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Aufruf an die Völker und Bürger der Länder Europas – von Swetlana

Februar 3, 2015

Swetlanas Aufruf ist einer von vielen, von hunderten Rufen und Bitten aus Russland an die Menschen der Welt, Vernunft anzunehmen und für den Frieden zu kämpfen. Frieden gab es niemals umsonst, sondern wurde immer erkämpft. Doch so oft hatte die Stimme des Friedens es schwer, gegen das Pfeifen und Trommeln, das Gebrülle der fanatischen Kriegshetzer, der Kriegsgewinnler anzukommen, die immer sicher im Warmen sitzen, niemals den eigenen Kopf und Kragen aufs Spiel setzen und stets die Anderen antreiben, ins Feuer zu gehen und die heißen Kastanien herauszuholen. Seit Ende des 2. Weltkrieges haben die USRAELNATO-Imperialisten hunderte große und kleine Kriege geführt, die Millionen Tote forderten und viele Millionen mehr an Verwundeten, Verkrüppelten, fürs Leben gezeichnete Opfer forderten. Wir ließen sie geschehen, denn die Kriege waren weit weg und gingen uns nichts an. So meinten die Meisten. Aber sie gingen uns an, denn mit jedem Krieg, den die Imperialisten erfolgreich in Gang bringen, werden sie frecher, hemmungsloser und brutaler. Und jetzt sollen wir zur Abwechslung an die Reihe kommen. Wenn wir nicht widerstehen und alles dransetzen, einen Krieg zu verhindern, dann werden sie nicht mehr nur im Donbass, in Afghanisten, Somalia, Jemen Bomben auf Zivilisten werfen. Und dann wird kein Heulen und Zähneklappern helfen. Dann ist es spät und wie das ‘zu spät’ aussehen wird, wage ich mir heute noch gar nicht vorzustellen.
Einar Schlereth

1. Februar 2015

Verfasst von Russian Moscow Lady

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!!! Mit der großen Bitte um Verteilung !!!
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Liebe Europäer

Wir, die russischen Staatsbürger mit mehr als 100 Nationalitäten, verschiedenen Konfessionen, Rassen, Überzeugungen, politischen, ideologischen, sexuellen und aller anderen Orientierungen, wollen uns an Sie direkt wenden – die Politiker und die Massenmedien umgehend, da wir meinen, dass die Zeit gekommen ist, direkt, ohne Vermittler miteinander zu reden.Mit großer Besorgnis sehen wir, dass die Situation in der Ukraine Grund zur ernstesten politischen Krise in Europa seit den Zeiten des kalten Krieges wurde. Die Führer der Staaten und der Militärallianzen schließen zum ersten Mal seit Jahrzehnten die Möglichkeit des wirklichen Krieges auf unserem Kontinent nicht aus, was die Vernichtung von Millionen Menschen – von uns und unseren Kindern, Eltern, unserer Nächsten und Geliebten – bedeuten würde. Der absolute Wahnsinn, zu beobachten, dass man unsere Völker zum Krieg führt, und uns wird nur die Rolle der Statisten und der Beobachter zugeteilt.
Wir meinen, dass die Zeit gekommen ist, das Schicksal Europas in die Hand zu nehmen. Die Verantwortungslosigkeit der Politiker, die Phobien der Zeiten des kalten Krieges, die Militärblöcke, die Massenvernichtungswaffen, die Basen und die Militärstrukturen beschwören die Drohung der neuen Konflikte in Europa herauf.
Wir sind überzeugt, dass keines der Völker in Europa Krieg will. Es gibt nicht die geringsten Gründe und Vorbedingungen dafür, dass die Differenzen der Politiker und die geopolitischen Differenzen Grund für die neue Not für unsere Völker werden.

Wenn Ihre Massenmedien Ihnen immer wieder sagen und Sie zu überzeugen versuchen, dass jemand in Russland etwas anderes will und beabsichtigt, irgendwelche Territorien zu ergreifen oder sich andere Völker unterzuordnen, dann ist das eine Lüge, mit deren Hilfe sie die Billigung von Sanktionen und anderen Formen des Drucks auf Russland erreichen wollen. Niemand will in Russland den Konflikt mit Europa, keiner von uns hegt die Feindseligkeit zu den Europäern, keine europäische Nation soll Russland als Bedrohung empfinden.

Unsere Wünsche gehen in Bezug auf die russischen Minderheiten in Europa über die Rahmen der europäischen Konventionen und der grundlegenden Prinzipien über die Menschenrechte nicht hinaus.

Wir rechnen auf die grundlegenden Garantien der Sicherheit – als Nation, die in den letzten zwei Jahrhunderten mehreren Aggressionen seitens Europas ausgesetzt war. Dieser unser Wunsch ist keine Drohung in Bezug auf andere Staaten. Jedoch halten wir es für unser Recht, dass man uns Frieden garantiert.

Wir rufen alle vernünftigen Menschen in Europa auf, die Behörden der Länder zu beeinflussen und die Erzeugung von kriegerischen Stimmungen und die provokatorischen Aufrufe anzuhalten, den Lügen der Politiker und der Massenmedien über “die russische Bedrohung” nicht nachzugeben, die Politiker zum Dialog und der Suche nach beiderseitig akzeptablen Lösungen im Namen eines einheitlichen und sicheren Europas aufzurufen.

Es ist unsere Zeit, die Zeit der Völker Europas gekommen! Wir müssen die grundsätzlich neuen Strukturen und Mechanismen des Friedens und der Sicherheit in Europa schaffen, die die friedliche Lösung aller Streitfragen und die Achtung vor den Rechten der Menschen und der Völker garantieren würden.

Gebt dem Frieden eine Chance!

Quelle – source

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Offener Brief an Präsident Putin

Januar 11, 2015

von beunruhigten Bürgern der USA – Übersetzung ins Deutsche von Ulrike (mit bestem Dank!)

4. Januar 2015

Sehr geehrter Präsident Putin,

Grüße aus den USA!

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass Sie sich den tief empfundenen Respekt und die Bewunderung von Millionen von Amerikanern verdient haben.
Ihre vielen stillen Friedensinitiativen finden die Wertschätzung von Milliarden Menschen rund um den Erdball.
Große und kleine Völker sind sich der außergewöhnlichen Zurückhaltung und der Geduld bewusst, die Russland angesichts der zahlreichen Provokationen zwecks Lostretens des dritten Weltkriegs gezeigt hat.

Daher der Zweck dieses Offenen Briefs zu dieser entscheidensten Zeit der menschlichen Geschichte.

Vielen Amerikanern ist nun klar, dass der von den USA angeführte Staatsstreich in Kiew während der Olympischen Spiele in Sotschi deshalb ausgeführt wurde, um Russland in einen totalen bewaffneten Konflikt zu ziehen. Die westlichen Mächte haben den Bürgerkrieg sowohl durch ihre militärische und finanzielle Unterstützung der regierenden Junta als auch durch Versprechen der NATO-Mitgliedschaft, Kredite des IWF und den Zugang zur Eurozone weiter angeheizt. Durch das sich ständig erweiternde System von amerikanischen und europäischen Sanktionen wurde nur noch mehr Öl ins Feuer gegossen.

Hieraus bestehen unsere tiefsten Sorgen. Die Möglichkeit eines weitreichenden Krieges in der Ost-Ukraine schwindet nicht. Während die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich sowohl die Flammen nationaler und politischer Spannungen als auch religiöse und rassische Feindseligkeiten in der Region schüren, zeichnet sich am Horizont ein viel größeres Kriegsszenario ab. Es ist offensichtlich, dass die NATO-Strategie darauf abfährt, diese unbeständige Umgebung weiter zu pflegen, um einen totalen dritten Weltkrieg auszulösen.

Aufgrund der zunehmenden wirtschaftlichen Anfälligkeit (und finanziellen Unsicherheit) der Europäischen Union, Japans und der USA ist allgemein bekannt, dass ihre jeweiligen Regierungen ziemlich verzweifelt sind. Gerade wie die große Wirtschaftskrise der 30er Jahre dazu benutzt wurde, den zweiten Weltkrieg in Szene zu setzen, steht außer Frage, dass sie die gegenwärtige globale Depression, die seit 2008 andauert, dazu benutzen, den dritten Weltkrieg einzuleiten.

Nun kommen wir zur wahren Absicht dieses Briefes.

Sicherlich wissen Sie mittlerweile, dass Sie es mit einer Kabale von unverbesserlichen und kriminellen geisteskranken Psychopathen zu tun haben, die die Gemeinschaft der Völker in einen Weltkrieg stößt. Es entspricht unserer kollektiven Beobachtung, dass sie ihre Agenda des immerwährenden Krieges fortsetzen werden, weil sie nicht länger glauben, die Wahl zu haben. Es sieht ganz so aus, dass ein totaler dritter Weltkrieg das einzige Szenario ist, welches ihnen erlaubt, ihren sich über mehrere Jahrhunderte erstreckenden Plan der Welteroberung und -beherrschung fortzusetzen.

Der operative Ausdruck ist hier „unverbesserliche und kriminell verrückte Psychopathen“. Falls Sie und Ihr innerer Kreis sich dessen nicht bewusst sind, wir in den USA haben ein eindeutiges Verständnis von dieser Art extrem ernster Geisteskrankheit. Viele dieser hochgradig fehlgeleiteten Staatsoberhäupter und Regierungsbeamte haben einfach kein Gewissen. Anderen fehlt jegliche moralische Orientierung. Einige scheinen sogar frei von jeglichem menschlichen Mitgefühl und Einfühlungsvermögen zu sein. Folglich ist ihre Fähigkeit zur Vernunft wesentlich beeinträchtigt. Ebenso scheinen sie nicht länger die Fähigkeit zum Gebrauch einfacher Logik und gesundem Menschenverstand zu besitzen.

Sicherlich beweist ihr barbarisches Abschießen des Verkehrsflugzeugs MH17 und das Töten von beinahe 300 Passagieren über der Ost-Ukraine mit dem Ziel, dieses abscheuliche Verbrechen Russland in die Schuhe zu schieben, ihre Unzurechnungsfähigkeit, ja? Dass sie schamlos während der Olympischen Sommerspiele 2014 den brutalen Staatsstreich in Kiew anzettelten, ist ein weiterer Beweis für ihre Verrücktheit, nicht wahr? Dann waren da noch die von den USA unterstützten Angriffe unter falscher Flagge auf ihre eigenen Landsleute am 11. September 2001!

Verzeihen Sie uns, dass wir so offen sprechen, aber wir hatten mit diesen Charakteren über viele Jahrzehnte zu tun und wir haben ein paar Dinge gelernt … auf die harte Tour. Wie folgt:

Es gibt nur EINE Art mit kriminell verrückten Psychopathen umzugehen, besonders einer großen Gruppe von ihnen:
Verhandeln Sie nicht mit ihnen – wenn überhaupt möglich – und besonders nicht zu Ihren Bedingungen!

Zweitens, wenn Sie mit ihnen verhandeln müssen, wenn es zu solchen Gelegenheiten kommt, bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass man nicht mit ihnen verhandeln kann. Sie werden sie als zutiefst irrational und irritierend unvernünftig erleben. Sie werden jedwede Vereinbarungen, ohne einen Moment zu zögern, brechen. Die vielen UN-Resolutionen den Irak, Iran, Libyen, Palästina und Syrien betreffend dienen als eklatantes Zeugnis für diese nackte Tatsache.

Letztlich dürften wir vorschlagen, dass man, wenn die Dinge sich hochschaukeln wie das immer der Fall ist, extrem vorsichtig sein muss, der Versuchung des Bekämpfens ihres Feuers mit Feuer nachzugeben. Deshalb bitten wir Sie dringend, auch auf die Gefahr hin, Rat zu geben, wo die russische Regierung sich dessen schon bewusst ist, folgende Empfehlung zu erwägen.

Die Weisheit des Ostens, besonders die KRIEGSKUNST von Sun Tzu, würde die Bekämpfung des Feuers mit Wasser vorschreiben.
Selbstverständlich fährt Sun Tzu fort, die präzisen Begriffe und Bedinungen für eine solche Vorgehensweise zu schildern, wenn sie erfolgreich sein soll. Das Wasser muss zur richtigen Zeit eingesetzt werden, am richtigen Ort, im richtigen Maß, auf die richtige Art und mit der richtigen Absicht.

Wenn wir das globale Schlachtfeld von 2015 betrachten, wird die Zeit knapp … sehr knapp!

Russland ist sich dessen voll bewusst, wie die Kriegsfeuer durch die anglo-amerikanische Achse über zumindest ein Jahrhundert geschürt wurden. Schwer aber besonders aufschlussreich zeigt die russische Erfahrung genau, wie kritisch der Petrodollar für das Ölen der unaufhörlichen Kriegsmaschinerie war. Nicht nur dass der NATO-Moloch äußerst große Mengen an Treibstoff braucht, um zu funktionieren, er braucht auch gewaltige Finanzmittel, die nur dadurch, dass der Petrodollar als die Weltreservewährung fungiert, möglich gemacht werden.

Angesichts dieser beiden offensichtlichen Tatsachen der heutigen Kriegswirtschaft, kann nur Russland in entschieden aufeinander abgestimmter Anstrengung mit dem BRICS-Bündnis wissen, was als nächstes zu tun ist. Wir vertrauen darauf, dass alle BRICS-verbundenen Nationen in der Art zusammen arbeiten werden, die zu diesem kritischen Zeitpunkt notwendig ist. Andernfalls wird jede Nation unter der Sonne der gnadenlosen Tyrannei (und endlosem Terrorismus) ausgesetzt werden, die von jenen Vertretern des Raubtierkapitalismus besonders während ihres letzten Todeskampfes verübt wird.

Dies bringt uns zum letzten und vielleicht wichtigsten Grund, warum wir diesen Brief schreiben. Sie wissen, dass die Völker der Erde fest an der Seite Russlands, des BRICS-Bündnisses und jedes Landes, das die Rechte, die mit der nationalen Souveränität einhergehen, respektiert, stehen. Die unterdrückten Bürger jeder Nation wollen diese gerechte und dringende Sache unterstützen. Jedoch müssen sie zuerst über bestimmte Dinge aufgeklärt werden.

