Die NATO will Russland und China verbieten, sich zu entwickeln

September 9, 2014

von Thierry Meyssan / http://www.voltairenet.org/article185252.html

Der Gipfel in Newport (Wales) ist der wichtigste der NATO seit jenem von 2002 in Prag. Damals ging es darum, neue Staaten Mittel-und Osteuropas in das Bündnis aufzunehmen. Dieses Mal stand die Planung einer langfristigen Strategie auf der Agenda, um Russland und China an ihrer Entwicklung zu hindern, damit sie nicht mit den Vereinigten Staaten konkurrieren können [1].

Alles was die NATO betrifft, ist voller Kontroversen. In der Tat hat sie es seit ihrer Gründung im Jahre 1949 nicht unterlassen, Fakten zu manipulieren, um sich als Bündnis gegen den sowjetischen Expansionismus darzustellen. Dies obwohl es der Warschauer Pakt ist, der erst sechs Jahre später, 1955, gegründet wurde mit der Aufgabe, die sozialistischen Staaten gegen den angelsächsischen Imperialismus (und nicht umgekehrt) zu verteidigen.

Darüber hinaus ist die NATO, im Widerspruch zu ihrem Namen, keine Allianz von gleichberechtigten Partnern, sondern eine Unterwerfung der Partner-Armeen durch die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich. Tatsächlich sind die Truppen aller Mitglieder dieser sogenannten ’Allianz’ unter dem Kommando eines einzigen amerikanischen Offiziers – der zugleich auch der US-Commander der amerikanischen Streitkräfte in Europa ist, während der Geheimdienst der NATO, „Gladio“, unter der Aufsicht von Washington und London dafür sorgt, dass die Anti-Imperialisten in den anderen Mitgliedstaaten niemals an die Macht kommen [2]. Hierzu hat die NATO nie vor politischen Morden oder gar Staatsstreichen zurückgeschreckt (in Frankreich [3], in Italien, in Griechenland, Zypern und der Türkei).

Diese Unterwerfung verstößt gegen die Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen, da die Mitgliedstaaten die Unabhängigkeit ihrer Außenpolitik und Verteidigung verlieren. Sie wurde von der Sowjetunion angefochten, später von Präsident Charles De Gaulle, der – nachdem er vierzig Mordversuche durch die von der NATO finanzierte OAS [organisation armée secrète] erlitten hatte und auch wieder gewählt worden war – den sofortigen Austritt Frankreichs aus dem integrierten Kommando ankündigte und die Ausweisung aller 64.000 Soldaten sowie des Verwaltungs-Personals der NATO aus dem französischen Territorium anordnete.

Diese Zeit französischer Unabhängigkeit ging mit der Wahl von Jacques Chirac zu Ende, der, wenige Monate nach seiner Ankunft im Elysée, Frankreich wieder in den Ministerrat und den militärischen Ausschuss der NATO eingliederte. Sie wurde definitiv beendet mit der Rückkehr der französischen Armee unter das US-Kommando, die Nicolas Sarkozy im Jahr 2009 beschloss.

Schließlich wurde die Unterwerfung der Mitgliedstaaten mit der Schaffung von vielen zivilen Institutionen fortgeführt, worunter die wichtigste und effektivste die Europäische Union ist. Im Gegensatz zu einem weit verbreiteten Missverständnis, hat die derzeitige Union nicht viel mit dem Ideal der europäischen Einheit zu tun, sondern soll die NATO-Mitglieder außerhalb des sowjetischen und russischen Einflusses halten, gemäß der geheimen Klauseln des Marshall-Plans. Es handelt sich also darum, Europa in zwei Blöcke zu teilen.
Darum ist es kein Zufall, dass sich die NATO-Büros und jene der europäischen Exekutive in erster Linie in Brüssel und in zweiter Linie in Luxemburg befinden. Um die Kontrolle der Europäischen Union durch die Angelsachsen zu ermöglichen, hat sie sich auch mit einer seltsamen Kommission ausgestattet, deren Haupttätigkeit darin besteht, wirtschaftliche oder politische „Vorschläge“ zu machen, die alle von der NATO vordefiniert werden.
Oft vergisst man, dass die Allianz nicht ein einfaches militärisches Bündnis ist, sondern auch auf wirtschaftlichem Gebiet eingreift. Vor allem ist die NATO erster Kunde der Rüstungsindustrie in Europa, dann bestimmt sie die Standards für ihre Ausschreibungen, d. h. alles was das tägliche Leben ihrer Soldaten betrifft. Es sind diese Standards, die der Kommission vorgeschlagen werden und die vom Europäischen Parlament angenommen werden.

Derzeit werden drei Viertel des Haushalts der NATO allein von den Vereinigten Staaten bereitgestellt.

