwirtschaft (Realwirtschaft = Summe aller Hamsterlaufräder, in der die Menschheit ihren Lebensunterhalt verdient – im Gegensatz zur Spekulationswirtschaft, s. unten.) und bei einem Zinssatz von 5% lässt die ‚Hochfinanz‘ eine halbe Billion neue Kredite ins System nachfließen. D.h. Geld, das aus Luft kreiert wird, lässt sich immer problemlos unter die Massen als neue Billigkredite werfen – Freiwillige vor!

Und da die ‚Hochfinanz‘ Geld aus dem NICHTS kreiert, kann sie das Spiel endlos weiterlaufen lassen. Die Spekulationswirtschaft wird vorwiegend an der Börse und durch Staatsverschuldungen bedienten und macht derzeit weltweit 900 Billionen aus. Sie wird von der ‚Hochfinanz‘ in dem bevorstehenden finanziellen Meltdown gezielt über ihre Jojo-Methoden gesteuert, ohne dass es die 10 Billionen große Realwirtschaft beeinträchtigt.

Die letzte Bankenkrise war ein Beweis dafür, wie die ‚Hochfinanz‘ gezielt nur die Banken bestrafte, weil diese billiger bereits kreiertes Geld aus Japan liehen, als sie es selbst über die Regeln der ‚Hochfinanz‘ hätten kreieren können.}

Ex-Bundesbanker Dr.T. weiter:

Menge und damit Wert des Geldes sind also zu jedem Zeitpunkt und im Zeitverlauf zu steuern. Diese Steuerungsfunktion hat der Staat an die ZB delegiert. (Die Banken sind nur für die Entstehung des Geldes zuständig, nicht für dessen Werterhalt.)

{Kommentar Max: Der Staat hat keinerlei Hoheitsrecht über die Zentralbank, welche voll der BIS (Bank of International Settlement = Bank für Internationalen Zahlungsausgleich BIZ in Basel) untersteht. Nur sie entscheidet. Der Staat wird seinerseits von der ‚Global Governance und ihren Investmentbankern kontrolliert und mischt sich da ohnehin nie ein. Der Staat ist nur als politisches Gebilde zu sehen, den die ‚Hochfinanz‘ eingesetzt hat, um das Volk bei Laune zu halten und der ‚Global Governance’ und ihren ‚Investmentbankern‘ ihre Macht und Vorrangstellung zu erhalten.}

Ex-Bundesbanker Dr.T.:

6.  Die ZB kann zur Steuerung verschiedene Mittel einsetzen, z.B. Mindestreserven, Refinanzierungskosten, quantitative Beschränkungen, Offenmarktoperationen. Diese Mittel wirken global auf das Banksystem, nicht gezielt auf einzelne Banken.

{Max: Im Klartext: Die Banken werden seit 2004 über die Vorgaben von Basel II gesteuert. Basel I war für die Ankettung der Japaner ans System gedacht, weil 9 der 10 größten Banken japanisch waren und zur Bedrohung der ‚Hochfinanz‘ wurde. Während sich die ‚Hochfinanz‘ auf die Unterwerfung der Welt unter die Dollar-Hegemonie konzentrierte, eroberten die Japaner über die Geldkreierung die kommerzielle Welt.}

Ex-Bundesbanker Dr.T. weiter:

7.  Banken schöpfen Geld durch Schöpfung = Gewährung von Geld an Nichtbanken. Zu den Nichtbanken gehört auch der Staat. Der Vorgang muss Geldgewährung heißen, nicht Kreditgewährung. Dazu im Weiteren mehr.

Die Geldgewährung ist ein freischöpferischer Akt der Gutschrift eines Guthabenbetrags auf einem Kundenkonto der Bank. Dadurch entsteht ein Kundenguthaben = Verbindlichkeit der Bank (Passivposten).  „Es werde Geld!“

Ein ZB-Guthaben der Bank ist für diesen Akt nicht erforderlich. Es ist schlechthin Geld. Geld ist Geld und sonst nichts. Aber leider geschieht noch mehr, siehe 8.

{Kommentar Max: ohne Sicherheiten geht auch bei Banken nichts. Die ZB verlangt nach Basel II von jeder Bank abhängig ihres Ratings Sicherheiten. Als solche gelten laut Basel II im Standardansatz:

*  Bargeld

*  Gold

*  Schuldverschreibungen von Staaten, Banken und sonstigen

Unternehmen ab einem bestimmten Mindest-Rating

*  Bankschuldverschreibungen ohne Rating, die an einer anerkannten Börse       gehandelt werden

*  Aktien

*  Anteile an Investmentfonds

*  Realsicherheiten

Um den Banken den Spielraum der Geldkreierung zu erweitern, hat die ‚Hochfinanz‘ über Basel II den Banken erlaubt, einen auf ‚Internen Ratings Basierenden Ansatz‘ (IRB-Ansatz) zur Messung von Kreditrisiken die regulatorische Eigenmittelunterlegung für Kreditrisiken über bankinterne Verfahren zu bestimmen. Das öffnete der beliebigen Geldkreierung Tür und Tor und führte zu einer nie gekannten Explosion der Geldkreierung. Deshalb geht es seit 2004 so rasant abwärts mit der Kaufkraftentwertung des Geldes.