Zu dieser Zeit ist Wissen Macht. Geheimes Wissen, wie geheimgehaltene Informationen, können dem Empfänger große Macht verleihen. Viele Leute wachen auf und wollen die versteckten Wahrheiten wissen; sie wollen auch ermächtigt werden. Nachdem sie ihre Macht wiedererlangt haben, können sie besser für ihrer eigene Wahrheit eintreten. Wenn sie auf diese Art aufgebaut sind, können sie den Mächtigen die Wahrheit sagen, besonders den Mächten, die sie ausbeuten und verletzen.

Wo führt diese Diskussion hin?

Wenn das amerikanische Volk über die vom CIA koordinierte Operation unter falscher Flagge, die am 11. September 2001 auf US-amerikanischen Boden ausgeführt wurde, informiert wäre, würde sich alles ändern. Nur ein Nationalstaat kann wirksam diese Art von wegweisender Information verbreiten. Russland verfügt nicht nur über einen Top-Geheimdienst, Ihr Land gewährt auch einem Edward Joseph Snowden Zuflucht. Deshalb sind die wohlbekannten, geheimgehaltenen NSA-Dokumente, besonders jene, die das derzeitige US-Regierungskomplott betreffen, das die Angriffe vom 11. September ausführte, auch innerhalb Ihrer Grenzen untergebracht.

Ohne die Unterstützung ihrer jeweiligen Bevölkerung wären die mächtigsten, in die Verbrechen gegen die Menschheit vom 11. September verwickelten Nationen gezwungen, ihre Kriegstreiberei zu beenden. Ihre Regierungen würden über Nacht zusammenbrechen, so sollte es sein, und die Welt würde sofort ausgeglichene Wettbewerbsbedingungen vorfinden wie nie zuvor. Deshalb ermutigen wir Sie sehr, eng mit den Edward Snowdens dieser Welt zusammen zu arbeiten und anzufangen, ein wenig Lärm zu machen … über das, was für diese misshandelten und unterdrückten Nationen, die, wie Russland, praktisch von jeher das Ziel des anglo-amerikanischen Imperialismus waren.

Dürfen wir Ihnen mit Respekt noch einen letzten unerbetenen Rat geben?

Der vom CIA-koordinierte Staatsstreich in Kiew und darauf folgende Bürgerkrieg, die geradewegs vor Russlands Haustür stattfanden, sollten als ein neues 11.-September-Ereignis gesehen werden. Tatsächlich haben die Russisch-Sprechenden in der Ost-Ukraine unglücklicherweise gerade ihre eigene Version von Armageddon erlebt, oder nicht? Während die Völker der Welt sich langsam des Ausmaßes ihrer unbeabsichtigten Qualen bewusst werden, denken wir – wir hoffen es aufrichtig – dass die Zeit endlich gekommen ist, den psychopathischen Brandstiftern die Streichhölzer wegzunehmen

Es ist lebenswichtig, anzuerkennen, dass Russland die einzige Nation auf der Erde ist, die die nötigen militärischen Ressourcen und nuklearen Abschreckungswaffen, technologischen Fortschritt und wissenschaftliche Kenntnis, internationales Ansehen und diplomatische Integrität, erforderlichen Geldmittel und Wirtschaftskraft hat, um die bevorstehende Mission zu erfüllen. Wie nur sehr wenige wissen, hat der Kreml auch Zugang zu geheimen Waffen, die nur für diejenigen bereit gestellt werden, die mit Rechtschaffenheit und für das höchste Gut handeln.

Noch wesentlich wichtiger ist, dass Sie als präsidierender Führer des Vaterlandes über eine Sie aufrichtig unterstützende Bevölkerung verfügen, die voll und ganz hinter Ihren Absichten, „Russland zu beschützen“, steht.

Herr Präsident, wir vertrauen darauf, dass Russland und seine Partner – richtige Partner – heute tun , was heute getan werden muss in dieser Hinsicht. Und dass Sie morgen tun werden, was nur morgen getan werden kann, um die wichtigsten Prophezeiungen unserer Zeit zu erfüllen.

Ehrlich, das Schicksal unserer planetarischen Zivilisation steht auf dem Spiel, genauso wie die Lebensfähigkeit der Biosphäre und die Zukunft der Menschheit.

Mit großem Respekt
und tiefer Dankbarkeit

Beunruhigte Bürger der USA

PS: Viele von uns nehmen sehr ernst, was der „schlafende Prophet“ in Bezug auf Russlands Rolle während des derzeitigen Stadiums der Evolution der Menschheit vorhergesagt hat.

„In Russland erscheint die Hoffnung für die Welt, nicht als die manchmal kommunistisch oder bolschewistisch bezeichnete, nein: Freiheit, Freiheit! Dass jeder Mensch für seinen Mitmenschen leben wird! Das Prinzip ist geboren. Es wird Jahre brauchen, sich zu kristallisieren, aber von Russland kommt wieder die Hoffnung der Welt.“
Edgar Cayce, 1944

Weitere Informationen:

Vladimir Putin’s Russia: Perfect Foil To The Anglo-American Axis And Their New World ‘Order’

Anglo-American Axis Wages Financial/Economic War Against Russia

Undeclared War on Russia Reflects the Sheer Desperation of the Anglo-American Axis

Originaltext in English: http://stateofthenation2012.com/?p=9416#more-9416

Herzlichen Dank an State of the Nation!

An OPEN LETTER To President Vladimir Putin

Januar 11, 2015

by Concerned Citizens of the USA

January 4th, 2015

Dear President Putin,

Greetings from the USA!

Please know that you have earned the deep respect and admiration of millions of Americans.

Your many quiet peace initiatives are very much appreciated by billions around the world.

Nations large and small are well aware of the extraordinary restraint and patience exercised by Russia in the face of numerous provocations to start a World War III.

Hence, the purpose of this open letter at this most crucial time of human history.

It is now clear to many Americans that the USA-directed coup d’état in Kiev during the Sochi Olympics was executed to draw Russia into a full-scale armed conflict. The Western powers have further inflamed the civil war in the Ukraine by their military and financial support of the ruling junta, as well as through promises of NATO membership, IMF Loans and Eurozone access. The ever-expanding sanction regime by the USA and the European Union has only added more fuel to this fire.

Herein lie our deepest concerns. The potential for an extended war in the Eastern Ukraine will not go away. As the United States of America and the United Kingdom stoke the flames of national and political tensions, as well as religious and racial animosities throughout the region, the potential for a much larger theater of war looms on the horizon. It’s clear that NATO’s strategy is designed to further cultivate this volatile environment in order to trigger a full-blown World War III.

Given the increasing economic instability (and financial insecurity) of the European Union, Japan and the USA, it has become common knowledge that their respective political leaders have become quite desperate. Just as the Great Depression of the 1930s was used to set up World War II, is there any question about their intention to use the present Global Depression since 2008 to start a WWIII?

Now we come to the true intention of this letter.

Surely you know by now that you are dealing with a cabal of incorrigible and criminally insane psychopaths who are pushing the community of nations into a world war. It is our collective observation that they will pursue their agenda of perpetual war because they no longer feel they have a choice. It really does appear that a full-blown World War 3 is the only scenario which permits them to continue their multi-century plan for world conquest and domination.

The operative phrase here is “incorrigible and criminally insane psychopaths”. In case you and your inner circle are unaware, we in the USA have an unequivocal understanding about this kind of extremely serious mental disease. Many of these highly misguided state leaders and government officials simply have no conscience. Others completely lack a moral compass. Some even appear to be devoid of human compassion and empathy. Consequently, their faculty of reason has been substantially impaired. Likewise, they seem to no longer possess the capacity to use simple logic or common sense.

Certainly their barbaric shoot-down of the MH17 commercial airliner and killing of nearly 300 passengers over the Eastern Ukraine, in order to blame such a heinous crime on Russia, demonstrates their insanity, yes? That they shamelessly implemented a violent coup d’état in Kiev during the 2014 Summer Olympics is further evidence of their madness, right? Then there were the USA-sponsored false flag attacks on their own citizenry on September 11, 2001!

Forgive us for speaking so candidly, but we have dealt with these characters for many decades now and we have learned a few things … the hard way. As follows:

There is only ONE way to deal with a criminally insane psychopath, especially a large group of them:
Don’t deal with them — if at all possible — and especially not on their terms!

Secondly, if you must deal with them, as there are occasions which do arise, please know that you cannot negotiate with them. You will find them to be thoroughly irrational and vexingly unreasonable. They will violate any and all agreements, without a moment’s hesitation. The many UN Resolutions related to Iraq, Iran, Libya, Palestine and Syria all serve as a glaring testimony to this stark reality.

Lastly, may we suggest that one must be extremely careful not to give into the temptation of fighting their fire with fire when things heat up as they always do. Therefore, at the risk of offering counsel which the Russian Government is already aware of, we strongly urge you to consider the following recommendation.

The wisdom of the East, specifically from THE ART OF WAR by Sun Tzu, would prescribe fighting fire with water.

Of course, Sun Tzu goes on to delineate the precise terms and conditions of such an approach, if it is to be successful. The water must be applied at the right time, in the right place, in the right measure, in the right way, and with the right intention.

As we survey the global battlefield of 2015, clearly time is getting short … very short!

Russia is fully cognizant of how the fires of war have been fueled by the Anglo-American Axis for at least a century. Difficult yet uniquely instructive Russian experience also reveals exactly how critical the Petrodollar has been toward greasing their perpetual war machine. Not only does the NATO juggernaut require exceedingly large amounts of fuel to operate, it also demands massive financing made possible only by the Petrodollar functioning as the world’s reserve currency.

Given those two self-evident facts of any present-day war economy, only Russia in a decisively concerted effort with the BRICS Alliance, can know what to do next. We trust that all the BRICS-aligned nations will collaborate in those ways that are necessary at this critical juncture. Otherwise, every nation under the sun will be subjected to the unrelenting tyranny (and endless terrorism) perpetrated by those purveyors of predatory capitalism, particularly during its final death throes.

Which brings us to the last and perhaps most important reason why we write this letter. You know the people of the world are firmly on the side of Russia, of the BRICS Alliance, and of any country that is respectful of the rights associated with national sovereignty. The oppressed citizens of every nation want to help with this righteous and urgent cause. However, they first need to be enlightened about certain matters.

In this day and age, knowledge is power. Secret knowledge, like classified information, can confer great power upon the recipient. Many folks are waking up and really do want to know the hidden truths; they also want to be empowered. After they take back their power, they can better stand in their own truth. As they become edified in this way, they then speak TRUTH to power, particularly those powers that exploit and harm them.

Where are we going with this discussion?

Were the American people informed about the CIA-coordinated false flag operation conducted on U.S. soil on 9/11/01, everything would change. Only a nation-state can effectively disseminate that type of game-changing information. Not only does Russia possess top tier intelligence agencies and secret services, your country also harbors one Edward Joseph Snowden. Therefore, the well-known, classified NSA documents, particularly those relating to the actual U.S. Government conspiracy that executed the 9/11 attacks, are also housed within your borders.

Without the support of their respective citizenries, the most powerful nations involved in the 9/11 crimes against humanity would be forced to abandon their warmongering ways. Their governments would collapse overnight, as they should, and the global playing field would immediately be leveled as never before. Therefore, we highly encourage you to closely collaborate with the Edward Snowdens of the world, and start making some noise … about what really matters to those abused and oppressed nations which, like Russia, have been the target of Anglo-American imperialism practically forever.

May we respectfully submit one last piece of unsolicited advice?

The CIA-coordinated coup in Kiev and subsequent civil war, which have occurred right in Russia’s own back yard, ought to be viewed as yet another 9/11 event. In fact, the Russian speakers in the Eastern Ukraine have been, quite unfortunately, experiencing their own apocalyptic version of Armageddon, have they not? While the people of the world are slowly coming to realize the profundity of their unwitting sacrifice, we think — we sincerely hope — that the time has finally come to take the matches away from the psychopathic arsonists.

It is of vital importance to acknowledge that Russia is the only nation in the world that has the necessary military capability and nuclear weapon deterrent, technological advancement and scientific knowledge, international standing and diplomatic integrity, financial wherewithal and economic muscle, to accomplish the mission at hand. As only very few know, the Kremlin also possesses access to many a secret weapon provided only to those who act with righteousness and for the highest good.

Much more significantly, as the presiding leader of the Motherland, you have a genuinely supportive populace that stands squarely behind your intentions to “Protect Russia.”

President Putin, we trust that Russia and your partners — real partners, that is — will do today what must be done today in this regard. And, that you will do tomorrow what can only be done tomorrow in order to fulfill the most consequential prophecies of our time.

Truly, the fate of the planetary civilization lies in the balance. As do the viability of the biosphere and the future of humanity.

With great respect, And much gratitude,

Concerned Citizens Of the USA

P.S. Many of us take very seriously what the “Sleeping Prophet” predicted regarding Russia’s role during the current stage of the evolution of humankind.

“In Russia there comes the hope of the world, not as that sometimes termed of the communistic, or Bolshevik, no; but freedom, freedom! That each man will live for his fellow man! The principle has been born. It will take years for it to be crystallised, but out of Russia comes again the hope of the world.” ~ Edgar Cayce, 1944

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Vladimir Putin’s Russia: Perfect Foil To The Anglo-American Axis And Their New World ‘Order’

Anglo-American Axis Wages Financial/Economic War Against Russia

Undeclared War on Russia Reflects the Sheer Desperation of the Anglo-American Axis

Putins Rede an die Nation 2014 im Wortlaut deutsche Übersetzung

Dezember 7, 2014

http://derunbequeme.blogspot.ch/2014/12/putins-rede-die-nation-2014.html

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Erster (internationaler) Teil der Rede

Sehr geehrte Mitglieder des Föderationsrats, Abgeordnete der Staatsduma und Bürger Russlands!