Die Zukunft des angelsächsischen imperialistischen Projektes

Seit dem Staatsstreich von 2001 [4] planen die Vereinigten Staaten eine Konfrontation mit China. In diesem Zusammenhang kündigte Präsident Barack Obama die Neupositionierung seiner Streitkräfte im Fernen Osten an. Jedoch wurde diese Agenda von dem wirtschaftlichen, politischen und militärischen Aufschwung Russlands gestört, das sich 2008 in der Lage zeigte, das von Georgien angegriffene Süd-Ossetien und 2014 die durch die Putschisten von Kiew bedrohte Krim zu verteidigen.

Darüber hinaus wurde das „Raketenschild“-Projekt aufgegeben. Dieser, als ein defensives System zum Schutz gegen iranische Raketen dargestellte „Schild“ war aber in Wirklichkeit ein offensives System an den Grenzen zu Russland mit dem Ziel, es zu lähmen. Ein einfacher Blick auf den Globus zeigt ja, dass iranische Raketen, wenn sie auf die Vereinigten Staaten abgeschossen würden, nicht über Mitteleuropa flögen, sondern auf dem kürzesten Weg über den Nordpol. Nach zehn Jahre dauernder Untergrabung der Beziehungen zwischen Washington und Moskau wurde das Projekt aufgegeben, weil es sich technisch als unmöglich erwiesen hatte, russische Interkontinentalraketen der letzten Generation im Flug zu zerstören. Plötzlich wird also das Prinzip der „atomaren Abschreckung“ gegen Russland aufgegeben, selbst wenn es noch für andere Staaten relevant bleibt.

Trotz seiner „Hinwendung nach Asien“ hat Washington Spannungen zwischen China und dessen Nachbarn, besonders mit Japan, verschärft. Die NATO, die Europa in historischer Weise Nordamerika unterwirft, öffnete sich daher durch Assoziationsverträge asiatischen und ozeanischen Partnern, besonders Australien und Japan. Im Vorbeigehen hat sie ihren Aktionsradius über den ganzen Globus ausgedehnt. [5].

In dieser Zeit der finanziellen Einschränkungen lässt sich die Allianz, die keine Krise kennt, einen neuen Hauptsitz in Brüssel bauen, für die unglaubliche Summe von 1 Milliarde Euro. Er soll Anfang 2017 fertiggestellt sein [6].

Die Frage des islamischen Emirats

Zur Sorge, China und Russland an der Kontrolle ausreichender Rohstoffe zu hindern, um die Vereinigten Staaten konkurrenzieren zu können, kam im Sommer das Problem des islamischen Emirats dazu.

Eine intensive Pressekampagne hat diese Dschihad-Organisation verteufelt, deren Verbrechen nicht neu sind, die sich nun aber an der irakischen Bevölkerung vergriffen hat. Wir haben wiederholt erklärt, dass das Islamische Emirat eine westliche Schöpfung ist, und dass seine Aktion im Irak – trotz ihres äusseren Anscheins – in völligem Einklang mit dem US-Plan der Teilung des Landes in drei unabhängige Staaten ist [7].
Um einen Plan durchzuführen, der ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellt, da er eine ethnische Säuberung voraussetzt, griff Washington auf eine Privatarmee zurück, die es öffentlich verurteilen muss, heimlich jedoch unterstützt.
Die Vereinigten Staaten hätten die islamistische Gefahr erkannt, nachdem das IE zwei ihrer Staatsangehörigen – den Journalisten James Foley und Steven Sotloff – die Kehle durchschnitten hatten. Eine sorgfältige Überprüfung der Videos [8] lässt vermuten, dass diese nicht authentisch sind. Das gleiche Problem war schon aufgetaucht, als das IE im Jahr 2004 Nick Berg abgeschlachtet haben soll. [9].

Wir betonten schon oft, dass sich das IE von den vorherigen Dschihadisten-Gruppen unterscheidet, nämlich durch seinen Kommunikationsdienst und seine zivilen Verwalter. Diese sind imstande, die eroberte Gebiete sofort zu verwalten. Es ist daher eine Gruppe, die von Dauer sein wird. Wie Alfredo Jalife-Rahme schon gezeigt hat, wurde das Kalifat, auch wenn es derzeit vor allem in Syrien und im Irak agiert, dazu bestimmt, langfristig gegen Russland, Indien und China zu kämpfen [10].