Die Regel von Basel II unterscheidet zwei IRB Ansätze:

Einfacher IRB-Ansatz

*  Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

*  sonstige, von der nationalen Aufsicht anerkannte

Sicherheiten

Fortgeschrittener IRB-Ansatz

*  keine Beschränkung des Kreises der anerkannten

Sicherheiten, soweit das Kreditinstitut verlässliche

Schätzungen zur Werthaltigkeit der Sicherheiten

vorweisen kann

Wer lesen kann und versteht, ist klar im Vorteil. Es steht alles nachlesbar bei BIS.org.}

Ex-Bundesbanker Dr.T. weiter:

8.  Gleichzeitig schöpft die Bank nach dem Prinzip der doppelten Buchhaltung einen Aktivposten, hier eine Forderung in gleicher Höhe gegen den Kunden – auf ‚Rückzahlung des von ihr geschaffenen Geldes’, das sie ‚Kredit‘ nennt. Die Wahl der Bezeichnung ‚Kredit‘ für diesen Gegenposten ist eine willkürliche Entscheidung. Insbesondere ist diese Wahl in keiner Weise durch das Prinzip der doppelten Buchhaltung erzwungen, das völlig neutral ist. Der Gegenposten könnte rein buchhalterisch einen beliebigen anderen Namen haben, z.B. ‚Gegenposten‘ oder ‚Geldschöpfungsgegenkonto‘. Durch die Bezeichnung des für den Kunden geschöpften Geldes – beziehungsweise seines Gegenpostens – als ‚Kredit‘ werden schwerwiegende Folgen präjudiziert. Diese werden im Folgenden untersucht.

9.  Angeblich ‚leiht’ die Bank die Einlagen ihrer Kunden, z.B. Kontokorrentguthaben, Terminguthaben, Sparguthaben aus. Das kann nicht stimmen, denn würden nur existierende Guthaben ‚ausgeliehen’, könnte das Geldvolumen nicht wachsen und müsste noch etwa auf dem Stand der Währungsreform von 1948 verharren – von Geldern aus dem Ausland abgesehen. Diese Sicht ist also unzutreffend. Auch in Höhe der Kundeneinlagen muss neues Geld geschöpft werden, denn die Kundeneinlagen bleiben ja in der Bankbilanz stehen.

{Kommentar Max: Das sag mal einem Helmut Creutz, der seit vielen Jahren mit seinen Freiwirten Deutschland in die falsche Richtung verbildet. Sie sahen immer nur (wie Gesell) das Hamsterlaufrad-Geld und verstanden weder die fraktionale Bankgeldkreierung noch die Zentralbankgeld-Kreierung und gehen daher von einer nicht vorhandenen Wertigkeit von Geld aus, die umläuft und, um in Bewegung gehalten zu werden, in ihrem System mit Strafzins belegt wird: weil sie es nur als Konsumgutscheine betrachten, welche durch Laufpensum im Hamsterlaufrad erworben wurden.}

Ex-Bundesbanker Dr.T. weiter:

10.  Die sog. ‚Goldene Bankregel‘ empfiehlt den Banken, zu ihrer Sicherheit auf Fristengleichheit zu achten, also neue ‚Kredite’ mit Laufzeiten und Konditionen zu vergeben, die denen der Kundeneinlagen möglichst nahe kommen. Da kurzfristige Gelder in der Regel niedriger verzinst werden als längerfristige, ist die Versuchung groß, unter Verstoß gegen die Goldene Bankregel kurzfristige Gelder längerfristig ‚auszuleihen’, d.h. längerfristige Kredite zu vergeben. Eine solche Praxis kann früher oder später zu Problemen führen, wenn kurzfristige Einlagen nicht mehr oder nur zu schlechteren Konditionen verfügbar werden. – Insofern kann man gedanklich den Teil der Geldschöpfung der Bank, der in Höhe und Konditionen den vorhandenen Einlagen entspricht, als einen Pool 1 ansehen, während die ohne Rücksicht auf Einlagen neu geschöpften ‚Kredite’ einen Pool 2 darstellen. In der Praxis fällt dies jedoch alles in die gesamthafte Fristen- und Liquiditätsplanung der Bank.

11.  Der doppelte Vorgang von Guthaben/Geldschöpfung und gleichzeitiger Kreditschöpfung ist zunächst bei der Bank ergebnisneutral (nur Bilanz verlängernd, da gleichzeitig in gleicher Höhe Aktiva und Passiva geschaffen werden).

12.  Im Prinzip, also theoretisch, kann die Bank – jede Bank –  unendlich viel Geld schöpfen, da die Geldschöpfung nichts als ein Schreibvorgang/Tastendrücken ist – jedenfalls solange die ZB keine quantitative Beschränkung der ‚Kredit’gewährung anordnet, was historisch nur in Ausnahmesituationen vorkommt.

{Kommentar Max: Wenn die ‚Hochfinanz‘ die Kreditgewährung einschränken will, so braucht sie nur die Lombardsicherheiten vom Markt zu nehmen und die Banken liegen flach. Siehe Hyperinflation 1923, welche nur Deutschland betraf. Siehe MaxNews 28.11.07.

Grundsätzlich sind die Banken laut Basel II gebunden, max. 4% Eigenkapital plus 4% Sicherheit vorzuweisen d.h. es handelt sich dabei nicht etwa um Grundstücke oder von der Bank kreiertes Spielgeld, sondern um Zentralbankgeld, gegen welches die Banken Kredite kreieren. Was ist also Zentralbankgeld und wie entsteht es? Dieser Vorgang wird oftmals von den Verbildeten im Bankwesen übersehen.