Die heutige Botschaft wird natürlich der Zeit, den Bedingungen und Herausforderungen, vor denen wir stehen, entsprechen. Als erstes möchte ich jedoch Ihnen allen für Ihre Unterstützung danken, für die Einheit und Solidarität in schicksalsträchtigen Momenten, wenn für die Zukunft unseres Landes vieles entschieden wird.

Dieses Jahr sind wir gemeinsam durch Bewährungsproben gegangen, die nur eine reife, konsolidierte Nation und ein wahrlich souveränes, starkes Land meistern kann. Russland hat in der Praxis bewiesen, dass es seine Landsleute beschützen und Wahrheit und Gerechtigkeit ehrenhaft verteidigen kann.

Unser Land hat es euch zu verdanken, den Bürgern Russlands. Dank eurer Arbeit und den Resultaten, die wir gemeinsam erreicht haben. Dank eurem tiefen Verständnis des Sinns und der Bedeutung der gemeinsamen nationalen Interessen. Wir haben die Kontinuität und die Integrität des tausendjährigen Weges unseres Vaterlands begriffen. Und wir glauben an uns und daran, dass wir vieles können und erreichen werden.

Natürlich können wir heute die historischen Ereignisse, die in diesem Jahr stattgefunden haben, nicht unbeachtet lassen. Wie Sie wissen, fand im März dieses Jahres ein Referendum auf der Krim statt, bei dem die Bewohner der Halbinsel deutlich ihren Wunsch bekundet haben, sich mit Russland zu vereinen. Darauf folgte die Entscheidung der Krim-Parlaments über die Unabhängigkeit, dabei sei daran erinnert: des absolut legitimen Parlaments, das im Jahr 2010 gewählt wurde. Und schließlich erfolgte eine historische Wiedervereinigung der Krim und Sewastopols mit Russland.

Für unser Land und unser Volk hat dieses Ereignis eine besondere Bedeutung. Denn auf der Krim leben unsere Leute, denn das Gebiet ist von strategischer Bedeutung, denn hier gibt liegen die spirituellen Ursprünge der vielfältigen aber monolithen russischen Nation und des zentralisierten russischen Staates. Hier, auf der Krim, im antiken Chersones – oder Korsun, wie es von russischen Chronisten genannt wurde, – wurde erstmals Fürst Wladimir getauft, der anschließend ganz Russland taufte.

Zusammen mit der ethnischen Nähe, mit der gemeinsamen Sprache und der materiellen Kultur, mit dem gemeinsamen Territorium, wenn auch noch ohne fest umrissener Grenzen, mit der sich bildenden gemeinsamen wirtschaftlichen Tätigkeit und der Macht des Fürsten hat sich das Christentum als eine mächtige geistig einigende Kraft erwiesen, die es ermöglichte, unterschiedliche Stämme und Stammesverbände der großen ostslawischen Welt in die Ethnogenese einer einheitlichen russischen Nation einzubeziehen und eine gemeinsame Staatlichkeit zu formen. Auf dieser spirituellen Grundlage haben sich unsere Vorfahren erstmals und für immer als ein einheitliches Volk begriffen. Dadurch können wir sagen, dass die Krim, das alte Chersones, Sewastopol, eine riesige zivilisatorische und sakrale Bedeutung für Russland haben. Genau wie der Tempelberg in Jerusalem für Moslems und Juden. Und genau so werden wir das künftig immer sehen.

Geehrte Freunde! Heute kommen wir natürlich nicht an der Erwähnung und der Beurteilung der Ereignisse in der Ukraine vorbei und wie wir unsere Beziehungen mit Partnern in der ganzen Welt entwickeln werden.

Es ist gut bekannt, dass Russland die Ukraine und andere Bruderrepubliken der ex-UdSSR bei ihrem Streben nach Souveränität nicht nur moralisch unterstützte, sondern bei diesem Prozess Anfang der 1990er Jahre in bedeutedem Maße half. Seitdem hat sich an unserer Position nichts verändert. Jedes Volk hat sein unveräußerliches souveränes Recht auf einen eigenen Entwicklungsweg, auf die Wahl von Verbündeten, der Form der politischen Organisation der Gesellschaft, des Aufbaus der Wirtschaft und der Gewährleistung seiner Sicherheit. Russland respektiert dies und wird dies stets respektieren. Dies bezieht sich in vollem Maße auch auf die Ukraine und das brüderliche ukrainische Volk.

Ja, wir haben den Staatsstreich verurteilt, die gewaltsame Machtergreifung in Kiew im Februar dieses Jahres. Und das, was wir heute in der Ukraine sehen, die Tragödie im Südosten, bestätigt die Richtigkeit unserer Position völlig.

Womit hat alles angefangen? Ich muss heute nochmals daran erinnern. Man kann es schwer glauben, womit alles angefangen hat – mit der im Grunde technischen Entscheidung von Präsident Janukowitsch, die Unterzeichnung des Assoziationsvertrages der Ukraine mit der Europäischen Union zu verschieben. Ich erinnere daran, es ging nicht um die Ablehnung dieses Dokuments, sondern nur um die Verlegung des Zeitpunkts der Unterzeichnung mit dem Ziel, es nachzubearbeiten. Das wurde in völliger Übereinstimmung mit den verfassungsrechtlichen Kompetenzen des absolut legitimen und international anerkannten Staatsoberhaupts getan.

Wie kann man in diesem Zusammenhang die bewaffnete Machtergreifung, die Gewalt und die Morde unterstützen? Was wiegen allein schon die blutigen Ereignisse von Odessa, wo Menschen lebendig verbrannt wurden. Wie kann man die anschließenden Versuche unterstützen, mihilfe von Streitkräften die Einwohner des Südostens niederzuringen, die mit dieser Willkür nicht einverstanden waren? All das wird begleitet von heuchlerischer Rhetorik über internationales Recht und Menschenrechte. Das ist reiner Zynismus. Ich bin überzeugt, dass das Volk der Ukraine selbst diesen Ereignissen eine gerechte Beurteilung geben wird.

Und wie hat sich von Anfang an unser Dialog mit amerikanischen und europäischen Partnern zu diesem Thema entwickelt? Ich habe nicht zufällig die amerikanischen Freunde erwähnt, denn die beeinflussen stets die Beziehungen zu unseren Nachbarn, offen oder verdeckt. Manchmal ist sogar nicht klar, mit wem es sich eher lohnt, zu verhandeln: mit Regierungen mancher Staaten oder direkt mit ihren amerikanischen Förderern und Sponsoren. Im Falle des Assoziierungsabkommens der Ukraine mit der EU gab es überhaupt keinen Dialog, davon habe ich bereits gesprochen. Man hat uns gesagt, dass das uns nichts angeht. Alle Argumente, dass Russland und die Ukraine Mitglieder der GUS-Freihandelszone sind, dass wir eine historisch gewachsene enge Kooperation in Industrie und Landwirtschaft haben und de facto Teil einer einheitlichen Infrastruktur sind, all das wollte man weder sehen noch hören. Dann haben wir gesagt: gut, wenn ihr mit uns keinen Dialog führen wollt, dann werden wir gezwungen sein, unsere legitimen Interessen einseitig zu schützen und werden nicht für die aus unserer Sicht fehlerhafte Politik zahlen.

Das Resultat: der Vertrag zwischen der Ukraine und der Europäischen Union wurde unterzeichnet und ratifiziert, doch die Anwendung seines Wirtschaftsteils wurde auf das Ende des nächsten Jahres verschoben. Bedeutet das, das wir prinzipiell Recht hatten?

Man fragt sich: wofür wurde das alles getan in der Ukraine? Wofür wurde dieser Staatsstreich vollzogen? Zu welchem Zweck wurden und werden weiterhin Menschen umgebracht? Im Grunde hat man die Wirtschaft, die Finanzen, den sozialen Bereich zerstört und das Land ruiniert.

Heute braucht man keine Demagogie, keine lautstarken und leeren Versprechen, sondern es braucht Hilfe für die Ukraine, selbstverständlich für Reformen. Doch ich sehe nicht, dass unsere westlichen Kollegen darauf brennen, das zu tun, oder dass die Machthaber in Kiew die Probleme der eigenen Bürger lösen wollen.

Apropos, Russland hat bereits einen immensen Beitrag zur Unterstützung der Ukraine geleistet. Hier sei noch einmal gesagt, dass unsere Banken zuletzt ca. 25 Milliarden US-Dollar in die Ukraine investiert haben. Das Finanzministerium Russlands hat im letzten Jahr einen Kredit über 3 Milliarden Dollar vergeben. Gazprom hat die Wirtschaft der Ukraine mit weiteren 5,5 Milliarden Dollar kreditiert, selbst unter Abzug des Rabatts, den niemanden versprochen hatte, sind das 4,5 Milliarden Dollar. Rechnen Sie nach, wie viel das in der Summe ausmacht. Das sind 32,5-33,5 Milliarden Dollar allein in der jüngsten Zeit.

Natürlich haben wir das Recht zu fragen: wofür hat sich die Tragödie in der Ukraine zugetragen? Konnte man die bestehenden Fragen, auch strittige Fragen, nicht im Verlauf eines Dialogs und im Rahmen des Rechts und der legitimen Prozesse lösen?

Heute wird versucht, uns mit aller Kraft weiszumachen, dass genau das, was passiert ist, die richtige und ausgewogene Politik ist, der wir uns gedankenlos und blind unterzuordnen haben.

Das wird nicht geschehen.

Wenn für einige europäische Staaten der Nationalstolz ein längst vergessener Begriff ist und die Souveränität ein zu großer Luxus, so ist für Russland die reale staatliche Souveränität eine absolut unumgängliche Bedinung seiner Existenz.

Vor allem muss das für uns selbst offensichtlich sein. Ich möchte unterstreichen: entweder werden wir souverän sein oder wir werden uns in dieser Welt verlieren und auflösen. Und das müssen natürlich auch andere Mächte verstehen, alle Teilnehmer der internationalen Politik. Und dabei die Rolle und die Bedeutung des internationalen Rechts, über das so viel in letzter Zeit geredet wird, stärken, anstatt seine Normen im Widerspruch zu den Basisprinzipien und dem gesunden Menschenverstand den konjunkturellen Interessen von irgendjemand anzupassen. Man sollte alle anderen Menschen nicht für Ungebildete halten, die nicht lesen und schreiben können.

Man muss die legitimen Interessen aller Teilnehmer des internationalen Lebens mit Respekt behandeln. Nur in diesem Fall kann die Welt verlässlich vor blutigen Konflikten geschützt werden, nicht durch Kanonen, Raketen und Kampfjets, sondern durch die Normen des Rechts. Dann wird es nicht nötig sein, jemandem, indem man sich selbst belügt, mit imaginärer Isolation zu drohen. Oder mit Sanktionen, die zwar Schaden anrichten, aber allen, darunter auch ihren eigenen Initiatoren.

Übrigens, zu den Sanktionen. Das ist nicht bloß eine nervöse Reaktion der USA und ihrer Verbündeten auf unsere Position im Zusammenhang mit den Eregnissen und den Staatsstreich in der Ukraine oder mit dem sogenannten „Krim-Frühling“. Ich bin überzeugt, dass auch ohne all dies ein Vorwand gefunden worden wäre, um die wachsenden Möglichkeiten Russlands einzudämmen, es zu schwächen oder noch besser in den eigenen Interessen zu nutzen.

Diese Eindämmungspolitik wurde nicht erst gestern erfunden. Sie wird gegen unser Land bereits viele Jahre betrieben, man kann sogar sagen Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte. Kurzum, jedes Mal, wenn jemand denkt, dass Russland zu stark und zu selbstständig geworden ist, werden diese Instrumente unverzüglich eingesetzt.

Allerdings ist es zwecklos, mit Russland aus einer Position der Stärke zu sprechen. Selbst wenn Russland mit inneren Schwierigkeiten konfrontiert ist, wie es in den Neunzigern oder Anfang der 2000er Jahre war.

Wir erinnern uns gut, wer damals so gut wie offen den Separatismus und sogar direkten Terror bei uns unterstützt hat, wer Mörder, deren Hände voller Blut waren, nur als Rebellen bezeichnete und sie auf höchster Ebene empfing. Gestern haben sich diese „Rebellen“ schon wieder in Tschetschenien gezeigt. Ich bin überzeugt, dass die lokalen Kräfte und Sicherheitsorgane diese Situation würdig meistern. Sie arbeiten heute an der Liquidierung der neuen Terroraktion. Lasst uns sie unterstützen!

Doch ich werde es noch einmal sagen: wir erinnern uns, wie Terroristen auf höchstem Niveau als Kämpfer für Freiheit und Demokratie empfangen wurden. Schon damals wurde klar, dass je mehr wir zurückweichen und uns rechtfertigen, desto größer wird die Arroganz unserer Opponenten und desto aggressiver und zynischer verhalten sie sich.

Trotz unserer damals beispiellosen Offenheit und der Kooperationsbereitschaft in vielen strittigen Fragen, trotz unserer Betrachtung der ehemaligen Gegner als enge Freunde und fast Verbündete, setzte sich die Unterstützung des Separatismus in Russland aus dem Ausland fort: informationstechnisch, politisch, finanziell, geheimdienstlich. Es war absolut offensichtlich und unzweifelhaft, dass man uns allzu gern zu einem Jugoslawien-Szenario drängen wollte, zu Zerfall und Zerstückelung. Mit allen tragischen Konsequenzen für die Völker Russlands. Das ist nicht gelungen. Wir haben das nicht zugelassen.

Genauso wie es Hitler nicht gelungen ist, der mit seinen menschenverachtenden Ideen Russland zerstören und hinter den Ural drängen wollte. Alle sollten im Gedächtnis halten, wie so etwas endet.

Im nächsten Jahr werden wir den 70en Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg begehen. Unsere Armee besiegte den Feind und befreite Europa. Doch auch die schweren Niederlagen der Jahre 1941 und 1942 dürfen wir nicht vergessen, um diese Fehler künftig nicht mehr zuzulassen.

In diesem Zusammenhang werde ich Fragen aus dem Bereich der internationalen Sicherheit anreißen. Es gibt viele davon. Dazu zählt der Kampf gegen den Terrorismus, den es weiterhin gibt und wir werden an der gemeinsamen internationalen Arbeit im Kampf gegen den Terrorismus teilnehmen. Natürlich werden wir auch gegen anderen Probleme kämpfen, wie etwa die Ausbreitung der Infektionskrankheiten.