Die Frage des islamischen Emirats brauchte daher nicht extra auf die – anti-russische und anti-chinesische – Tagesordnung aufgenommen zu werden, sie gehörte bereits dazu. Außerdem wollte Washington nicht das Risiko eingehen, dass ein Mitgliedstaat seine Zweifel über diese Farce ausdrücken könnte. Daher wurde die Debatte nur am Rande des Gipfels geführt. Präsident Obama hat acht andere Staaten sowie Australien (das nicht Mitglied der NATO, sondern nur assoziiert ist) versammelt, um seinen Kriegsplan zu entwickeln. Zum Schluss wurde entschieden, Jordanien diesem Dispositiv beizufügen.

Die Schlussfolgerungen des Gipfels

Der Gipfel handelte an einem kurzen Morgen die Frage seiner langen Präsenz in Afghanistan ab. Natürlich wird die NATO wie geplant ihre Kampftruppen am Ende des Jahres zurückziehen, aber sie behält die Kontrolle über die afghanische Armee und die Sicherheit des Landes. Der Gipfel leistete sich sogar den Luxus, an die beiden afghanischen Präsidentschaftskandidaten zu appellieren, sich zu verpflichten, die Forderungen nach strafrechtlicher Immunität der Vereinigten Staaten unverzüglich zu unterzeichnen, obwohl diese Wahl ja von den US-Streitkräften organisiert und ausgewertet wird. Daher müsste der Kandidat, der dieser Aufforderung keine Folge leisten sollte, nicht überrascht sein, wenn er nicht als gewählt betrachtet werden wird.

Wie man ein rotes Tuch schwenkt, um einen Bullen zu reizen, hat der Gipfel beschlossen, die Kontrolle der NATO auf den östlichen Teil Europas (einschließlich der Ukraine) auszudehnen, um zu sehen, was wohl die russische Reaktion sein wird. Aber er ging nicht weiter darüber hinaus. Die NATO-Russland Gründungsakte wurde nicht widerrufen, und die Ukraine wurde nicht ins Bündnis aufgenommen. Jeder zog es vor, über einen möglichen Waffenstillstand zwischen Kiew und dem Donbass zu diskutieren.

Darüber hinaus hat der Gipfel das Bündnis mit zwei neuen Werkzeugen ausgestattet: ein Cyber-Krieg-Service, um Angriffe chinesischer Militär-Hacker zu kontern und ein Schnelleinsatzkommando von 4.000 Mann aus sieben Ländern unter britischem Kommando. Schließlich eröffnete der Gipfel das Beitrittsverfahren für Montenegro und, selbstverständlich, forderte er die Mitgliedstaaten auf, ihre Militärausgaben zu erhöhen.

Ein paar Anmerkungen

Trotz der Anschuldigungen der ukrainischen Regierung -, dass Russland in ihr Land eingefallen wäre… aber mit nur 1000 Mann, die niemand gesehen hat, wie Giulietto Chiesa [11] bemerkte -, hat der Gipfel nicht beschlossen, Krieg gegen Moskau zu führen und begnügte sich mit einer symbolischen Maßnahme. Man versteht daher nicht, warum so viel Pomp in Newport aufgewendet wurde.

Die geheimen Kriege scheinen nicht auf dem Gipfel diskutiert worden zu sein, sondern nur am Rande, mit einigen ausgesuchten Verbündeten – es sei denn die wichtigen Dinge wären auf der Tagung der Staatschefs am Freitag, 5. September hinter verschlossenen Türen entschieden worden.
Schon im Jahr 2011 hatte die NATO ihre eigenen Statuten verletzt, indem sie den Atlantischen Rat nicht vor der Bombardierung von Tripolis einberufen hatte. In der Tat erschien das Einverständnis aller unmöglich, um ein solches Gemetzel durchzuführen. In Neapel hatten die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich im geheimen Frankreich, Italien und die Türkei, um einen Angriff zu planen, der mindestens 40.000 Zivilisten innerhalb einer Woche das Leben kostete.

Das Schlusskommuniqué ist eine unglaubliche Heuchelei [12]: die ukrainische Krise wird als eine russische Aggression behandelt, ohne jemals den Staatsstreich des Maidan-Platzes zu erwähnen, oder die Installation einer Regierung, die Nazis enthält.
Die syrische Krise wird als ein Konflikt zwischen einer gemäßigten Opposition dargestellt, die Minderheiten schützt und der Tyrannei des Regimes von Baschar Al-Assad einerseits und extremistischen Gruppen andererseits, ohne jemals zu erwähnen, dass das syrische Regime eine Republik ist, während die gemäßigte Opposition durch die Golf-Diktaturen bezahlt wird, und ferner ohne zu erwähnen, dass die Krise durch einen geheimen französisch-britischen Krieg entfesselt wurde, gemäß den Zusatzprotokollen des Lancaster House-Vertrages, noch, dass Präsident Al-Assad mit 63 % wiedergewählt wurde, obwohl die Arabische Republik Syrien die einzige ist, die nicht nur Minderheiten schützt, sondern alle ihre Bürger, einschließlich der sunnitischen Mehrheit.
Mit Zynismus behauptet das Kommuniqué, die NATO habe das libysche Volk gemäß den Resolutionen 1970 und 1973 geschützt, obwohl sie diese Resolutionen dazu benützt hat, um das Regime auszuwechseln, 160.000 Libyer zu töten und das Land ins Chaos zu stürzen.