Es bedeutet nämlich, dass die Staatsschuldscheine an den Lombard-Märkten (Geldmärkten) ein zweites mal von den Geldhändlern der ‚Hochfinanz‘ an die Banken gegen Zins vermietet werden, denn nur Staatsschuldscheine galten – zumindest bis heute – als Sicherheiten. Insofern sind die Banken in der Geldkreierung klar eingeschränkt, denn sie brauchen Sicherheiten, mit denen sie ‚high powered money‘ (gleich Zentralbankgeld) kreieren, gegen welches sie dann 1:1 ihr Buchgeld /Kaufkraft-Geld schaffen. In der heutigen Geldkreierung gibt es übrigens kein ‚theoretisch‘ – sondern nur die knallharten Vorgaben der ‚Hochfinanz‘, die ihr ihre Vormachtstellung sichern.}

Ex-Bundesbanker Dr.T. weiter:

13.  Tatsächlich ist aber die freie Geldschöpfung der Banken durch mehrere Faktoren eingeschränkt. Diese bestehen nicht auf Grund von Gesetzen oder sonstigen Regelungen, sondern ergeben sich aus dem Überlebensinteresse der Bank:

14.  Erstens muss die Bank in Höhe von (z.Zt.) 2% der kurzfristigen Kundeneinlagen ein Guthaben bei der ZB unterhalten, die sog. Mindestreserven, und zwar (nur) an bestimmten Stichtagen.

{Kommentar Max: Richtig – aber nicht für alle Banken. Das hängt laut Basel II vom Bankenrating ab und besagt generell: Sicherheit plus Mindestreserve!Deshalb machen Investmentbanken kein Retailbanking – Großschuldner machen keine ‚Kundeneinlagen‘!

Damit kreieren Investmentbanken ohne Einsatz beliebig Geld für die Staatsverschuldungen. Als Kartellbanken brauchen sie keine Lombard-Sicherheiten, Sicherheitshinterlagen oder Mindestreserven.

Sie sind darüber erhaben!

Die 2% Mindestreserve ergeben sich übrigens aus dem Jahresumsatz der Banken (200 Tage > 2% = 4 Tage. Vorauskasse um am Casino teilzunehmen. Banken habe NULL Kredit bei der ZB!}

Ex-Bundesbanker Dr.T. weiter:

Die Mindestreserven sind freie Guthaben bei der ZB. Sie sind nicht gebunden und werden auch z.B. zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs, zum ‚Kauf‘ von Bargeld oder für die Teilnahme an Offenmarktoperationen verwendet.

{Kommentar Max: Laut Basel II – siehe oben – ist dieses ‚freie Guthaben‘ durch Zentralbankgeld entstanden – sprich high powered money – gegen welches die Banken beliebig Geld kreieren können. Sie haben dieses Zentralbankgeld durch Ausleihen von Staatsschuldscheinen an den Geldmärkten erworben, oder sie haben unter Basel II beliebige Derivate kreiert und zahlen dafür nur einen minimalen bis keinen Zins. Dadurch können sie unendlich Geld kreieren – gegen Bezahlung von maximal der Leihgebühr, sprich dem Zins.

Seit Basel II sind nun alle Derivate und was nach Schuldgeld riechen könnte, als ‚Sicherheit‘ akzeptiert, weshalb immer mehr Geld gegenüber der realen Leistung entstand und damit unser Geldsystem inflationierte.}

Ex-Bundesbanker Dr.T. weiter:

15.  Zweitens muss die Bank jederzeit in der Lage sein, zulasten des Kundenguthabens Bargeldansprüche zu erfüllen oder Überweisungsaufträge des Kunden auszuführen.

{Kommentar Max: nur für Gelder bis $20.000 und Fälligkeiten unter 3 Monaten}

16.  Drittens muss die Bank den Mindesteigenkapitalvorschriften der Bankenaufsicht bzw. der Basler BIZ gerecht werden. Die Bank muss also in ihrer Bilanz nach komplizierten Formeln Mindestkapital unterschiedlicher Härtestufen ausweisen, mindestens 4 % Kernkapital und 4 % weicheres Kapital.

{Kommentar Max: nicht ‚mindestens‘ sondern maximal! Abhängig ihres Bankenratings! Die Syndikatsbanken können Geld mit fast NULL Sicherheit kreieren, während andere Banken mit schlechterem Rating laut Basel II bis zu 4% Zentralbankgeld benötigen. Dadurch scheiden diese als Konkurrenten für die Staatsfinanzierung aus, denn die Syndikatsbanken (siehe J.P. Morgan, Warburg, Citybank, Merril Lynch, etc.) kreieren diese mit NULL Sicherheiten.

Die Formel für die Bank besagt M2/M0 ergibt den Geldmultiplikationsfaktor für die Höhe der Geldkreierung. Diese wird mit jeder Transaktion gegen das verbleibende Zentralbankgutachten verglichen.

Natürlich sind die Geldkreierungsvorschriften für Retailbanken anders als für Investment- oder Syndikatsbanken.

Retailbanken benötigen Sicherheiten (Lombard), Derivate und sonstige wertlose  Schuldscheine (bis zu 3%), welche sie bei der Zentralbank angeben müssen. Sie benötigen weiter 4% Eigenkapital und 4% Sicherheitshinterlage, sowie 2% Mindestreserve.