Doch in diesem Fall möchte ich über die sensibelste und ernsthafteste Frage der globalen Sicherheit sprechen. Seit dem Jahr 2002, nach der einseitigen amerikanischen Kündigung des ABM-Vertrags, der einen Eckstein der lobalen Sicherheit, des strategischen Gleichgewichts und der Stabilität darstellte, wird hartnäckig an der Schaffung des globalen Raketenabwehrsystems der USA gearbeitet, auch in Europa. Das ist nicht nur eine Bedrohung für die Sicherheit Russlands, sondern für die gesamte Welt, da dies das strategische Gleichgewicht der Kräfte stören kann.

Ich denke, dass das auch für die USA selbst schädlich ist, denn das erzeugt eine gefährliche Illusion der eigenen Unverwundbarkeit, sträkt die Neigung zu einseitigen und oft, wie wir sehen, undurchdachten Entscheidungen und zusätzlichen Risiken.

Wir haben viel davon gesprochen, ich werde hier nicht ins Detail gehen. Ich sage nur eines, vielleich werde ich mich wiederholen: wir haben nicht vor, uns in einen kostspieligen Rüstungswettlauf hineinziehen zu lassen, aber wir werden zuverlässig und garantiert die Wehrfähigkeit unseres Landes unter den neuen Bedinungen gewährleisten. Daran bestehen keine Zweifel, das wird gemacht. Russland hat dafür Möglichkeiten und asymmetrische Lösungen.

Es wird niemandem gelingen, militärische Überlegenheit gegenüber Russland zu erlangen. Unsere Armee ist modern und kampffähig. Wie man heute sagt, höflich, aber abschreckend. Für die Verteidigung unserer Freiheit werden wir genug Kraft, Willensstärke und Mut haben.

Wir werden die Vielfalt der Welt verteidigen. Wir werden den Menschen im Ausland die Wahrheit vermitteln. Damit alle das richtige und authentische Bild von Russland sehen, anstelle des verzerrten und des gefälschten. Wir werden aktiv geschäftliche und humanitäre Kontakte pflegen, unsere Beziehungen in den Bereichen Wissenschaft, Buldung und Kultur voranbringen. Und wir werden das auch unter Bedinungen tun, wenn die Regierungen einiger Länder versuchen, rund um Russland fast schon einen neuen eisernen Vorhang zu errichten. Wir werden nie den Weg der Selbstisolation, der Fremdenfeindlichkeit, der Paranoia und der Suche nach Feinden gehen.

All das sind Symptome der Schwäche, doch wir sind stark und selbstbewusst.

Unser Ziel ist es, möglichst viele gleichberechtigte Partner im Ost und West zu haben. Wir werden unsere Präsenz in jenen Regionen ausbauen, wo heute Integrationsprozesse von statten gehen, wo man Politik und Wirtschaft nicht vermengt und wo stattdessen Barrieren für Handel, für Austausch von Technologien und Investitionen sowie für Reisefreiheit abgebaut werden.

Unter keinen Umständen werden wir unsere Beziehungen zu Europa und Amerika einmotten. Dabei werden wir unsere traditionellen Verbindungen mit Südamerika wiederherstellen und ausbauen. Wir werden weiterhin mit Afrika und Nahost kooperieren.

Wir sehen, wie schnell in den letzten Dekaden der asiatisch-pazifische Raum voranschreitet. Als eine pazifische Macht wird Russland dieses riesige Potenzial allseitig nutzen.

Die Anführer und die Lokomotiven des globalen Wirtschaftswachsums sind gut bekannt. Darunter befinden sich viele aufrichtige Freunde und strategische Partner Russlands.

Ab 1. Januar 2015 wird die Eurasische Wirtschaftsunion ihre Arbeit im vollen Umfang aufnehmen. Worin bestehen ihre Basisprinzipien? Ich werden daran erinnern. Das sind in erster Linie Gleichberechtigung, Pragmatismus und gegenseitiger Respekt. Das ist die Erhaltung der nationalen Identität und der staatlichen Souveränität für alle Teilnehmerländer. Ich bin überzeugt, dass die enge Kooperation zu einer mächtigen Quelle der Entwicklung für alle Teilnehmer der Euraischen Union wird.

Und zum Abschluss dieses Teils meiner Rede sage ich es noch einmal: die gesunde Familie und die gesunde Nation, die uns von den Vorfahren vererbten traditionellen Werte in Kombination mit dem Blick in die Zukunft, die Stabilität als Bedingung für Entwicklung und Fortschritt, der Respekt gegenüber anderen Völkern und Staaten unter garantierter Sicherheit Russland und dem Schutz seiner legitimer Interessen, all das sind unsere Prioritäten.

Quelle: http://kremlin.ru/news/47173

Russlands Verwundbarkeit für die EU-US-Sanktionen und das militärische Vordringen

November 14, 2014

Russlands Verwundbarkeit für die EU-US-Sanktionen und das militärische Vordringen.

Sergej Glasjew & Experten über Russlands Zentralbank und Wirtschaftslage Pressekonferenz (deutsche Untertitel)

Oktober 28, 2014

Putins Rede am Valdai Kongress 24. Oktober 2014 (vollständige deutsche Übersetzung)

Oktober 28, 2014

http://www.chartophylakeion.de/blog/2014/10/25/putin-beim-waldai-2014/#.VE9fQ7733s2
Herzlichen Dank für diese deutsche Übersetzung ans Chartophylakeion-Team!

Quelle für den russischen Originaltext:
http://www.kremlin.ru/news/46860

Verehrte Kollegen! Meine Damen und Herren, liebe Freunde! Ich freue mich, Sie auf der 11. Konferenz des Diskussionsklubs “Waldai” zu begrüßen.

Es wurde hier schon gesagt, dass es in diesem Jahr neue Mit-Organisatoren des Klubs gibt. Darunter sind russische Nichtregierungsorganisationen und Fachverbände, führende Universitäten. Außerdem wurde die Idee eingebracht, außer den rein russischen Fragen auch Fragen der globalen Politik und Wirtschaft zur Besprechung einzubringen.

Ich rechne damit, dass diese organisatorischen und inhaltlichen Änderungen die Positionen des Klubs als eine der einflussreichen Diskussions- und Expertenplattformen festigen werden. Dazu rechne ich auch damit, dass der sogenannte Geist von Waldai bewahrt werden kann, und dieser Geist ist die Freiheit, Offenheit, und die Möglichkeit, verschiedenste und dabei offene Meinungen zu vertreten.

In diesem Zusammenhang möchte ich sagen, dass ich Sie auch nicht enttäuschen werde: ich werde direkt und offen sprechen. Einige Dinge werden Ihnen möglicherweise zu hart erscheinen. Aber wenn wir nicht offen und direkt, ehrlich sagen, was wir wirklich und in Wahrheit denken, dann hat es keinen Sinn, uns in einem solchen Format zusammenzufinden. Dann müsste man sich in irgendwelchen Diplomatenzirkeln versammeln, wo niemand wirklich etwas sagt, und – im Gedenken an die Aussage eines bekannten Diplomaten – kann man nur darauf verweisen, dass Diplomaten eine Zunge haben, um damit nicht die Wahrheit zu sprechen.

Wir versammeln uns hier mit einer anderen Zielsetzung. Wir versammeln uns, um offen zu sprechen. Eine Direktheit und Härte der Einschätzungen braucht man heute durchaus nicht dazu, um miteinander zu zanken, sondern um verstehen zu versuchen, was denn in Wirklichkeit in der Welt vor sich geht, warum sie immer weniger sicher und vorhersagbar wird, weshalb an allen Orten die Risiken steigen.

Das Thema des heutigen Treffens, der Diskussionen, die hier stattfanden, wurde schon benannt: “Neue Spielregeln oder Spiel ohne Regeln”. Meines Erachtens ist dieses Thema, diese Formulierung durchaus genau, wenn es darum geht, den historischen Scheideweg zu beschreiben, an der wir uns befinden, oder die Wahl, die wir alle zu treffen haben.

Die These, dass die heutige Welt sich rasant verändert, ist natürlich nicht neu. Und ich weiß, dass davon im Verlauf der Diskussion schon gesprochen worden ist. Tatsächlich ist es schwer, die grundlegenden Veränderungen in der globalen Politik, der Wirtschaft, dem gesellschaftlichen Leben, im Bereich der industriellen, Informations- und sozialen Technologien zu ignorieren.

Ich möchte gleich um Entschuldigung bitten, falls ich etwas wiederhole, was bereits von den Teilnehmern an den Diskussionen ausgesagt worden ist. Aber das kann man wohl kaum vermeiden, denn Sie haben ja schon sehr detailliert diskutiert, aber ich werde einfach meinen Standpunkt darlegen, und in einigen Facetten kann dieser mit den Meinungen der Diskussionsteilnehmer zusammenfallen, in anderen Dingen wird er sich unterscheiden.

Vergessen wir bei der Analyse des heutigen Zustands nicht die Lektionen der Geschichte. Erstens werden Veränderungen der Weltordnung (und mit einem Ereignis genau solcher Tragweite haben wir es heute zu tun) in der Regeln wenn nicht von einem globalen Krieg, von globalen Zusammenstößen, so doch von einer Kette an intensiven Konflikten auf regionaler Ebene begleitet. Und zweitens geht es in der Weltpolitik vor allem um wirtschaftliche Führung, Fragen von Krieg und Frieden, die humanitären Bereiche einschließlich der Menschenrechte.

Es hat sich weltweit eine Menge an Widersprüchen angesammelt. Und man muss einander offen fragen, ob wir denn über ein verlässliches Sicherheitsnetz verfügen. Leider gibt es keinerlei Garantien dafür, dass das bestehende System der globalen und regionalen Sicherheit dazu in der Lage wäre, uns vor Erschütterungen zu bewahren. Dieses System ist ernsthaft geschwächt, gebrochen und deformiert worden. Eine schwierige Zeit durchleben internationale und regionale Institutionen der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit.

Sicher, viele der Mechanismen, die der Weltordnung zugrunde liegen, sind vor schon ziemlich langer Zeit entstanden, einschließlich – und vor allem – als Resultat des Zweiten Weltkriegs. Die Stabilität dieses Systems gründete übrigens nicht nur auf einer Kräftebalance, und das möchte ich auch unterstreichen, nicht nur auf dem Recht der Sieger, sondern auch darauf, dass die “Gründerväter” dieses Sicherheitssystems einander in Achtung begegneten, und nicht versucht haben, sich alles einzuverleiben, sondern miteinander geredet haben.

Das Wichtigste aber ist, dass dieses System sich weiterentwickelte und bei allen Abstrichen dabei behilflich war, die auftretenden Probleme der Welt wenn nicht zu lösen, so doch im Rahmen zu halten und die natürliche Konkurrenz der Staaten untereinander zu entschärfen.

Ich bin davon überzeugt, dass dieser Mechanismus der gegenseitigen Kontrolle und der Gegengewichte, der in den vergangenen Jahrzehnten teils mühevoll aufgebaut werden konnte, nicht zerstört werden durfte, jedenfalls hätte man nichts zerstören dürfen, ohne an dessen Stelle etwas Neues aufzubauen, denn sonst gibt es tatsächlich keine anderen Mittel mehr als die rohe Gewalt. Es wäre angebracht, eine vernünftige Rekonstruktion zu unternehmen, das System der internationalen Beziehungen an die neuen Realitäten anzupassen.

Allerdings haben die Vereinigten Staaten, die sich zu den Siegern des Kalten Kriegs erklärt haben, wie ich meine, selbstsicher angenommen, dass daran einfach kein Bedarf besteht. Und anstelle der Einrichtung eines neuen Kräftegleichgewichts, das eine unabdingbare Voraussetzung für Ordnung und Sicherheit ist, wurden ganz im Gegenteil Schritte unternommen, die zu einer enormen Vertiefung des Ungleichgewichts führten.

Der “Kalte Krieg” ist beendet. Aber er ist nicht mit einem “Friedens”abkommen und mit verständlichen, transparenten Verhandlungsergebnissen über die Achtung der bestehenden oder die Schaffung neuer Regeln und Standards beendet worden. Es ergibt sich der Eindruck, dass die sogenannten “Sieger” im Kalten Krieg daran gingen, aus der Situation alles herauszuholen und die ganze Welt nach ihrem Gusto, nach ihren Interessen neuzuformatieren. Und wo das bestehende System der internationalen Beziehungen, des internationalen Rechts und das System der gegenseitigen Kontrolle und Gegengewichte diesem Ziel im Weg stand, dort wurde dieses System sofort als nutzlos, veraltet und abschaffungsreif deklariert.

So benehmen sich aber – ich bitte um Verzeihung – Neureiche, die urplötzlich zu großem Reichtum gekommen sind; in unserem Fall in Form der Weltvorherrschaft, der weltweiten Führungsrolle. Und anstelle dessen, dass sie diesen Reichtum intelligent und vorsichtig, und selbstverständlich auch zum eigenen Nutzen, einsetzen, haben sie, wie ich meine, eine ganze Menge zu Bruch gehen lassen.

Das Zeitalter der Doppellesarten und des Verschweigens hat in der Weltpolitik begonnen. Unter dem Druck eines Rechtsnihilismus hat das internationale Recht Schritt für Schritt seine Vorherrschaft zurückgefahren. Objektivität und Gerechtigkeit wurden der politischen Zweckmäßigkeit geopfert. Rechtliche Normen wurden durch willkürliche Interpretationen und befangene Urteile ersetzt. Dabei gestattete es die totale Kontrolle über die globalen Massenmedien auf Wunsch Weiß für Schwarz, und Schwarz für Weiß auszugeben.

Unter den Bedingungen der Dominanz einer Seite und ihrer Alliierten, oder anders gesagt, ihrer Satelliten, geriet die Suche nach globalen Lösungen oftmals zu einem Streben, die eigenen Lösungen als universell auszugeben. Die Ambitionen dieser Gruppe haben sich derart gesteigert, dass die in ihren Kreisen herausgearbeiteten Herangehensweisen als Meinung der gesamten Weltöffentlichkeit präsentiert wurden. Aber das ist nicht so.