Letztendlich ist es der NATO aber in den letzten Jahren definitiv nur gelungen, ihre Ziele in Afghanistan, Irak, Libyen und im Nordosten von Syrien zu erreichen, d.h. einzig und allein in jenen Ländern oder Regionen, die in Stammesgesellschaften organisiert sind. Sie scheint aber nicht in der Lage zu sein, in einen direkten Konflikt mit Russland und China eintreten zu können.

Übersetzung
Horst Fröhlich, sprachliche Bearbeitung Ruth Frei

[1] « Le sommet de l’Otan : guerre sur deux fronts », [NATO-Gipfel : ein Zweifronten Krieg] von Manlio Dinucci, Traduction Marie-Ange Patrizio, Il Manifesto (Italien), Réseau Voltaire, 4 septembre 2014. (Auch auf Englisch).

[2] Siehe « Gladio », Voltaire Netzwzerk.

[3] Über den Staatstreich von 1958 und von 1961, siehe (1) « Quand le stay-behind portait De Gaulle au pouvoir » und (2) « Quand le stay-behind voulait remplacer De Gaulle », von Thierry Meyssan, Réseau Voltaire, 27 août et 10 septembre 2001.

[4] Wir erinnern daran, dass am 11. September 2001, während die Welt durch die Terroranschläge in New York und Washington fasziniert war, Präsident George W. Bush illegal von seinem Posten im Rahmen des Programms „Kontinuität der Regierung“ entfernt wurde. Er fand ihn nur später am Ende des Tages wieder, nachdem sein Land seine Außen- und Verteidigungspolitik geändert hatte. Während dieses Tages wurden alle Mitglieder des Kongresses und ihre Teams von der militärischen Autorität in dem Greenbrier-Komplex (West Virginia) und in Mount Weather (Virginia) unter Hausarrest gestellt.

[5] „NATO, die globale Offensive“, von Manlio Dinucci, Il Manifesto (Italien), Voltaire Netzwerk, 31. Juli 2014.

[6] „1 Milliarde Euro für das neue NATO-Hauptquartier“, Voltaire Netzwerk, 30. Januar 2014.

[7] Siehe (1) „Das „Kurdistan“ der israelischen Version“, von Thierry Meyssan, Al-Watan (Syrien), Voltaire Netzwerk, 13. Juli 2014; (2) „John McCain, der Dirigent des „arabischen Frühlings“ und der Kalif“, von Thierry Meyssan, Voltaire Netzwerk, 18. August 2014 ; (3) „Die grundlegende saudische Wandlung“, von Thierry Meyssan, Voltaire Netzwerk, 4. September 2014.

[8] « Foley video with Briton was staged, experts say », Deborah Haynes, The Times, 24 août 2014 ; « Foley murder video ’may have been staged’ », Bill Gardner, The Daily Telegraph, 25 august 2014. Und über die Identität von Sotloff, siehe: « Le journaliste décapité était un Israélien formé dans une antenne du Mossad », [Der geköpfte Journalist war ein Israeli, der vom Mossad trainiert wurde] von Hicham Hamza, Panamza, 3 septembre 2014.

[9] « [[« L’affaire Nicholas Berg », par Thierry Meyssan, Réseau Voltaire, 18 mai 2004. (Auch auf Englisch).

[10] „Ein globaler Dschihad gegen die BRIC-Staaten?“, von Alfredo Jalife-Rahme, La Jornada (México), Voltaire Netzwerk, 26. Juli 2014.

[11] « En Ukraine, les menteurs paniquent », Giulietto Chiesa, Megachip (Italien), Réseau Voltaire, 3 septembre 2014.

[12] « Déclaration finale du sommet de l’Otan », Réseau Voltaire, 5 septembre 2014.

Konstantin Weckers Wut gegen die Kriegshetzer – „Ja, ich bin ein Putin-Versteher“

September 8, 2014

Konstantin Wecker hat auf seiner Facebook-Seite folgenden Text geschrieben:

Liebe Freunde,

„Wie wird die Welt regiert und in den Krieg geführt? Diplomaten belügen Journalisten und glauben es, wenn sie’s lesen.“

Karl Kraus, der die Manipulation der Massen in den Kriegszeiten des ersten Weltkrieges durchschaute und wie kein anderer messerscharf analysierte, verachtete die meisten Journalisten.