Dies entfällt alles für die Triple AAA Syndikatsbanken, die dadurch konkurrenzlos jeden Staat verschulden können, wenn die Laufzeit 2 Jahre übersteigt.}

Ex-Bundesbanker Dr.T. weiter:

Diese Mindestkapitalien bemessen sich gesamthaft an risikogewichteten ausstehenden Krediten und Anlagen und haben nichts mit bestimmten, neuen Krediten, nichts mit Einlagen und nichts mit dem Rating der Bank zu tun. Sie müssen vorhanden sein am Bilanzstichtag der Bank und gegebenenfalls zu gewissen Berichtszeitpunkten.

{Kommentar Max: sie müssen laut Basel II immer vorhanden sein!!!

Die ‚Hochfinanz‘ traut am wenigsten den Banken… Die Einhaltung der Regel wird nur zu bestimmten Zeitpunkten stichprobenartig überprüft und Fehlverhalten beeinflusst das IBR Rating der Banken…}

17.  Alle diese Beschränkungen beziehen sich auf das Gesamtgeschäft der Bank, also auf die Gesamtheit der Kundeneinlagen bzw. Kredite und Anlagen. Sie haben keine direkte Beziehung zu einer bestimmten ‚Kredit’gewährung/ Kunden-Guthaben. Dem Management = Liquiditätssteuerung und Eigenkapitalplanung der Bank liegen umfangreiche gesamthafte Erfahrungswerte, Kalkulationen und Modelle zugrunde.

18.  Benötigt die Bank z.B. zur Ausführung von Kundenaufträgen Bargeld, so holt sie es sich von der ZB. Die ZB hält jederzeit Bargeldbestände (in der BRD Münzen, die sie zum Nennwert vom Staat gekauft hat, und Noten, die sie auf eigene Rechnung hat drucken lassen). Bargeld bei der ZB ist keine Kaufkraft und damit kein Geld.

{Kommentar Max: Der letzte Satz ist unverständlich. Gemeint ist vermutlich, dass Zentralbankgeld keine Kaufkraft hat.}

19.  Die ZB ‚verkauft‘ Bargeld an die Bank und belastet in gleicher Höhe das Konto (Guthaben) der Bank bei der ZB.  Das dann im Besitz der Bank befindliche Bargeld ist ebenfalls (noch) keine Kaufkraft und damit kein Geld. Da die Guthaben bei der ZB für Mindestreserven verzinst werden, entgeht der Bank durch den Bargelderwerb ein Zinsgewinn.

{Kommentar Max: Zentralbankgeld ist ‚High Powered Money‘, welches von der ZB bis zur hinterlegten Schuldscheinhöhe in Guthaben umgewandelt wird. D.h. die Bank kann 100 Mio Lombard hinterlegen und dagegen nur 50% in Anspruch nehmen. Die Bank wird immer nur bis zur Guthabenhöhe veranlagt.}

20.  Das Gleiche gilt, wenn der Kunde Geld durch Überweisung abdisponiert. Die Bank belastet das Kundenkonto und überweist zulasten ihres ZB-Kontos an das ZB-Konto der Empfängerbank, die ihrerseits den Betrag ihrem Kunden, dem Empfänger, gutschreibt.

{Kommentar Max: Wie das unter dem Gesichtspunkt des Interbankings stattfindet, ist gut dokumentiert auf http://en.wikipedia.org/wiki/Money_supply#Empirical_measures }

21.  Zahlt die Bank das Bargeld an den Kunden aus, so belastet sie in gleicher Höhe das Kundenkonto und verringert dadurch ihre Verbindlichkeiten und damit auch ihre Mindestreservepflicht. Die Bank wird also dafür sorgen, dass Bargeld von der ZB so spät wie möglich erworben und an den Kunden so schnell wie möglich unter Belastung von dessen Konto ausgezahlt wird. Zahlt der Kunde Bargeld zurück oder ein, so ‚verkauft‘ die Bank es schnellstmöglich an die ZB, um ihr Zins tragendes Guthaben bei der ZB zu erhöhen.

22.  Mit ‚Kredit’schöpfung parallel zur Geldschöpfung begründet die Bank einen Zinsanspruch gegen den ‚Kredit’nehmer. Dies ist das eigentliche Interesse der Bank an der Geldgewährung, da sie ja von der Geldgewährung selbst an sich kaum etwas hat. Jede eingehende Zinszahlung ist Einkommen/Ertrag der Bank, fließt in ihre Gewinn- und Verlustrechnung und erhöht ihren Gewinn.

23.  Zahlt ein Kreditnehmer aus welchen Gründen auch immer keinen Zins, so liegt insofern ein entgangener Gewinn vor, aber kein Verlust.

24.  Zahlt der Kreditnehmer seinen ‚Kredit‘ ganz oder zum Teil ‚zurück‘, so verringern sich bei der Bank in gleicher Höhe die Kundenguthaben (Passivposten) und die Kreditforderungen (Aktivposten). Der Vorgang ist für die Bank Bilanz verkürzend und ergebnisneutral. Allerdings nur im direkten Sinne, denn sie verliert insofern einen – noch nicht fälligen und daher nicht ergebniswirksamen – zukünftigen Zinsertrag.

25.  Gesamtwirtschaftlich ist jede ‚Kredit’rückzahlung Geldvernichtung: Das im Umlauf befindliche Geldvolumen wird insofern verringert. Da einmal geschöpftes Geld ansonsten nicht verschwindet ausser im Fall der Kreditrückzahlung, bleibt es als Geldvolumen im Umlauf.