Allein der Begriff “nationale Souveränität” ist für den Großteil der Staaten zu einer relativen Größe geworden. Im Grunde wurde die folgende Formel angeboten: je ausgeprägter die Loyalität zum einzigen Machtzentrum der Welt, desto höher die Legitimität der einen oder anderen Regierung.

Wir werden dann mit Ihnen in eine offene Diskussion eintreten, und ich werde sehr gern Fragen beantworten und es auch mir gestatten, Ihnen ein paar Fragen zu stellen. Aber im Verlauf dieser Diskussion kann ja jemand von Ihnen einmal versuchen, diese gerade von mir formulierte These zu widerlegen.

Die Mittel, mit denen man auf die Widerspenstigen einwirkte, sind gut bekannt und vielfach erprobt: das sind militärische Maßnahmen, wirtschaftlicher und propagandistischer Druck, Einmischung in die inneren Angelegenheiten, Anrufung einer gewissen, “über dem Recht” stehenden Legitimität, wenn es darum geht, eine widerrechtliche Beilegung dieser oder jener Konflikte herbeizuführen, und die Beseitigung missliebiger Regierungen. In letzter Zeit gibt es Zeugnisse dafür, dass man gegen eine Reihe von Staatsoberhäuptern unverhohlene Erpressung eingesetzt hat. Es ist nicht von ungefähr, dass der sogenannte Big Brother Milliarden von Dollar dafür ausgibt, der ganzen Welt nachzustellen, und auch seine nächsten Verbündeten sind dabei Ziele.

Lassen Sie uns die Frage aufwerfen, inwieweit es für uns annehmbar, sicher und angenehm ist, in einer solchen Welt zu leben, inwieweit eine solche Welt gerecht und vernünftig ist. Vielleicht haben wir gar keinen triftigen Grund, besorgt zu sein, zu streiten und unangenehme Fragen zu stellen? Vielleicht ist die Einzigartigkeit der Vereinigten Staaten, die Art, auf die sie ihre Führungsrolle ausüben, etwas für alle wirklich Gutes, und ihre allgegenwärtige Einmischung in alle Angelegenheiten dieser Welt bringt in Wirklichkeit Ruhe, Wohlergehen, Fortschritt, Gedeihen und Demokratie – und wir sollten uns einfach entspannen und es genießen?

Ich erlaube mir zu sagen, dass es sich nicht so verhält. Es ist ganz und gar nicht so.

Das einseitige Diktat und das Aufzwingen der eigenen Schemata führt zu einem ganz gegenteiligen Resultat: anstelle einer Beilegung von Konflikten deren Eskalation; anstelle von souveränen, stabilen Staaten einen wachsenden Bereich des Chaos; anstelle von Demokratie die Unterstützung von höchst zweifelhaften Strömungen – von offenkundigen Neonazis bis hin zu islamistischen Radikalen.

Und aus welchem Grunde werden sie unterstützt? Weil sie im Verlauf einer Etappe auf dem Weg zum Erreichen eines Ziels ausgenutzt werden, dann verbrennen sie sich daran – und es wird zurückgerudert. Ich wundere mich in einem fort darüber, wie unsere Partner Mal ums Mal, wie man bei uns in Russland zu sagen pflegt, auf ein und dieselbe Harke treten, das heißt, immer wieder dieselben Fehler begehen.

Seinerzeit sponserten sie extremistische islamische Bewegungen für den Kampf gegen die Sowjetunion, und in Afghanistan haben diese ihre Abhärtung bekommen. Daraus entstanden sowohl die “Taliban” als auch die “Al-Kaida”. Der Westen hat diese wenn schon nicht unterstützt, so doch mindestens seine Augen davor verschlossen, und ich würde sagen, er hat den Einfall internationaler Terroristen nach Russland und in die Länder Zentralasiens tatkräftig informationsmäßig, politisch, finanziell unterstützt; das haben wir nicht vergessen. Erst, nachdem es schreckliche Terrorangriffe auf dem Territorium der Vereinigten Staaten selbst gegeben hat, kam das Verständnis für die allgemeine Bedrohung, die der Terrorismus darstellt. Ich möchte daran erinnern, dass wir damals die ersten waren, die das Volk der Vereinigten Staaten unterstützt haben, wir reagierten wie Freunde und Partner auf die schreckliche Tragödie des 11. September.

Im Verlauf der Gespräche mit Führungskräften der USA und Europas spreche ich ständig von der Notwendigkeit, gemeinsam gegen den Terrorismus als einer Herausforderung von weltweiter Bedeutung vorzugehen. Mit dieser Herausforderung kann man sich nicht abfinden, man kann sie nicht eingrenzen, oder Doppelstandards zur Anwendung bringen. Man erklärte sich mit uns einverstanden, aber es verging nicht viel Zeit, und alles kehrte wieder zum Alten zurück. Es folgte die Einmischung sowohl im Irak, als auch in Libyen, und dieses Land wurde dann an die Grenze des Zerfalls gebracht. Warum hat man es denn eigentlich dahin gebracht? Es steht auch jetzt noch an diesem Abgrund und ist ein Übungsplatz für Terroristen geworden. Allein dank dem Willen und der Umsicht der jetzigen ägyptischen Führung ist es gelungen, Chaos und extremistische Exzesse in diesem Schlüsselland der arabischen Welt zu vermeiden. In Syrien gingen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten wie in guten alten Zeiten daran, Terrorbrigaden direkt mit Finanzen und Waffen zu versorgen, die Aufstockung ihrer Mannstärke durch Söldner aus verschiedenen Ländern zu begünstigen. Gestatten Sie die Frage, woher haben die Rebellen Geld, Waffen, Militärexperten? Woher kommt denn all das? Wie ist es zu erklären, dass diese berüchtigte, sogenannte ISIS, zu einer gewaltigen, de facto Armeegruppierung werden konnte?

Was deren finanzielle Zuströme angeht, so sind das zum heutigen Tag nicht nur Einkünfte aus dem Drogengeschäft, deren Produktion übrigens im Verlauf der Stationierung der internationalen Kräfte in Afghanistan nicht nur um ein paar Prozent, sondern vielfach gestiegen ist – das wissen Sie alle -, sondern diese Finanzen resultieren auch aus dem Verkauf von Erdöl, das in Gebieten, die von den Terroristen kontrolliert werden, gefördert wird. Sie verkaufen es zum Spottpreis, sie fördern und transportieren es ungehindert. Aber es gibt ja solche, die es kaufen, weiterverkaufen und daran verdienen, ohne darüber nachzudenken, dass sie damit Terroristen finanziert, die früher oder später auch auf ihr Gebiet kommen werden, und sie werden kommen, um die Saat des Todes in ihren Ländern auszusäen.

Und woher kommen neue Rekruten? Im Irak sind infolge des Sturzes Saddam Husseins staatliche Institutionen, einschließlich der Armee, zerstört worden. Wir haben es damals noch gesagt: seid vorsichtig, wohin habt ihr diese Leute vertrieben? Auf die Straße! Und was sollen sie dort machen? Vergesst nicht, mag er nun gerecht oder ungerecht gewesen sein, aber sie saßen an den Hebeln eines nach regionalem Maßstab durchaus großen Staates – und wohin treibt ihr sie?

Was haben wir als Ergebnis? Zehntausende Soldaten und Offiziere, ehemalige Baath-Parteiaktivisten, die auf die Straße gesetzt worden sind, und sie sind es, die heute die Einheiten der Rebellenbanden anfüllen. Vielleicht ist es ja das, worin das Geheimnis der Operationsfähigkeit der ISIS besteht? Sie handeln vom militärischen Gesichtspunkt aus sehr effektiv, wir haben es mit wirklichen Profis zu tun.

Russland hat mehrfach vor einseitigen gewaltsamen Aktionen, vor Einmischungen in die Angelegenheiten souveräner Staaten, vor dem Anbandeln mit Extremisten und Radikalen gewarnt und darauf bestanden, dass man jene Gruppierungen, die gegen die syrische Zentralregierung vorgehen – vor allem die ISIS – auf die Listen terroristischer Organisationen setzt. Und was war das Ergebnis? Es gab keine Reaktion.

Mitunter bekommt man den Eindruck, dass unsere Kollegen und Freunde ständig mit den Ergebnissen ihrer eigenen Politik kämpfen, all ihre Gewalt in die Beseitigung der Risiken stecken, die sie selbst schaffen, und dafür einen immer höheren Preis zahlen.

Verehrte Kollegen! Der Moment der Unipolarität hat überzeugend aufgezeigt, dass die Erweiterung der Dominanz eines Gewaltmonopols nicht dazu führt, dass die globalen Prozesse steuerbarer werden. Im Gegenteil, eine solche instabile Konstruktion hat ihre Unfähigkeit bewiesen, effektiv gegen solche realen Bedrohungen wie regionale Konflikte, Terrorismus, Drogenschmuggel, religiöser Fanatismus, Chauvinismus und Neonazismus vorzugehen. Gleichzeitig hat sie der Äußerung von nationalem Eitelkeitswahn, der Manipulation der öffentlichen Meinung, grober Unterdrückung des Willens der Schwachen durch den Willen der Starken den Weg geebnet. Im Grunde ist eine unipolare Welt eine Apologie, sie ist die Apologetik der Diktatur, sowohl über Menschen als auch über Ländern. Diese unipolare Welt erwies sich übrigens sogar für den sogenannten, selbsternannten Führer als unbequem, unbewältigbar und schwer zu steuern, gerade jetzt wurde das auch laut gesagt, und damit bin ich vollkommen einverstanden. Daher rühren die heutigen Versuche, nun schon im neuen historischen Abschnitt, eine Art quasi-bipolares System als ein bequemes Modell für die Wiedererrichtung der – in diesem Fall – amerikanischen Dominanz zu etablieren. Es ist dabei nicht einmal wichtig, wer genau in der amerikanischen Propaganda die Rolle des “Zentrums des Bösen”, also den Platz der UdSSR als Hauptgegner einnimmt: ob der Iran, als ein Land, das nach Atomtechnologie strebt, oder China, als führende Weltwirtschaft, oder Russland, als eine Atom-Supermacht.

Wir sehen jetzt wieder Versuche, die Welt zu zerschlagen, Trennlinien zu ziehen, Koalitionen nicht für, sondern gegen beliebige Parteien zu bilden, und abermals ein Feindbild zu schaffen wie in Zeiten des “Kalten Krieges”. und damit das Recht auf die Führungsrolle, oder wenn Sie so wollen, das Diktat zu erlangen. Wir verstehen und wissen ja bereits, wie die Lage im Zeitalter des “Kalten Krieges” interpretiert wurde. Den Verbündeten der Vereinigten Staaten wurde immer gesagt: “Wir haben einen gemeinsamen Feind, er ist schrecklich, es ist das Zentrum des Bösen; wir werden euch, unsere Verbündeten, vor ihm schützen, folglich haben wir das Recht, euch zu befehlen, eure politischen und wirtschaftlichen Interessen zu opfern, Ausgaben für die kollektive Verteidigung zu machen, aber befehligen werden diese Verteidigung natürlich wir”. Kurz, heute gibt es das Bestreben, nun schon in der neuen, veränderten Welt die gewohnten Prinzipien einer globalen Beherrschung umzusetzen, und all das mit der Absicht, die eigene Außerordentlichkeit zu gewährleisten und daraus politisches und wirtschaftliches Kapital zu schlagen.

Dabei divergieren solche Versuche nicht nur mehr und mehr mit der Realität und widersprechen der Vielfältigkeit der Welt. Solche Schritte werden unvermeidlich zu Gegenreaktionen führen und einen gerade entgegengesetzten Effekt hervorbringen. Wir sehen doch, was passiert, wenn die Politik leichtfertig mit der Wirtschaft vermengt wird, wenn die Logik der Zweckmäßigkeit der Logik der Konfrontation nachgibt, selbst, wenn sie damit ihre eigenen wirtschaftlichen und politischen Positionen und Interessen aufgibt, einschließlich der Interessen der nationalen Unternehmen.

Gemeinsame Wirtschaftsprojekte, gegenseitige Investitionen sind es, die Länder objektiv näherbringen, dabei helfen, die laufenden Probleme in den internationalen Beziehungen abzumildern. Allerdings ist die weltweite Business-Community heute dem beispiellosen Druck der westlichen Regierungen ausgesetzt. Von welchem Unternehmertum, von welcher wirtschaftlichen Zweckmäßigkeit oder Pragmatismus kann denn die Rede sein, wenn das Motto “Das Vaterland ist in Gefahr, die freie Welt ist in Gefahr, die Demokratie ist in Gefahr” aufgeworfen wird? Man muss sich ja mobilisieren – und genau das ist die Politik des Mobilmachens.

Die Sanktionen unterminieren bereits die Grundlagen des Welthandels und die Regeln der WTO, das Prinzip der Stabilität des Privatvermögens, sie erschüttern das liberale Modell der Globalisierung, welches auf dem Markt, der Freiheit und der Konkurrenz beruht – ein Modell, dessen hauptsächliche Nutznießer, wie ich anmerken möchte, ja gerade die Länder des Westens sind. Jetzt riskieren sie Vertrauensverlust in ihrer Rolle als treibende Kräfte der Globalisierung. Man fragt, was denn nun zu tun sei? Denn das Wohlergehen beispielsweise der Vereinigten Staaten ist ja in weiten Teilen vom Vertrauen der Investoren dem der ausländischen Besitzer von Dollars und US-amerikanischer Wertpapiere abhängig. Und dieses Vertrauen wird offenkundig unterminiert; die Früchte der Enttäuschung von der Globalisierung findet man jetzt in vielen Ländern.