Er verabscheute den „Journalismus und die intellektuelle Korruption, die von ihm ausgeht, mit ganzer Seelenkraft.“

Ich hielt das lange für übertrieben, zumal ich hervorragende und unbestechliche JournalistInnen kenne und schätze. Mittlerweile befallen mich Zweifel an meiner Loyalität.

Klar, es gibt sie noch, diese aufrechten Vertreter ihres Fachs. Aber wo dürfen sie noch schreiben?

Die Propagandamaschine läuft bereits und es ist erschreckend, wie ein Großteil der Zunft einem Plan zu folgen scheint, der trotz des Widerspruchs der meisten Leser die Wirklichkeit im Sinne einflussreicher Geldgeber gestaltet.

„Als einer der Pioniere der Medienkritik hatte Karl Kraus erkannt, dass die Medien die Wirklichkeit nicht abbilden, sondern erzeugen, dass Meinungen und Stimmungen nicht einfach entstehen, sondern gemacht werden“, schreiben Matthias Bröckers und Paul Schreyer in ihrem lesenswerten Buch „Wir sind die Guten“ und sie zitieren noch einmal einen der wichtigsten Sätze von Karl Kraus: „Ich habe erlebt, wie Krieg gemacht wird, wie Bomben, die nie geworfen wurden, nur dadurch, dass sie gemeldet wurden, zum Platzen kommen.“

Bomben, die nie geworfen wurden, können platzen, wenn sie gemeldet werden – das sollte als Mahn-Schild auf jedem Schreibtisch in den Redaktionsräumen der Zeitungen und Fernsehstudios prangen!

Warum, glaubt ihr, hören wir nichts mehr von diesem Flugzeug, das laut BILD ja Putin persönlich vom Himmel geholt hat?

Ich habe keine Ahnung, wie ihr auch, ich kann keine Flugschreiber auswerten, bin kein Fachmann und war nicht vor Ort – aber immerhin kann ich eins und eins zusammenzählen. Wem nützte diese Tragödie am meisten? Und warum wird nun nicht mehr darüber berichtet? Und wenn es nun bewiesen wäre, dass es die pro-russischen Separatisten gewesen waren – was für eine Geschrei hätte das gegeben? Bestimmte Zeitungen würden in ihren Kästen auf der Straße zu kokeln beginnen vor lauter selbstgerechter Empörung.

Und ich möchte noch eine ganz persönliche Erfahrung hinzufügen: ich habe in den letzten fast sechs Jahrzehnten in denen ich mich bewusst mit Nachrichten und Zeitungen beschäftige, nicht annähernd eine derartige Propagandaschlacht erlebt.

Es erschreckt mich, wenn ich sehe, wie manche Leitmedien mit zum Teil sehr klugen Leserkommentaren überschüttet werden und sich penetrant weigern, ihre Leser ernst zu nehmen.

Was ist da passiert? Es ist sicher auch dem Internet zu verdanken, dass die Leser zu einem großen Teil gebildeter sind, als die Reporter. Aber in diesem Fall ist es einfach auch nur der gesunde Menschenverstand, der uns, wie es zum Teil aussieht, aberzogen werden soll.

Wie macht man ein friedliebendes Volk kriegslüstern? Durch Propaganda, durch Erfindungen, Lügen, durch die Erschaffung eines Feindes.

Man schimpft mich Putinversteher? Ja, gerne, das bin ich.

Aber wer so gern mit Schimpfworten um sich schlägt, sollte sich halt auch in der Semantik etwas auskennen. Ein Versteher ist kein Liebhaber, kein Bewunderer, kein Fan, kein Verehrer. Es kann auch ein Volltrottel sein den man versteht. Ein Versteher versucht zu VERSTEHEN! Nicht mehr, nicht weniger.

Wie kann so ein Wort ein Schimpfwort werden?

Und am Ende dieser kleinen Glosse soll Egon Bahr zu Wort kommen, einer der Architekten der Ostverträge Willy Brandts. Eines Mannes, den die SPD, wie es aussieht, völlig vergessen hat. Dabei kann ihm keiner der heutigen Mitläufer das Wasser reichen: „In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“

Offener Brief ehemaliger Geheimdienstler an Frau Merkel

September 7, 2014

31. August 2014
Amerikanische Ex-Geheimdienstmitarbeiter warnen vor Behauptungen der Geheimdienste zur Ukraine und erinnern an die irakischen Massenvernichtungswaffen.