26.  Zahlt der Kreditnehmer den ‚Kredit‘ nicht zurück, so muss die Bank die Forderung gegen den Kreditnehmer als uneinbringlich abschreiben/ausbuchen. Da sie im Kundenkonto kein Guthaben mehr zur Belastung als Gegenbuchung vorfindet, muss sie zulasten ihrer Ertragsrechnung abschreiben. Das mindert den Gewinn bzw. erhöht den Verlust. Dies gilt für unbesicherte Kredite.

27.  Zahlt der Kreditnehmer einen besicherten ‚Kredit‘ nicht ‚zurück‘, so verwertet die Bank die hinterlegten Werte, z.B. durch Verkauf verpfändeter Wertpapiere oder Wertsachen oder durch Rückgriff auf einen Bürgen. Insoweit sie den nicht zurückgezahlten ‚Kredit‘ mit dem Erlös ausgleichen kann, ist ihr eigener Verlust verringert. Einen Gewinn aus Sicherheitsverwertung würde sie nur in dem Extremfall realisieren, wenn der Verwertungserlös den ausstehenden ‚Kredit‘ übersteigen und die Bank den Mehrerlös dem ‚Kredit’nehmer nicht herausgeben würde.

28.  Benötigt die Bank Guthaben bei der ZB (ZB-Geld), z.B. zur Erfüllung ihrer Mindestreservepflicht oder zur Deckung von Barabhebungen oder Überweisungen, so nimmt sie bei der ZB Kredit auf. In der BRD geschieht das ganz überwiegend durch ‚Pensionsgeschäfte‘ oder ‚Repogeschäfte‘, d.h. die Bank verkauft an die ZB Wertpapiere und kauft diese gleichzeitig ‚auf Termin‘ zurück. Wirtschaftlich ist das Kredit.

{Kommentar Max: Die ZB kauft nichts, denn sie hat kein Geld. Sie bucht nur!

Die Banken beschaffen sich die Sicherheiten auf den Geldmärkten, wobei die Schuldscheine heute auf Wertpapiersammelstellen lagern und lediglich gemäß den Vereinbarungen zwischen Käufer/Mieter und Anbieter/Rückkäufer zediert (=abgetreten) und für die ZB auf der Wertpapiersammelstelle hinterlegt werden. Die Buchung wird zwar wie ein Verkauf gehandhabt, stellt aber durch die Rückkaufverpflichtung immer nur eine Sicherheitshinterlegung dar. Die ZB und Banken wollen alle nur buchen und keine Papiere verwalten. Das überlassen sie Wertpapiersammelstellen. Es dreht sich also hier nur um rechtliche Vorgänge, wer auf die Sicherheit im Falle einer Bankenpleite Zugriff hat.

Die ZB beleiht nur gegen Zins, schreibt dem jeweiligen Bankkonto dann den Gegenwert in ‚high powered money‘ (Zentralbankgeld) gut – wogegen sie bucht. Die ZB gibt den Banken nicht nur NULL Kredit, sondern verlangt zusätzlich 2% Sicherheitshinterlage d.h. bei 200 Banktagen 4 Tage des durchschnittlichen zu erwartenden Umsatzvolumens im Voraus.}

Ex-Bundesbanker Dr.T. weiter:

29.  Alternativ kann die Bank der ZB lombardfähige Wertpapiere oder zentralbankfähige Handelswechsel (welche die Bank ihrerseits von ‚Kredit’nehmern als Sicherheit abgetreten/verpfändet bekommen hat) abtreten/verpfänden und dagegen einen Lombardkredit aufnehmen.

{Kommentar Max: umgekehrt – sie nimmt einen Lombardkredit auf, indem sie sich auf dem Geldmarkt Schuldscheine mietet, für welche sie den Betreibern des Geldmarktes, der ‚Hochfinanz‘ Zins bezahlt.

Aus Handelswechseln macht sie Derivate und bewertet sie mit ihrem IRB-Ansatz als Sicherheit.}

Ex-Bundesbanker Dr.T. weiter:

30.  Dass dabei heute in der Regel keine Papiere physisch übergeben werden, ist klar: fast alle Wertpapiere existieren heute in Buchform bei Wertpapiersammelstellen oder in Schuldbüchern. Übertragungen erfolgen dort wie bei Geld durch Umbuchung. (Doch hat es ein Freund in den 60er Jahren noch erlebt, dass am 31.12. jede der drei Grossbanken tatsächlich einen Waschkorb voll Handelswechsel bei der Bundesbank/Landeszentralbank hereingab, die noch in derselben Nacht verarbeitet werden mussten mit Gutschrift des diskontierten Wertes als Kredit an die Banken noch per 31.12.: ‚Windowdressing‘ zum Bilanzstichtag.)

{Kommentar Max: Mit IRB-Ansatz hat sich das alles vereinfacht, indem die Banken einfach einen Wert angeben, der ähnlich der Steuerprüfung später evtl. mal geprüft wird.. die Papiere verbleiben auf den Wertpapiersammelstellen und wechseln dort aber den Besitzer.}

Ex-Bundesbanker Dr.T. weiter:

31.  Sollte die Bank ihre Kreditrückzahlungsverpflichtung nicht erfüllen, so würde die ZB die Sicherheiten in gleicher Weise verwerten, wie es die Bank gegenüber ihren ‚Kredit’nehmern handhabt.