Der berüchtigte Präzedenzfall Zypern und politisch motivierte Sanktionen haben die Tendenzen in Richtung wirtschaftlicher und finanzieller Souveränisierung, zum Bestreben einzelner Staaten oder ihrer regionalen Vereinigungen, sich gegen das Risiko auswärtigen Drucks abzusichern, nur verstärkt So unternimmt bereits jetzt eine immer größer werdende Zahl an Staaten Versuche, sich aus der Dollarabhängigkeit zu befreien, alternative Finanzzentren und Reservewährungen zu etablieren. Unserer Meinung nach sägen unsere amerikanischen Freunde schlicht an dem Ast, auf dem sie sitzen. Man darf Politik und Wirtschaft nicht in einen Topf werfen, aber genau das ist es, was passiert. Ich war und bin der Meinung, dass politisch motivierte Sanktionen ein Fehler waren, ein Fehler, der allen nur Verluste bringt, und ich bin mir sicher, dass wir noch darüber reden werden.

Wir verstehen schon, wie und unter wessen Druck solche Entscheidungen getroffen wurden. Ich möchte betonen, dass Russland nicht die Pose eines Beleidigten annehmen oder jemanden um etwas bitten wird. Russland ist ein sich selbst genügendes Land. Wir werden unter den außenwirtschaftlichen Bedingungen arbeiten, die sich ergeben haben, unsere Produktion und Technologien weiterentwickeln, entschiedener bei Umgestaltungen vorgehen, und der äußere Druck wird, wie das schon öfter der Fall war, unsere Gesellschaft nur konsolidieren, uns keine Gelegenheit geben, uns zurückzulehnen, ich würde sagen – er zwingt uns dazu, uns auf unseren wichtigsten Entwicklungsrichtungen zu konzentrieren.

Sicherlich stören uns die Sanktionen, mit diesen Sanktionen möchte man uns schädigen, unsere Entwicklung hemmen, uns in eine politische, wirtschaftliche und kulturelle Isolation drängen – anders gesagt in die Rückständigkeit. Doch ich möchte unterstreichen – das habe ich bereits gesagt und wiederhole es -, dass die Welt sich von Grund auf geändert hat. Wir haben es nicht vor, uns vor der Welt zu verschließen und uns für irgendeinen geschlossenen Entwicklungsweg, einen Weg der Autarkie zu entscheiden; wir sind immer dialogbereit, darunter auch in Fragen der Normalisierung der Wirtschaftsbeziehungen, und ebenso auch der politischen Beziehungen. Wir rechnen hier mit einer pragmatischen Herangehensweise und pragmatischen Standpunkten der Businesskreise der führenden Länder der Welt.

Heute erklingen Behauptungen, Russland würde sich angeblich von Europa abwenden – wahrscheinlich ist das in den Diskussionen hier bereits angeklungen – Russland würde sich angeblich nach anderen Geschäftspartnern umsehen, vor allem solchen in Asien. Ich möchte sagen, dass das in keiner Weise stimmt. Unsere aktive Politik in der Asiatisch-Pazifischen Region gibt es nicht erst seit heute, sie hat nicht erst mit den Sanktionen begonnen, sondern bereits vor mehr als nur ein paar Jahren. Wir sind genau wie viele andere, darunter westliche Länder davon ausgegangen, dass der Osten einen Position von ständig wachsender Bedeutung in der Welt einnimmt, sowohl wirtschaftlich als auch politisch, und man muss das natürlich berücksichtigen.

Ich möchte nochmals unterstreichen: alle tun das, und auch wir werden das tun, zumal ein bedeutender Teil unseres Staatsgebiets in Asien gelegen ist. Warum sollten wir auch darauf verzichten, unsere diesbezüglichen Vorteile zu nutzen? Das wäre doch einfach kurzsichtig.

Der Aufbau von Wirtschaftbeziehungen mit diesen Staaten, gemeinsame Integrationsprojekte sind ein wichtiger Stimulus für unsere eigene, innere Entwicklung. Die heutigen demographischen, wirtschaftlichen und kulturellen Tendenzen zeugen davon, dass die Abhängigkeit von einer einzigen Supermacht natürlich ganz objektiv abnehmen wird, und davon reden und schreiben europäische und amerikanische Fachleute selbst.

Vielleicht erwarten uns in der Weltpolitik die gleichen Phänomene, wie in der globalen Wirtschaft, und das ist eine intensive Konkurrenz in der einen oder anderen konkreten Nische, ein häufiger Wechsel von Führungskräften in bestimmten Richtungen. All das ist möglich.

Es steht außer Frage, dass im globalen Wettbewerb die Rolle von humanitären Faktoren steigen wird: das sind Bildung, Wissenschaften, Gesundheit, Kultur. Das wird seinerseits Auswirkungen auf die internationalen Beziehungen haben, auch deshalb, weil die Ressource der sogenannten sanften Gewalt größtenteils von realen Errungenschaften bei der Bildung von Humankapital abhängt, mehr, als von der Gerissenheit propagandistischer Kunstgriffe.

Gleichzeitig stellt die Heranbildung einer sogenannten polyzentrischen Welt – und darauf möchte ich, verehrte Kollegen, auch Ihre Aufmerksamkeit lenken – nicht von sich aus höhere Stabilität dar, eher sogar umgekehrt. Die Aufgabe bei der Heranbildung eines globalen Gleichgewichts bereitet einiges Kopfzerbrechen, ist eine Gleichung mit vielen Unbekannten.

Was erwartet uns, wenn wir es vorziehen, nicht den Regeln gemäß zu leben, seien diese Regeln auch noch so streng und unbequem, sondern ganz ohne Regeln? Ein solches Szenario ist durchaus greifbar, man kann es nicht ausschließen, wenn man die aufgeheizte Lage in der Welt berücksichtigt. Bewertet man die heutigen Tendenzen, dann kann man schon eine Reihe an Prognosen abgeben, und leider sind diese nicht optimistisch. Wenn wir daran scheitern, ein fest umrissenes System gegenseitiger Verpflichtungen und Vereinbarungen zu schaffen, keine Mechanismen aufbauen, die Krisensituationen aufzulösen helfen, dann werden die Anzeichen einer weltweiten Anarchie sich nur verstärken.

Bereits heute ist die Wahrscheinlichkeit einer ganzen Reihe an verschärften Konflikten mit wenn nicht direkter, so doch mittelbarer Beteiligung von Großmächten enorm angestiegen. Dabei sind nicht nur die traditionellen Widersprüche von Staaten untereinander, sondern auch die innere Instabilität einzelner Staaten ein Risikofaktor, besonders, wenn es um solche Länder geht, die an den Nahtstellen geopolitischer Interessenssphären von Großmächten oder entlang von kulturhistorischen und wirtschaftlichen Grenzen zivilisatorischer “Kontinente” liegen.

Die Ukraine, von der hier sicher bereits viel die Rede war und auch noch die Rede sein wird, ist ein Beispiel für diese Art von Konflikten, die Auswirkung auf das weltweite Kräfteverhältnis haben – und dabei denke ich, dass dies bei weitem noch nicht der letzte dieser Art ist. Hieraus folgt die greifbare Perspektive der Zerstörung des bisherigen Systems der Vereinbarungen über die Begrenzung und Kontrolle der Arten von Bewaffnung. Den Beginn dieses gefährlichen Prozess legten zweifelsohne die Vereinigten Staaten von Amerika, als sie im Jahre 2002 einseitig aus dem ABM-Vertrag zurücktraten, und darauf daran gingen und es heute noch aktiv betreiben, ihr eigenes globales Raketenabwehrsystem aufzubauen.

Verehrte Kollegen und Freunde! Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit darauf lenken, dass nicht wir mit diesem Prozess angefangen haben. Wir verfallen erneut in jene Zeit, als nicht ein Gleichgewicht von Interessen und gegenseitiger Garantien, sondern die Angst, ein Gleichgewicht der potentiellen gegenseitigen Vernichtung die Länder von direkten Konfrontationen abhält. Aufgrund des Fehlens von rechtlichen und politischen Instrumenten kehren die Waffen zentral auf die globale Tagesordnung zurück, sie werden überall und auf jede erdenkliche Weise eingesetzt, auch ohne Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Wenn jedoch der Sicherheitsrat es ablehnt, diese Art von Entscheidungen mit zu produzieren, dann wird er sogleich als veraltet und zu einem ineffizienten Instrument erklärt.

Viele Staaten sehen keine andere Garantie für die Gewährleistung der eigenen Souveränität mehr, als die Anschaffung einer eigenen “Bombe”. Das ist höchst gefährlich. Wir bestehen auf einer Fortführung der Gespräche, wir befürworten nicht einfach nur Gespräche, sondern wir bestehen auf einer Fortführung der Gespräche zur atomaren Abrüstung. Je weniger Atomwaffen es auf der Welt gibt, desto besser. Wir sind zu ernsthaften und gegenständlichen Gesprächen in Fragen der atomaren Abrüstung bereit, aber diese sollten schon wirklich ernsthaft sein – wie man sagt, ohne Doppelstandards.

Was meine ich damit? Heute sind viele Arten von Präzisionswaffen in ihren Möglichkeiten schon sehr nahe an Massenvernichtungswaffen gerückt, und im Falle eines vollständigen Verzichts auf das Atompotential oder im Falle einer bedeutenden Reduzierung der Arsenale werden die Länder, welche in der Schaffung und der Herstellung von Präzisionssystemen führend sind, offenkundig einen militärischen Vorteil erlangen. Die strategische Parität würde gebrochen, und das bringt Destabilisierung mit sich. Es kommt zur Versuchung, den sogenannten ersten globalen Entwaffnungsschlag zu führen. Kurz, die Risiken werden nicht geringer, sondern größer.

Die nächste offensichtliche Bedrohung ist eine Ausweitung von Konflikten auf ethnischer, religiöser und sozialer Grundlage. Solche Konflikte sind nicht nur an sich gefährlich, sondern sie bilden um sich herum Zonen von Anarchie, Gesetzlosigkeit und Chaos, wo sich sowohl Terroristen, als auch herkömmliche Verbrecher wie zu Hause fühlen, wo die Piraterie, der Menschenhandel und das Drogengeschäft blühen.

Übrigens haben unsere Kollegen seinerzeit versucht, diese Prozesse irgendwie zu steuern, sich regionale Konflikte zunutze zu machen, “farbige Revolutionen” in ihrem Interesse zu konstruieren, aber der Geist entwich der Flasche. Was man nun mit ihm macht, verstehen, so scheint es, die Autoren der Theorie des gelenkten Chaos selbst nicht. In ihren Reihen herrschen Zwiespalt und Uneinigkeit.

Wir beobachten die Diskussionen sowohl bei den herrschenden Eliten, als auch in Fachkreisen genauestens. Es genügt, sich die Überschriften in der westlichen Presse im Verlauf des vergangenen Jahrs anzusehen: ein und dieselben Leute werden einmal Kämpfer für Demokratie, und später Islamisten genannt, erst schreibt man von Revolutionen, dann von Pogromen und Umstürzen. Das Ergebnis liegt auf der Hand: es ist die Ausweitung des globalen Chaos.

Verehrte Kollegen! In einer solchen Lage in der Welt wäre es an der Zeit, sich zu grundsätzlichen Fragen zu einigen. Das ist außerordentlich wichtig und notwendig, und weit besser, als sich in verschiedene Ecken zu begeben, zumal wir es mit gemeinsamen Problemen zu tun haben, und, wie man sagt, in einem Boot sitzen. Der logische Weg wäre der einer Kooperation von Ländern und Gesellschaften und die Suche nach gemeinsamen Antworten auf vermehrt auftretende Fragen, ein gemeinsames Risikomanagement. Leider ist es so, dass einige unserer Partner sich erst dann daran erinnern, wenn das in ihrem Interesse liegt.

Die praktische Erfahrung zeigt, dass gemeinsame Antworten auf Herausforderungen erstens nicht immer ein Allheilmittel sind, das muss man natürlich anerkennen, und zweitens sind sie in der Mehrzahl der Fälle auch schwer zu erreichen, denn es ist viel zu schwierig, die Differenzen zwischen den jeweiligen nationalen Interessen, bei subjektiven Herangehensweisen zu überwinden, besonders, wenn es um Länder geht, die verschiedenen kulturhistorischen Traditionen angehören. Trotz alledem haben wir Beispiele dafür, wie man, sofern man sich von gemeinsamen Zielen leiten lässt und auf der Grundlage von einheitlichen Kriterien arbeitet, gemeinsam greifbare Ergebnisse erzielt.

Ich möchte an die Lösung des Problems mit den syrischen Chemiewaffen erinnern, ebenso an den sachlichen Dialog zum iranischen Atomprogramm, und selbst unsere Arbeit mit Nordkorea hat auch einige positive Resultate. Warum sollten wir nicht diese ganzen Erfahrungen auch im weiteren Verlauf bei der Lösung sowohl lokaler, wie auch globaler Probleme nutzen?

Was kann die rechtliche, politische, wirtschaftliche Grundlage einer neuen Weltordnung werden, welche Stabilität und Sicherheit gewährleisten würde, dabei eine gesunde Konkurrenz fördert und die Bildung von Monopolen verhindert, die der Entwicklung entgegenstehen? Schwerlich könnte darauf jemand jetzt ein umfassendes, fertiges Rezept liefern. Hier braucht es einer langen Arbeit unter der Beteiligung eines weiten Kreises an Staaten, der Weltwirtschaft, der bürgerlichen Gesellschaften oder solcher Fachforen, wie es das unsrige eines ist.

Allerdings ist es offensichtlich, dass ein Erfolg, ein greifbares Resultat erst dann möglich werden, wenn die Schlüsselfiguren des internationalen Lebens sich zu Basisfragen einigen können, zu einer vernünftigen Selbstbeschränkung, und zu einem Beispiel für eine positive, verantwortliche Führungsrolle werden. Es gilt, genau zu bestimmen, wo die Grenzen einseitiger Handlungen liegen und wo es mehrseitiger Mechanismen bedarf, und im Rahmen der Vervollkommnung des internationalen Rechts müssen wir das Dilemma zwischen den Handlungen der Weltgemeinschaft zur Gewährleistung von Menschenrechten und der nationalen Souveränität, der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten von Staaten auflösen.