Der Text in deutscher Übersetzung

Wir, die Unterzeichner, sind langjährige Veteranen der US-Nachrichtendienste. Wir unternehmen den außergewöhnlichen Schritt, diesen offenen Brief an Sie zu schreiben, um Ihnen die Gelegenheit zu geben, vor dem NATO-Gipfel am 4. und 5. September Einblick in unsere Sicht der Dinge zu bekommen.

Es ist beispielsweise wichtig für Sie zu wissen, dass Anschuldigungen hinsichtlich einer großangelegten russischen Invasion in der Ukraine offenbar nachrichtendienstlich nicht zuverlässig gesichert sind. Vielmehr scheint die „Intelligence“ von derselben politisch festgelegten Art zu sein, mit der vor 12 Jahren der Angriff auf den Irak „gerechtfertigt“ wurde. Wir sahen damals keine glaubwürdigen Beweise für Massenvernichtungswaffen; wir sehen jetzt keine glaubwürdigen Beweise für eine russische Invasion. Vor 12 Jahren verweigerte der damalige Kanzler Schröder in Anbetracht der vagen Hinweise auf irakische Massenvernichtungswaffen die Teilnahme am Angriff auf den Irak. Unserer Ansicht nach sollten Sie Anschuldigungen des US-Außenministeriums und von NATO-Vertretern hinsichtlich einer Invasion Russlands in der Ukraine mit angemessenem Misstrauen begegnen.

Satellitenaufnahme der US-Geheimdienste: Oregon verklagt Oracle[1]
Präsident Barack Obama versuchte am gestrigen Tage, die Rhetorik seiner eigenen führenden Diplomaten sowie der kommerziellen Massenmedien abzukühlen, als er die jüngsten Vorgänge in der Ukraine mit den Worten „…eine Weiterführung dessen, was in den letzten Monaten geschehen ist … es ist nicht wirklich eine Änderung“ beschrieb.

Obama hat jedoch nur schwache Kontrolle über die politischen Entscheidungsträger in seiner Regierung, die leider über keinen nennenswerten Sinn für Geschichte verfügen, keine Erfahrungen mit Kriegen haben und Politik mit anti-russischen Ressentiments verwechseln. Vor einem Jahr war es „Falken“ unter den Vertretern des Außenministeriums bereits beinahe gelungen, Obama zu einem großangelegten Angriff auf Syrien zu bewegen – wiederum auf „nachrichtendienstlichem“ Material beruhend, das im besten Fall zweifelhaft war.

Vor allem, weil vermehrt Geheimdienstinformationen hervorgehoben werden, auf die sich scheinbar verlassen wird und die wir für gefälscht halten, denken wir, dass die Wahrscheinlichkeit einer Eskalation der Kampfhandlungen über die Grenzen der Ukraine hinaus in den letzten Tagen erheblich gestiegen ist. Wichtiger aber ist, dass wir überzeugt sind, dass diese wahrscheinliche Entwicklung vermieden werden könnte, was von der gesunden Skepsis abhängt, die Sie und andere führende Politiker Europas zum NATO Gipfel in der kommenden Woche mitbringen.

Erfahrungen mit Unwahrheit
Es bleibt zu hoffen, dass Ihre Berater Sie auf die durchwachsene Bilanz hinsichtlich der Vertrauenswürdigkeit des NATO-Generalsektretärs Anders Fogh Rasmussen hingewiesen haben. Es erscheint uns, als würden Rasmussens Reden nach wie vor regelmäßig in Washington geschrieben. Dies war mehr als deutlich am Tag vor der US-geführten Invasion im Irak, als er in seiner Funktion als dänischer Premierminister seinem Parlament vortrug: „Irak hat Massenvernichtungswaffen. Das ist nicht etwas, das wir lediglich vermuten. Wir wissen es.“

Bilder können mehr sagen als tausend Worte. Wir haben erhebliche Erfahrung mit der Sammlung, Analyse und Berichterstattung zu jeder Art von Satellitendaten und anderem Bildmaterial sowie anderer Arten nachrichtendienstlicher Quellen. Es soll hier ausreichen, deutlich zu machen, dass die am 28. August von der NATO veröffentlichten Bilder eine sehr fadenscheinige Grundlage dafür bilden, Russland eine Invasion der Ukraine vorzuwerfen. Traurigerweise haben sie starke Ähnlichkeit mit den Bildern, die am 5. Februar 2003 von Colin Powell vor den Vereinten Nationen gezeigt wurden und die ebenfalls nichts bewiesen.