{Kommentar Max: in der Regel würde die Bank einen Bankenwechsel ausstellen und weiter machen wie gehabt. Eine Option, welche die Bankkunden nicht haben, denn diese können ja kein Geld kreieren und schon gar keines gegen Schuldtitel.

Im Gegensatz zu den Schuldnern der Bank, die gegen reale Sicherheiten einen Kredit bekommen, bestehen die Sicherheiten der Banken aus Schuldtiteln! Es ist absurd, in einem Schuldtitel einen Wert zu sehen – doch anders funktioniert eben das monopolisierte Schuldgeldsystem der Mafia nicht. Die Zentralbank kann diese Staatschuldtitel vor Fälligkeit nicht verwerten. Die angeblichen Kredite/Forderungen der ZB gegen die Bank rühren aus Repogeschäften. Im modernen Repogeschäft verkaufen die Banken der ZB diese Titel gegen gleichzeitige Rückkaufverpflichtung. Dasselbe passiert mit Lombardsicherheiten, die von der ZB als Sicherheit für die Kreierung von high powered money akzeptiert wird. Der Laie kann mit diesen Begriffen wenig anfangen, deshalb sei gesagt, dass alle Sicherheiten im Prinzip auf konstruierten Schuldscheinwerten basieren, wobei über den IRB-Ansatz die Wahrscheinlichkeit der Rückzahlung der Schuldner geschätzt wird.

Als sicher gelten nur Staatsverschuldungen = Lombard.

Alle anderen sogenannten Sicherheiten werden über den IRB Ansatz multipliziert und angerechnet.}

Ex-Bundesbanker Dr.T. weiter:

32.  Die ZB schöpft also ZB-Geld in gleicher Weise, wie die Banken Bankgeld schöpfen, nämlich aus dem Nichts, und sie schöpft parallel dazu in gleicher Weise Forderungen an die Kredit nehmenden Banken. Per Ende 2007 betrugen die Forderungen der Bundesbank an (im Wesentlichen) deutsche Banken aus Krediten   EUR 268 Mrd. Siehe

http://www.bundesbank.de/download/volkswirtschaft/jahresberichte/2007gb_bbk.

pdf  S. 134

{Kommentar Max: das sind Forderungen gegen die Sicherheit von Lombard-, Pensions- und Repo-Papieren. Banken müssen immer ‚Zentralbankgeld plus 2% Reserve‘ auf ihrem Zentralbankkonto vorhalten, damit sie Kredite kreieren können. Sonst wäre der Zwang, sich ‚high powered money‘ auf dem Lombardmarkt zu besorgen, nicht da.

Basel II schreibt vor, dass entsprechend dem Rating der Bank diese unterschiedlichen Sicherheiten zu hinterlegen sind.

Sicherheitshinterlage Basel II gemäß Banken Rating:

Staaten    Option1 Option2  Nichtbanken

AAA bis AA-           0           20              20             20

A+ bis A-               20           50              50             50

BBB+ bis BBB-     50         100              50           100

BB+ bis BB-        100         100            100           100

B+ bis B-         100       100     100       150

unter B-           150       150     150       150

ohne Rating        100       100       50       100

Option 1  Die nationalen Aufsichtsbehörden entscheiden darüber, ob die Beurteilungen einer Ratingagentur zur Ableitung der Risikogewichte im Standardansatz geeignet sind.

Option 2     Eine Ausnahme bildet die Option 2 für Forderungen gegenüber Banken, bei denen das Risikogewicht für nicht geratete Forderungen 50% beträgt.

Das sind zwar Details, sie erscheinen Max jedoch wichtig, weil sie offenbar noch nicht von allen unseren Experten verstanden sind. So zweifeln nicht nur unsere Verbildeten, sondern viele Andere immer wieder die fraktionale Geldkreierung an. Fraktional ist sie, weil nur gegen Sicherheiten, die keine Sicherheiten sind (Schuldscheine), und gegen Zinszahlung sowohl die Banken wie auch die Zentralbanken Geld kreieren. Das führt zu Unsummen von Geldern, denen keine reale volkswirtschaftliche Leistung gegenüber steht, und damit die Währungen inflationieren.}

Ex-Bundesbanker Dr.T. weiter:

33. Entsprechend führen die Banken Verbindlichkeiten gegenüber der ZB für aufgenommene Kredite in ihren Büchern.  Ebenfalls per Ende 2007 wies z.B. die Deutsche Bank gegenüber der Bundesbank Verbindlichkeiten von EUR 178 Mrd. aus. http://annualreport.deutschebank.com/2007/ar/consolidatedfinancialstatements/balancesheet.html

{diesen Link, wenn er nicht geht, bitte zusammenkleben.}

34.  Geldumlauf. Wie kommt es, dass durch die ständige neue Geldschöpfung das umlaufende Geldvolumen nicht übermäßig steigt und zur Inflation führt?