Gerade solche Kollisionen sind es, die immer häufiger zu willkürlicher auswärtiger Intervention in komplizierte innere Prozesse führen, Mal ums Mal gefährliche Widersprüche zwischen den führenden Playern der Welt provozieren. Die Frage nach der Erhaltung von Souveränität wird geradezu zur wichtigsten Frage der Erhaltung und Festigung der weltweiten Stabilität.

Es ist dabei klar, dass die Diskussion über Gewaltanwendung von außen an sich schon höchst schwierig ist, es ist nahezu unmöglich, sie vom jeweiligen Interesse des einen oder anderen Landes zu trennen. Allerdings ist es weit gefährlicher, wenn es an für alle verständlichen Vereinbarungen, an exakt bestimmten Bedingungen fehlt, unter denen eine Einmischung notwendig und rechtmäßig wäre.

Ich möchte hinzufügen, dass die internationalen Beziehungen auf dem internationalen Recht beruhen müssen, in dessen Grundlage auch solche moralischen Prinzipien herrschen wie Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Wahrheit. Wahrscheinlich ist eine Achtung des Partners und seiner Interessen dabei das Wichtigste. Das ist eine sich aufdrängende Formel, aber hielte man sich ganz einfach an sie, so wäre das dazu imstande, die Lage in der Welt von grundauf zu ändern.

Ich bin davon überzeugt, dass – gebe es nur einen Willen dazu – wir in der Lage sind, die Effizienz internationaler und regionaler Institutionen wiederherzustellen. Hier ist es nicht einmal notwendig, etwas komplett neu, von null oder “auf der grünen Wiese” zu erschaffen, zumal die nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen Institutionen durchaus universell sind und mit moderneren Inhalten, die der jetzigen Lage entsprechen, angefüllt werden können.

Das betrifft auch die Vervollkommnung der Arbeit der UNO, deren zentrale Rolle unersetzlich bleibt, und die OSZE, welche im Verlauf von 40 Jahren unter Beweis gestellt hat, dass man eines solchen Mechanismus zur Gewährleistung von Sicherheit und Zusammenarbeit im euroatlantischen Raum bedarf. Anzumerken ist, dass auch jetzt bei der Beilegung der Krise in der Südost-Ukraine die OSZE eine sehr positive Rolle spielt.

Vor dem Hintergrund der Veränderungen im internationalen Bereich, dem Anwachsen von nicht zu steuernden, ganz verschiedenartigen Bedrohungen benötigen wir einen globalen Konsens der verantwortlichen Mächte. Die Rede ist nicht von irgendwelchen lokalen Abmachungen, auch nicht von einem Aufteilen von Interessenssphären im Sinne der klassischen Diplomatie, und auch nicht von irgend wessen Dominanz. Ich bin der Meinung, dass es eine neue Version gegenseitiger Abhängigkeiten bedarf. Davor darf man sich nicht fürchten. Im Gegenteil, das ist ein gutes Instrument, um Positionen aufeinander abzustimmen. Das ist umso mehr aktuell, wenn man die Konsolidierung und das Wachstum einzelner Regionen des Planeten berücksichtigt, denn das verlangt nach einer institutionellen Gestaltung solcher Pole, nach der Schaffung von kräftigen regionalen Organisationen und nach einer Ausarbeitung von Regeln für ihre Zusammenarbeit. Eine Kooperation solcher Zentren würde einiges zur Stabilität der weltweiten Sicherheit, Politik und Wirtschaft beitragen. Aber um einen solchen Dialog in die Wege zu bringen, muss man davon ausgehen, dass alle regionalen Zentren und die sich um sie heranbildenden Integrationsprojekte die gleichen Rechte auf Entwicklung haben, auf dass sie einander ergänzen und niemand dazu in der Lage wäre, sie künstlich miteinander in Kollision und in Widerspruch zu bringen. Denn die Folge einer solchen destruktiven Linie wäre eine Zerstörung der Verbindungen unter den Staaten, und die Staaten selbst wären schweren Prüfungen ausgeliefert, bis hin zu ihrer vollständigen Zerstörung.

Ich möchte noch an die Ereignisse des vergangenen Jahres erinnern. Damals haben wir unseren Partnern – sowohl den amerikanischen, wie auch den europäischen – gesagt, dass übereilte, im Hintergrund getroffene Entscheidungen über, sagen wir, die EU-Assoziation der Ukraine, ernsthafte Risiken bergen, und dabei haben wir noch nicht einmal etwas über die Politik gesagt, wir sprachen nur von der Wirtschaft, von ernsthaften wirtschaftlichen Risiken, und zwar, dass solche eigenmächtigen Schritte die Interessen vieler dritter Länder, darunter auch Russland als wichtigstem Handelspartner der Ukraine, berühren, und dass eine breit angelegte Erörterung der entsprechenden Fragen vonnöten sei. In diesem Zusammenhang möchte ich daran erinnern, dass die Verhandlungen über einen Beitritt Russlands zur WTO ganze 19 Jahre gedauert haben. Das war eine sehr schwere Arbeit, aber am Ende stand ein gewisser Konsens.

Warum erwähne ich das? Weil durch die Umsetzung des Assoziationsprojekts mit der Ukraine uns unsere Partner mit ihren Produkten und Dienstleistungen gewissermaßen durch die Hintertür ins Haus fallen, aber das war nicht abgemacht, und uns hat niemand nach unserer Meinung dazu gefragt. Die Gespräche zu allen Themen, die mit der EU-Assoziation der Ukraine zusammenhängen, haben wir beharrlich, aber – das möchte ich unterstreichen – vollkommen zivilisiert geführt, wir haben Motive und Argumente eingebracht und mögliche Probleme aufgezeigt. Aber niemand wollte uns hören oder mit uns sprechen, uns wurde einfach nur gesagt: das ist nicht eure Sache, das war’s, Ende der Diskussion. Anstelle eines schwierigen, aber wie gesagt zivilisierten Dialogs wurde die Angelegenheit bis dahin gesteigert, dass es zu einem Staatsstreich kam, das Land ins Chaos gestürzt, die Wirtschaft und der soziale Bereich zerrüttet wurden und ein Bürgerkrieg mit unzähligen Opfern begann.

Wozu? Wenn ich meine Kollegen frage: wozu? – dann gibt es keine Antwort, niemand hat eine Antwort darauf. So ist das. Alle zeigen Ratlosigkeit: das ist halt so passiert. Man hätte nicht zu solchen Handlungen ermuntern dürfen, dann wäre das auch nicht passiert. Denn, ich habe ja bereits davon gesprochen, der vormalige Präsident Janukowitsch hatte doch schon alles unterschrieben und war mit allem einverstanden. Wozu war es nötig, das noch zu tun? Was war der Sinn? Was ist das denn, eine zivilisierte Art, Antworten zu finden? Offenbar halten die, welche immer neue farbige Revolutionen produzieren, sich für geniale Künstler und können sich schon nicht mehr bremsen.

Ich bin davon überzeugt, dass die Arbeit von integralen Vereinigungen und die Zusammenarbeit von regionalen Strukturen auf einem transparenten, verständlichen Grund fußen muss, und als gutes Beispiel für eine solche Offenheit dient der Heranbildungsprozess der Eurasischen Wirtschaftsunion. Die Teilnehmerstaaten dieses Projekts haben ihre Partner vorab über ihre Plänen und die Parameter unserer Union informiert, über die Prinzipien ihrer Tätigkeit, die in vollkommenem Einklang mit den Prinzipien der Welthandelsorganisation stehen. Ich füge hinzu, dass wir es ebenso begrüßen würden, wenn es zu einem gegenständlichen Dialog zwischen der Eurasischen und der Europäischen Union käme. Darin haben wir übrigens bislang auch nur Ablehnung erfahren, und auch hier ist es unverständlich, aus welchem Grund – was gibt es denn Schlimmes daran? Und selbstverständlich würden wir angesichts einer solchen gemeinsamen Arbeit meinen – und das sagte ich bereits mehrfach und hörte positive Resonanz vieler unserer westlicher Partner, auf jeden Fall der europäischen -, dass man sich über die Notwendigkeit der Heranbildung einer einheitlichen Raumes der wirtschaftlichen und humanitären Zusammenarbeit vom Atlantik bis zum Stillen Ozean unterhält.

Verehrte Kollegen! Russland hat seine Wahl getroffen, unsere Prioritäten bestehen in einer weiteren Vervollkommnung der demokratischen Institutionen und einer offenen Wirtschaft, in einer beschleunigten inneren Entwicklung unter Berücksichtigung aller positiven derzeitigen Tendenzen der Welt und in der Konsolidierung der Gesellschaft auf Grundlage traditioneller Werte und des Patriotismus. Auf unserer Tagesordnung steht die Integration, diese Tagesordnung ist positiv und friedlich, wir arbeiten aktiv mit unseren Kollegen in der Eurasischen Wirtschaftsunion, der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, der BRICS und anderen Partnern zusammen. Diese Tagesordnung zielt auf die Entwicklung von Beziehungen der Staaten untereinander, und nicht auf deren Absonderung. Wir haben es nicht vor, irgendwelche Blöcke zusammenzuzimmern oder uns in einen Schlagabtausch ziehen zu lassen. Jeder Grundlage entbehren auch Behauptungen, Russland sei bestrebt, irgendein Imperium wieder zu errichten oder verletze die Souveränität seiner Nachbarstaaten. Russland verlangt nicht nach irgendeinem besonderen, außerordentlichen Platz in der Welt, das möchte ich betonen. Indem wir die Interessen der anderen achten, möchten wir einfach, dass man auch unsere Interessen berücksichtigt und unsere Position achtet.

Wir verstehen sehr gut, dass die Welt in ein Zeitalter der Veränderungen und tiefgreifender Transformationen eingetreten ist, in dem alle ein besonderes Maß an Vorsicht und Fähigkeit brauchen, unüberlegte Schritte zu vermeiden. In den Jahren nach dem Kalten Krieg haben die Teilnehmer an der Weltpolitik diese Qualitäten in gewissem Maße eingebüßt. Jetzt gilt es, sich wieder an sie zu erinnern. Im andern Fall werden sich die Hoffnungen auf friedliche, stabile Entwicklung als gefährliche Illusion erweisen, und die heutigen Erschütterungen wären dann die Vorboten eines Zusammenbruchs der Weltordnung.

Natürlich ist, und ich sagte das bereits, der Aufbau eines stabileren Systems der Weltordnung eine komplizierte Aufgabe. Die Rede ist von langwieriger und ihrem Wesen nach schwerer Arbeit. Wir haben es geschafft, Regeln für die Zusammenarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg zu erarbeiten, wir konnten uns auch in den 1970er Jahren in Helsinki einigen. Unsere gemeinsame Verpflichtung besteht nun darin, dass wir diese fundamentale Aufgabe auch in dieser neuen Etappe der Entwicklung meistern.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

St. Petersburg: So denken die Russen über Putin, Ukraine und Krim

September 22, 2014

Sharon Tennison, Präsidentin der US-amerikanischen CCI, einer amerikanischen Business-Organisation (die ca. 7.000 russische Unternehmer ausbildete) hat uns heute Nacht aus St. Petersburg geschrieben und ihre Erfahrungen vor Ort geschildert. Ein Augenzeugenbericht von heute.
Wie denken die Russen über Krim, Putin und die Ukrainer?
Wir drucken ihren Brief mit ihrer freundlichen Genehmigung.

Ein Reality Check aus Russland

Liebe Freunde
Die letzten beiden Wochen habe ich in St. Petersburg und Moskau verbracht.
Angesichts der Tragödie, die sich in der Ukraine abspielt, war es überraschend, eine völlig einhellige Meinung der russischen Bürger vorzufinden, inklusive unserer CCI-Absolventen. Und das nicht wegen „kontrollierter Medien“, da alle, mit denen ich gesprochen habe, eine Vielzahl von Medien täglich durch das Internet lesen, einschließlich CNN. Ihr Alter reicht von 25 bis 55, im allgemeinen stellen sie die Mittelklasse Russlands dar. Das ist keine langjährige Unterstützung für Putin, denn wenigstens die Hälfte von ihnen waren vorher keine Putin-Unterstützer. Aber heute hat sich die Situation geändert.

Die Krim –- Sie bestehen fest darauf, dass die Krim immer russisch war; dass Russland in vergangenen Jahrhunderten Schlachten schlug, um die Krim zu halten, und abgesehen von einem kleinen Prozentsatz Tataren, sind die Bewohner der Krim ethnische Russen – und dass Chrustschows Übergabe der Krim an die Ukraine nur ein duseliger Zufall eines verrufenen Sowjetführers auf Papier war, der damit versuchte, sein Geburtsland mit seiner Macht zu beeindrucken. Viele unserer Absolventen machen auf der Krim (wo ein beneidenswert warmes Wetter herrscht) Urlaub. Sie bestehen darauf, nie eine andere Sprache in den Straßen der Krim gehört zu haben als Russisch, dass des Weiteren die Krim-Bürger russisch-orthodox sind und sich selbst als Russen fühlen. Sie sagten mir, als Jelzin 1991 allen Gebieten außerhalb Russlands die Freiheit gab, erklärte sich die Krim für unabhängig. Vier Monate später waren die Bürokraten in Kiew dagegen, und unglücklicherweise verblieb die Krim politisch an die Ukraine gebunden. Unsere Freunde erinnern sich, wie sie als Kinder im Sommer in die Kinderferienlager auf die Krim fuhren und auch als Erwachsene regelmäßig dort Ferien machten. Sie, wie auch die Einheimischen, haben die Krim immer als Teil Russlands angesehen. Als dann offensichtlich wurde, dass Kiew nicht länger Russisch als offizielle Sprache erlaubte und rapide begann, die westukrainische Kultur zu institutionalisieren, sperrten sich die Bewohner. Unsere Absolventen fügen hinzu, die Bürger der Krim seien dankbar und begeistert, offiziell mit Russland wiedervereinigt zu sein.