An eben jenem Tag warnten wir Präsident Bush, dass unsere ehemaligen Analysten-Kollegen „zunehmend verstört über die Politisierung der Nachrichtendienste“ waren, und wir sagten ihm geradeheraus, dass „Powels Präsentation nicht annähernd einen Grund bietet“, der einen Krieg rechtfertigen würde. Wir mahnten Mr. Bush, „die Diskussion…über den Kreis jener Berater hinaus zu erweitern, die klar einen Krieg anstreben, für den wir keinen überzeugenden Grund sehen und dessen unbeabsichtigte Konsequenzen vermutlich katastrophal sein würden“.

Betrachten Sie Irak heute. Schlimmer als katastrophal. Obwohl Präsident Wladimir Putin bisher beträchtliche Zurückhaltung im Ukraine Konflikt gezeigt hat, halten wir es für erforderlich, daran zu erinnern, dass Russland ebenfalls zu „Shock and Awe“ in der Lage ist. Wenn auch nur die kleinste Wahrscheinlichkeit besteht, dass derlei aufgrund der Ukraine Europa betreffen könnte, sollten nüchtern denkende Führungspersonen dies sehr sorgfältig durchdenken.

Wenn die von der NATO und den USA freigegebenen Fotos den besten verfügbaren „Beweis“ einer russischen Invasion darstellen, verstärkt dies unseren Verdacht, dass aktuell erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um Argumente für den NATO-Gipfel zu stärken, auf deren Grundlage Maßnahmen verabschiedet werden sollen, die Russland mit Sicherheit als Provokation ansehen wird. Sie sind zweifelslos vertraut mit dem Ausdruck „Caveat Emptor“. Es soll genügen hinzuzufügen, dass man allem, was Mr. Rasmussen oder selbst Außenminister Kerry zu verkaufen versucht, mit äußerster Vorsicht begegnen sollte.

Wir vertrauen darauf, dass Ihre Berater Sie hinsichtlich der Ukraine-Krise seit Anfang 2014 auf dem Laufenden gehalten haben, auch darüber, wie sehr die Möglichkeit einer NATO-Mitgliedschaft der Ukraine für den Kreml ein Anathema ist. Gemäß eines Telegramms vom 01. Februar 2008 (veröffentlicht durch WikiLeaks) von der US-Botschaft in Moskau an die damalige Außenministerin Condoleezza Rice, wurde US-Botschafter William Burns zu Außenminister Sergey Lawrow gerufen, der ihm Russlands starken Widerstand gegen eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine erläuterte.

Lavrov warnte spezifisch vor „Befürchtungen, dass das Thema das Land entzweien und zu Gewalttätigkeiten führen könnte oder sogar, so behaupten manche, zu einem Bürgerkrieg, der Russland dazu zwingen würde, über eine Intervention nachzudenken“. Burns gab seinem Telegramm den ungewöhnlichen Titel „NYET heißt NYET: RUSSLANDS ROTE LINIEN ZUM THEMA NATO-ERWEITERUNG“ und schickte es mit HÖCHSTER Priorität nach Washington. Nur zwei Monate später verabschiedeten NATO-Führer auf ihrem Gipfel in Bukarest in einer formalen Erklärung, dass „Georgien und die Ukraine in der NATO sein werden.“

Gerade gestern behauptete der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk über sein Facebook-Account, dass er mit Unterstützung des Parlaments darum nachgesucht hat, den Weg zu einer NATO-Mitgliedschaft offen zu halten. Jazenjuk war natürlich nach dem Staatsstreich am 22. Februar Washingtons erste Wahl für das Amt des Ministerpräsidenten. „Yats ist unser Mann“, sagte die stellvertretende Außenministerin Victoria Nuland einige Wochen vor dem Coup in einem abgefangenen Telefongespräch mit dem US-Botschafter in der Ukraine, Geoffrey Pyatt. Vielleicht erinnern Sie sich, dass dies dasselbe Gespräch war, in dem Nuland sagte: „f*ck die EU.“

Zeitpunkt der russischen „Invasion“
Nach der gängigen Sichtweise, die noch vor wenigen Wochen von Kiew verbreitet wurde, hatten ukrainische Kräfte die Oberhand im Kampf gegen die Anti-Coup-Föderalisten gewonnen, was im großen und ganzen als Reinigungsaktion dargestellt wurde. Aber dieses Bild der Offensive stammt fast vollständig von offiziellen Regierungsquellen in Kiew. Es gab nur sehr wenige Berichte, die unmittelbar aus der südöstlichen Ukraine stammten. Es gab jedoch einen, der den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko zitierte, der Zweifel an den Regierungsdarstellungen aufkommen ließ.