{Kommentar Max: Haha.. soll wohl ein Witz sein…

Schon die Bezeichnung ‚Geldvolumen‘ stimmt nicht. Geld stellt nie ein Volumen dar, sondern ist immer ein Verschuldungsvorgang, und solange Banken gegen weniger als 10% Kosten 100% Nennwert kreieren können, inflationiert und verarmt das Land! Ohne beleidigend werden zu wollen, ist die nachfolgende Aufführung purer Hohn. Im übrigen ist die echte Inflation ein 4-5 faches des angegebenen Wertes. Das will keiner offen zugeben, am wenigsten der Staat, der damit die Unfähigkeit seiner Politiker noch dokumentieren würde. Betrachtet man die Einkommen und vergleicht beispielsweise die Kapitalrenditen mit den Lohnsteigerungen, so stellt man ebenfalls eine Diskrepanz des 4-5 fachen von Lohn zu Kapitalertrag fest. Das Volk verarmt einfach zusehends in der heutigen monopolisierten Geldkreierung, weshalb die Geldkreierung unbedingt dorthin verlagert werden muss, wo das Geld gebraucht wird, – mitten in die reale Volkswirtschaft. Die MaxNews Forderung ist, dass der Souverän sein Geld selbst kreieren können muss und seine Wohngemeinschaft die Wertigkeit garantiert.}

Ex-Bundesbanker Dr.T. weiter:

Eine Reihe von Vorgängen wirkt sich vermindernd auf das Geldvolumen aus.

Zum Beispiel:

–   – Rückzahlungen von ‚Krediten’ an Banken

–   – Zinszahlungen an Banken

–   – Zinszahlungen, die nicht im Umlauf bleiben, sondern an Sparer gehen und zu Kapital werden. Das sind die riesigen Beträge, die als Zins aus dem Geldvolumen herausgezogen werden, und zwar kumulativ, und zu Kapital werden.

–   – bei Bargeld: Hortung (‚unter der Matratze’), endgültiger Verlust und sonstige Vernichtung, Export ins Ausland, wo es u. U. ganze Länder als Umlaufgeld benutzen.

{Kommentar Max: Der letzte Punkt der Bargeldhortung ist uninteressant, da Bargeld weniger als 1% der Geldkreierung ausmacht.

Den Sparzins als Inflationstreiber verantwortlich zu machen ist albern.

Er bestimmt nur die Gewinnträchtigkeit der Banken welche ohne Zinsanreiz ihr System nicht am laufen halten können.

Im übrigen gilt für Gelder, die zurück bezahlt werden:

*  ist das Geld längst kreiert und hat damit längst inflationiert.

* Zins hat nichts mit Inflation zu tun, Zins hält uns nur im Hamsterlaufrad und    beutet die Natur aus.

*  unser Problem ist die Geldkreierung und nicht der angebliche ‚Geldumlauf‘

‚Geldumlauf‘ gibt es nur im Hamsterlaufrad und reduziert nie die Inflation. Die Inflation wird rein bestimmt durch die Geldkreierung gegenüber der realen wirtschaftlichen Leistung.

Wir haben heute 900 Billionen Schuldgeld, von welchen die gesamte weltweite ‚Realwirtschaft‘ zur Bezahlung aller Kosten und unser aller Lebensunterhalt gerade mal 10 Billionen ausmacht. Die Differenz hat unsere Lebenshaltung inflationiert.

Um das heutige Geldsystem am laufen zu halten, muss die ‚Hochfinanz‘ nur den Zins für die 10 Billionen durch SDRs nachfließen lassen – um soziale Unruhen zu vermeiden.

Das beruhigt natürlich nicht die apokalyptischen Spekulanten, die immer wieder mit ihren Crash-Theorien kommen, um die Menschen zu verunsichern und sich um den Erhalt des heutigen Systems zu bemühen. (Lieber Gott, lass alles so bleiben, wie es ist…) Crash-Angst ist das beliebteste Kundenfangthema der Edelmetaller.

Auch die reichsten Goldbesitzer verkauften 1923 ihre Häuser nicht gegen Gold, sonder einen Sack Mehl. Gold kann man nicht essen. Zugegeben, bei einer Goldwährung käme es nicht zum Crash, doch wir haben eben unzureichend Gold. Der heutige Wert von Gold beruht nur auf der Angstverbreitung durch die Crash-Theorien der Edelmetallhändler. Sollten die Geldsysteme crashen, ginge der Goldpreis auf seinen Ausgangswert von $35/Unze zurück.

Ex-Bundesbanker Dr.T. weiter:

35.  Den Ausdruck ‚fraktional‘ halte ich für wenig geeignet. Wenn er gleichbedeutend mit ‚teilweise‘ ist, so bezieht er sich auf die Möglichkeit der Banken, Geld zu schöpfen unter nur teilweiser Bedeckung durch z.B. Gold, wie früher üblich. Es handelte sich dann eher um fraktionale Reservehaltung und entsprechend umgekehrt um multiple oder gehebelte/leveraged Geldschöpfung. Von den – relativ geringfügigen – Mindestreserven abgesehen ist heute die Geldschöpfung frei. Die Bezeichnung Fiat-Geld (Schöpfung) erscheint mir angemessener: Fiat lux – es werde Licht. Fiat pecunia – es werde Geld.

{Kommentar Max: unter Fiat verstehen wir Geld aus dem Nichts zu kreieren. Unter fraktional verstehen wir, mit einem Bruchteil von Geld den vollen Nennwert zu schaffen. Genau das ist, was die Zentralbank im ‚High Powered Money‘ Bereich macht und was die Banken im Kaufgeldbereich machen. Geld aus dem NICHTS kreieren wirklich nur die Investmentbanken.

Auch zu den angeblich goldgedeckten Zeiten vor 100 Jahren handelte es sich bestenfalls um ein geschöntes Verständnis, denn die tatsächliche Golddeckung betrug schon damals selten ein Drittel.