Ist es Russlands Absicht, frühere sowjetische Gebiete an sich zu reißen?
Die Russen waren geschockt und baff, dass ich überhaupt eine solche Frage stelle, ob die russische Führung versuchen könnte, in die Baltischen Staaten, Polen oder irgendeine der früheren Sowjetrepubliken einzurücken. So stellte ich die Frage noch einmal so: „Was würden Sie tun, wenn sie im TV sähen, dass Russland beabsichtigt, Truppen in eine dieser früheren Republiken zu schicken?“ Sie wurden ganz aufgeregt, dass ich so eine Möglichkeit überhaupt annehmen könnte. Sie bestanden darauf, unter keinen Umständen würde Russland JEMALS interessiert sein, irgendeines dieser Länder wieder unter seine Herrschaft zu bringen. Das war für sie absolut unvorstellbar.

Will Russland mehr von der Südostukraine unter seine Kontrolle bringen?
Absolut nicht, war die unverzügliche Antwort im ganzen großen Raum. Sie meinten, dass Russland helfen würde beim Wiederaufbau, falls und wenn dieser Krieg endete. Aber NIEMALS wird Russland irgendeinen Teil der Südostukraine annektieren. Sie sagen jede anders lautende Information ist pure Propaganda.

Die russisch- ukrainische Geschichte
Die Russen haben sich den Ukrainern immer tief verbunden gefühlt – in der Tat war Kiew das ursprüngliche Zentrum der Rus – Russlands Geschichte und Kultur. Jeder mit dem ich hier sprach, hat nahe Verwandte in der Ukraine. Die zwei Länder betrachteten sich selbst als aus demselben Holz (ausgenommen die Westukraine). Ukraine und Russland erinnern mich an siamesische Zwillinge – mit gemeinsamen Hauptschlagadern, Knochengerüst und Organen. Sie zu trennen, abzubrechen, zerstört den vitalen Fluss von Produktion, Handel und wichtiger Infrastruktur – zusätzlich zu den Herzen und Seelen der Menschen, die seit drei Jahrhunderten mit einander verflochten sind. Kein Wunder, dass viele ukrainische Soldaten desertiert sind und nicht auf einander schießen wollen, wenn sie zum Kämpfen gezwungen wurden.
Die Ukraine war niemals eine unabhängige Nation von Menschen, die von ihren ethnischen Bindungen an sich zusammengeschweißt wäre. Die Westukraine, der europäische Teil, der nach dem 2. WK zur UdSSR kam (früher Polen, Ungarn, Österreicher und Deutsche), versucht jetzt, den Rest der Ukraine – mit US-Hilfe – von Russland zu separieren und in Europa einzugliedern. Die Südostukrainer, überwiegend Russen, weigern sich, ihre Sprache und Kultur aufzugeben und von West-Ukrainern beherrscht zu werden. Das ist die Quintessenz.
Die Westukrainer kämpften im 2. WK mit den Nazis gegen die Sowjetunion, und sie haben seitdem Russland verachtet. Natürlich wollen die mit Europa vereinigt werden. Ich habe stets empfohlen, die Ukraine in zwei kooperierende Staaten aufzuteilen. Denen, die Europa wollen, sollte das erlaubt werden, aber sie sollten nicht die russischen Teile der Ukraine von ihren Handels- und engen kulturellen Bindungen mit Russland wegzerren. Die Ukraine, anders als Russland, hatte schreckliche, korrupte Führer seit der Kommunismus 1991 implodierte. Oligarchen (und politische Führer, die sich nach den ukrainischen Oligarchen richteten) haben seitdem das Land zugrunde gerichtet. Deshalb sind die einfachen Ukrainer tief enttäuscht und ärgerlich, dass sie keine Ordnung, Stabilität und anständiges Wirtschaftswachstum erlebten wie in Russland, Polen, Ungarn und dem Baltikum. Die Ukraine ist ein gescheiterter Staat – der Krieg zwischen dem westlichen und dem östlichen Teil haben die wenigen Hoffnungen weiter vernichtet, die vor Ausbruch des Konfliktes noch bestanden.

Die Großmacht
Soweit ich sagen kann, hat eine sehr schmale, aber leistungsstarke Minderheit in Washington vor Jahren entschieden, dass die Ukraine der wichtigste Ort sein wird, ein zukünftiges Comeback Russlands als eine der verschiedenen führenden Mächte in der Welt in Frage zu stellen. Archivmaterial deutet darauf hin, dass Neokonservative 1992 einen Plan aufstellten, dass Amerika bereit sein sollte, jedes Land militärisch niederzuwerfen, das seine weltweite Vormachtstellung beeinträchtigen würde. Der Plan nennt Russland, von dem sie meinten, es würde oder könnte die Einheit der ehemaligen UdSSR-Republiken wiederherstellen. Diese Minderheit gewann bei Republikanern und Demokraten im Kongress und im Weißen Haus an Boden.Wie bei anderen Ländern (Irak, Iran, Libyen, Syrien, Zentral- und Südamerikanische Länder) die erste durchzuführende Operation ist, die Führer der Länder zu dämonisieren und die Länder in der Absicht des Regimewechsels zu destabilisieren. Es mag vertretbar sein, wenn die Situation zu besseren Lebensbedingungen und Möglichkeiten für die Bevölkerung dieser Länder führen würde, aber unglücklicherweise hat sich das bei keinem dieser Länder herausgestellt.Victoria Nuland, die für die Zukunft der Ukraine verantwortliche Chefdiplomatin des US-Außenministeriums, gestand, „unsere Steuerzahler haben um die 5 Milliarden $ da reingesteckt, um die Ukraine auf die Linie der USA und der EU zu bringen“ – und nicht mit Rußland. Das Ergebnis ist der Krieg, der nun die Ukraine zerreißt. Die Russen wiederholen ständig, daß ihr Militär nur der Verteidigung dient, dass sie niemals Krieg anfangen oder ein anderes Land übernehmen wollen, sondern nur ihre Grenzen verteidigen werden. Bei seiner tragischen Geschichte der Invasionen durch die Mongolen, Napoleon, Hitler und andere, ist Rußland verständlich paranoisch.

Russland wird die NATO an seinen Grenzen nicht tolerieren
Mit gutem Recht. Können wir uns vorstellen, was unser US-Militär machen würde, falls die Russen Raketenbasen quer durch Kanada errichten würden, innerhalb der unmittelbaren Angriffs-Reichweite zu Washington? Oder zu diesem Zwecke entlang der ganzen Grenze Mexikos zu den USA? Wie würde sich Frankreich fühlen, wenn Deutschland entschiede, Massenvernichtungswaffen an seine Grenze zu stellen? Keine lokale, schon gar keine Weltmacht würde das akzeptieren ohne zurückzuschlagen. Putin hat es, und Washington tut als wäre das unzumutbar.
Ich meine, Rußland hat bemerkenswerte Zurückhaltung und kühlen Kopf bewiesen, und die ganze Zeit mit bemerkenswert eleganten Lösungen reagiert, die dramatische Situation südlich ihrer Grenzen zu entschärfen. Laßt uns hoffen und beten, dass Weisheit in Washington herrschen möge – die Spannungen zwischen den Ukrainern gedämpft werden, das Schießen endet und eine Koalition von Staaten beginnen kann, den Ukrainer zu helfen, den Winter zu überleben.

Sharon
aus St. Petersburg
15. September 2014

ARD-Ukraine-Propaganda: Klatsche vom Programmbeirat

September 18, 2014

Der Programmbeirat der deutschen Medien spricht Klartext – und löst Wut aus bei den ARD-Verantwortlichen. Ist es zuviel verlangt, wenn wir von ihnen WAHRHEIT statt NATO-Propaganda einfordern??

Jasminrevolution

Daniela Lobmueh und Theodor MarlothNATO_ukraine

Ein interner Bericht der ARD von ihrem Programmbeirat bestätigt Netzkritik an der unerträglich einseitigen Ukraine-Propaganda des Mainstreams. Sogar Beiträge von Spiegel-Mann Neef („Stoppt Putin jetzt“-Titel) wurden von den Tagesthemen noch manipulativ zurechtgestutzt, weil sie nicht Putin-feindlich genug wirkten. Die führenden ARD-Funktionäre Jörg Schönenborn und Tom Buhrow schäumten vor Wut über die Aufdeckung ihrer Propaganda-Machenschaften. Hier der ungekürzte interne Bericht.  

Zu ihrer Juni-Sitzung analysierten die Mitglieder des leider nur „beratenden“ Programmbeirats Beiträge über die Ukraine-Krise. Anlass für diese ungewöhnliche Maßnahme war breite Kritik aus den Reihen des Publikums an der Ukraine-Berichterstattung der ARD -wie etwa unsere Kritik hier auf Jasminrevolution.

Tom Buhrow und Jörg Schönenborn reagierten unsachlich und aufgebracht

Die Zuschauer beklagten laut Telepolis Einseitigkeit zulasten Russlands, mangelnde Differenziertheit sowie Lückenhaftigkeit„, heißt es dazu im Bericht. Die Ergebnisse dieser internen Medienanalyse sorgten für eine äußerst scharfe Debatte auf dem Treffen des Beirates mit…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.896 weitere Wörter

A Letter to President Putin and the Russian People

September 12, 2014

deutsche Übersetzung folgt in wenigen Tagen

Dear President Putin and Russian People,

Please accept our apologies for the behavior of our Governments and Media. Western Nations, led by the United States, seem determined to start a war with Russia. A sane person would recognize the terrible consequences of such a war and would do everything in their power to avoid it. In fact it appears that this is exactly what you are doing. In the face of an endless stream of lies and provocations you have managed to keep Russia from being drawn into a nuclear war. (1, 2)
Events surrounding the war in Ukraine are twisted to represent you as an aggressor when the facts clearly show otherwise. Neo-Nazi gangs commit atrocities against the citizens of Novorussia on a daily basis and they receive political and financial support from Western governments. The Ukrainian army has attacked Russian checkpoints and towns and regularly bombs refugees attempting to flee the country. Russia was blamed for the destruction of Malaysian Airlines flight MH17, even though the evidence suggests that the flight was shot down by the Ukrainian army. You offer humanitarian aid to the people of Luhansk and you are accused of smuggling weapons into Ukraine. (3)
Why are you the target of these lies and provocations? The pathological criminals of the West are pushing for war with Russia because they need an external enemy. As long as the people are focused on “Russian aggression” they remain unaware of those truly responsible for the decline of the American economy and social system. In Europe, with its history of brutal wars sparked by arrogance and greed, European leaders have undergone a complete moral collapse and have naively fallen into line behind the USA’s policy of imperial aggression. The last great president of the United States, John F Kennedy, described our common enemy in 1961:
We are opposed around the world by a monolithic and ruthless conspiracy that relies on covert means for expanding its sphere of influence–on infiltration instead of invasion, on subversion instead of elections, on intimidation instead of free choice, on guerrillas by night instead of armies by day.
It is a system which has conscripted vast human and material resources into the building of a tightly knit, highly efficient machine that combines military, diplomatic, intelligence, economic, scientific and political operations… Its preparations are concealed, not published. Its mistakes are buried not headlined. Its dissenters are silenced, not praised. No expenditure is questioned, no rumor is printed, no secret is revealed. (4)
Since that time the government of the United States and other Western nations have been infiltrated by this “ruthless conspiracy”. While it is not necessarily unified we believe that its leaders think and act without the burden of a normal human conscience. This is why they are willing to sacrifice the lives of millions or billions of people. They supply Israel with weapons that are used for the wholesale slaughter of thousands of Palestinians. They militarize police in places like Ferguson, MO to protect and strengthen their power over the people. They lie to start wars that take the lives of millions of people to increase their political power. They are despicable. (5, 6)
Like JFK, you have a military background, so you are bound by a sense of duty to protect and serve the people of Russia. It appears that like him you recognized the madness of nuclear war and have turned towards peace. (7) You refuse to endorse the American empire and you are working to undermine its power without engaging in direct military conflict. Instead Russia has developed closer relationships with many countries through organizations like BRICS, has forgiven old debts and worked with its partners to meet goals that serve the interests of the people. The idea of international partnerships has been called a multipolar approach and it contrasts sharply with the unipolar, imperialist policies of the US where all countries’ resources are controlled to benefit a powerful few – and at the expense of We the People.
We reject the greed, hatred and lust for power displayed by our “leaders”. We are outraged and horrified by the killing of millions of innocent people in the name of freedom and self defense. We want peace and justice for all people. We want a real and lasting peace, the kind of peace that JFK once spoke of:
What kind of peace do we seek? Not a Pax Americana enforced on the world by American weapons of war. Not the peace of the grave or the security of the slave. I am talking about genuine peace, the kind of peace that makes life on earth worth living, the kind that enables men and nations to grow and to hope and to build a better life for their children – not merely peace for Americans but peace for all men and women – not merely peace in our time but peace for all time. (8)
True peace and justice are impossible as long as the “ruthless conspiracy” rules the United States and other nations from the shadows. We pray that through our mutual efforts we may defeat the power-hungry and ruthless criminals who seek to enslave us all. We pray that we may instead foster a genuine peace that makes life on Earth worth living.

Sincerely,

Here you may sign this letter:
http://dearputin.com/?doing_wp_cron=1409961736.6323349475860595703125#prettyPhoto

Sources:
1. Is Putin incorruptible? U.S. insider’s view of the Russian president’s character and his country’s transformation
2. Putin is trying to save the world from war by Paul Craig Roberts
3. Putin Blamed for #MH17 to Launch Attack on BRICS World Bank
4. Commencement Address at American University, June 10, 1963
5. Political Ponerology (A Science on the Nature of Evil Adjusted for Political
Purposes) by Andrew M. Lobaczewski
6. The Shock Doctrine: The Rise of Disaster Capitalism by Naomi Klein
7. JFK and the Unspeakable: Why He Died and Why It Matters by James W. Douglass
8. The President and the Press, April 27, 1961
9. An open letter from the Netherlands to President Putin
10. The NATO Syndrome, the EU’s Eastern Partnership Program, and the EAU
No-Bluff Putin
11. Anyone who says Russia is losing in Ukraine doesn’t understand
how this game is played.
12. Putin: Ukraine is a Battlefield for the New World Order
13. Global Pathocracy, Authoritarian Followers and the Hope of the World