Die einfachen Leute verstehen unter Fiat die Geldkreierung nunmehr ohne den Doppelwährungsstandard ‚Gold‘. Sie sahen die Wertigkeit immer im Gold ohne zu erkennen, dass es nie einen Goldstandard gab. Gold war immer ein Gewaltmetall und diente nur der ‚Hochfinanz‘. Auch heute sind fast alle Goldbestände und Minen im Besitz der ‚Hochfinanz‘ – mit Ausnahme des geringen Industrie- und Schmuckgoldanteils. Hätten wir heute eine 100% Goldunterlegung aller Währungen, so entspricht das gesamte existierende Gold gerade mal 2 Gramm pro Erdenbürger.}

****************************

Max: Besten Dank an Dr.T für seinen wertvollen Beitrag, in dem er viele Punkte in die Diskussion geworfen hat. An den Kommentaren sieht man, dass es noch Unterschiede in der Auffassung gibt, weil Max die Geldkreierung immer aus der Warte der ‚Hochfinanz‘ und ihrer Absicht heraus sieht, welche der Elite die Kontrolle über uns ermöglicht und folglich nur so ablaufen kann.

Zusammenfassung von Max:

*  Ex-Bundesbanker Dr.T. und Max stimmen überein, dass das heutige Geldsystem monopolisiert ist und alle Zentralbanken den Weisungen des Clearinghouse BIS, Bank for International Settlements, unterstehen.

*  Die Zentralbanken ihrerseits überwachen die Geldkreierung der Banken in ihrem nationalen Zuständigkeitsbereich.

*  Dass das heutige Geldsystem aus zwei Kreisläufen besteht – dem Zentralbankgeld und dem Kaufgeld – und dass beide Systeme Geld (mehr oder weniger) aus dem NICHTS heraus kreieren.

Nachdem dieses gigantische monopolistische Weltgeldsystem keinem Staat der Welt gehört und die Staaten auch keinerlei Einfluss auf die Spielregeln der monopolistischen Geldkreierung haben, stellt sich die Frage nach den Hintermännern, die das System geschaffen haben: Wer hat dieses gigantische Weltgeldsystem aufgebaut, wem gehört es und wer manipuliert es?

Mit der Fähigkeit, unendlich Geld kreieren zu können, muss man sich nicht wundern, weshalb unsere Politiker zu diesem Weltgeldbetrug immer nur genickt haben – und ihren Eid ‚zum Wohle des Volkes‘ total vergessen haben und stattdessen mit Lug und Trug ihre Haut und ihr Vermögen retten.

Andere wiederum, welche diese Frage längst beantwortet wissen, interessiert nur noch, wie man das System wieder so hinbiegen kann, dass Geld der Menschheit dient und nicht den elitären Machtinteressen.

Die Lösung ist einfach: Wir erklären die heutigen Papierschnipsel einfach für ungültig und stellen neue Papierschnipsel aus, die jeder in seiner Wohngemeinde selbst kreieren kann. Parteien und Machtapparate werden abgeschafft und der Staat erhält seine Befugnis durch Volksabstimmung.

Wie das geht, lesen Sie im nachfolgenden Abbinder der MaxNews:

Die Wahlmänner-Demokratie muss abgeschafft werden

Eine freie Gesellschaft entsteht nur durch Dezentralisierung der Macht,

Verlagerung der Geldkreierung unter das Volk und dessen Mitbestimmung.

Die Ziele einer freien souveränen Gesellschaft müssen beinhalten:

  • Entmonopolisierung der Geldkreierung
  • Souveräne Erstellung eigener leistungsbasierter Währung des Volkes
  • Gemeinnützige Lehren, Gesetze und Handelsabkommen
  • Wahlmännerdemokratie gegen offene Volksabstimmung tauschen
  • Keine Privilegien für Parteien
  • Finanzierung ist staatliche Dienstleistung mit kommunaler Absicherung
  • Importzoll auf Güter über den Wert lokaler Angebote
  • Waren-Kennzeichnung heimischen Arbeitskostenanteils ähnlich Mwst. in %
  • Sozialkostenumlage auf VK-Preis reziprok zu heimischem Lohnanteil
  • Ehrenamtlich haftbare Politiker mit Aufwandsentschädigung
  • Öffentliche Dienste, Strom, Wasser, Post, Medien in kommunalen Besitz
  • Land und Rohstoffe unter kommunales Eigentum & individueller Nutzung
  • Natur-Raubbau ausbremsen durch werbefreie Medien ohne Konsumanreiz
  • Detaillierte Volksaufklärung über Gesundheit und Ernährung
  • Arzthonorare nur solange Patient gesund ist – altchinesisches System
  • Anwalt- und sonstige Beraterhonorare nur bei Erfolg
  • Autarkes Wirtschaftsmodell nach Friedrich List – Selbstversorgung
  • Eigene Landwirtschaft deckt Grundernährungsbedürfnisse des Volkes
  • Ersetzung von Beamtenstatus durch haftbaren Mitarbeiterstatus
  • Umwandlung von GmbHs und AGs in haftbare Personengesellschaften
  • Abschaffung der privatwirtschaftlichen Buchführungspflicht
  • Steuerfreiheit auf alle Arbeitsleistungen – für Firmen und Personen
  • Export nur von Überkapazitäten und bei Tauschbedarf
  • Detaillierte Volksaufklärung über Geld und Wohlstandskreierung

Europa versagt, weil die Mitglieder die Kontrolle über ihr Recht und finanzielles Schicksal verloren haben.   Mehr unter http://mailstar.net/ziele.htm

Kommentar und Dialog willkommen.

Max11@mailstar.net

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