Gemäß der „Pressestelle des Präsidenten der Ukraine“ am 18. August ordnete Poroschenko eine „Umgruppierung der an der Militäraktion beteiligten ukrainischen Einheiten im Osten des Landes“ an. „…Heute müssen wir eine Neuordnung der Kräfte vornehmen, die unser Territorium verteidigen werden – sowie fortgesetzte Bodenoffensiven“, sagte Poroschenko und fügte hinzu: „Wir müssen unter den neuen Umständen einen neuen Militäreinsatz in Betracht ziehen.“

Falls die „neuen Umstände“ den erfolgreichen Vormarsch der ukrainischen Regierungskräfte bezeichnen sollte, weshalb sollte es nötig sein, die Kräfte „umzugruppieren“ und „neu zu ordnen“? Etwa zur selben Zeit begannen Quellen vor Ort über eine ganze Reihe erfolgreicher Angriffe der Anti-Coup-Föderalisten auf die Regierungskräfte zu berichten. Nach diesen Quellen waren es die Regierungstruppen, die begannen, schwere Verluste zu erleiden und an Boden zu verlieren, weitgehend aufgrund von Ungeschick und mangelhafter Führung.

Zehn Tage später, als sie eingekesselt waren und/oder sich zurückzogen, war mit der „russischen Invasion“ eine vorbereitete Ausrede gefunden. Exakt in diesem Augenblick wurden die verschwommenen Aufnahmen von der NATO veröffentlicht, und Reporter wie Michael Gorden von der New York Times wurden von der Leine gelassen, um zu verbreiten, dass „Die Russen kommen“. (Michael Gordon war einer der lautstärksten Propagandisten für den Krieg gegen den Irak.)

Keine Invasion – aber reichlich andere russische Unterstützung
Die Anti-Coup-Föderalisten in der südöstliche Ukraine erfreuen sich erheblicher lokaler Unterstützung, zum Teil aufgrund der Artillerieangriffe von Regierungstruppen auf große Bevölkerungszentren. Und wir vermuten, dass russische Unterstützung über die Grenze geflossen ist, einschließlich – und das ist von erheblicher Bedeutung – ausgezeichneter Gefechtsfeld-Aufklärung. Allerdings ist es alles andere als klar, dass diese Unterstützung zu diesem Zeitpunkt auch Panzer und Artillerie umfasst – hauptsächlich weil die Föderalisten besser geführt wurden, um Regierungstruppen festzusetzen.

Gleichzeitig haben wir keinerlei Zweifel daran, dass die Panzer kommen werden, falls und wenn die Föderalisten sie benötigen.

Genau dies ist der Grund, weshalb die Situation eine gemeinsame Anstrengung für einen Waffenstillstand erfordert, den, wie Sie wissen, Kiew bisher hinausgezögert hat. Was muss an diesem Punkt unternommen werden? Nach unserer Ansicht muss Poroschenko und Jazenjuk klargemacht werden, dass eine NATO-Mitgliedschaft nicht auf dem Tisch liegt und dass die NATO keinerlei Interesse an einem Stellvertreterkrieg mit Russland hat – insbesondere nicht zur Unterstützung der zusammengewürfelten ukrainischen Armee. Anderen NATO-Mitgliedern muss dies ebenfalls gesagt werden.

Für die Lenkungsgruppe der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (Pensionierte Geheimdienstexperten für den gesunden Menschenverstand)

William Binney, ehemaliger technischer Direktor, Welt geopolitische & militärische Analyse, NSA; Mitbegründer, SIGINT Automation Research Center (i.R.) Larry Johnson, CIA & Außenministerium (i.R.) David MacMichael, National Intelligence Council (i.R.) Ray McGovern, ehemaliger US Army Infanterie / Nachrichtenoffizier und CIA-Analyst (i.R.) Elizabeth Murray, stellvertretender National Intelligence Officer im Mittleren Osten (i.R.) Todd E. Pierce, MAJ, US Army Judge Advocate (Ret.) Coleen Rowley, Abteilungsanwältin & Special Agent, FBI (i.R.) Ann Wright, Oberst der US-Armee (i.R.); Foreign Service Officer (zurückgetreten)

Autorisierte Übersetzung von Stefan Thiesen und Michael Morrissey.

Anhang
Links
[1]
http://www.heise.de/tp/artikel/42/42624/

[1]
http://www.opednews.com/articles/Memorandum-For-Angela-Mer-by-Coleen-Rowley-Angela-Merkel_Ukraine_Ukraine_Veteran-Intelligence-Professionals-For-Sanity-140831-791.html

Artikel URL: http://www.heise.de/tp/artikel/42/42680/Copyright © Telepolis, Heise Zeitschriften Verlag

ZDF Endlich Klartext zur Kriegshetze der NATO, Merkel&Gauck, Ukraine – sehr wichtig

September 5, 2014

Endliche eine intelligente Diskussion mit vernünftigen Menschen – soll ich’s Götterdämmerung nennen? Danke an Herrn General a.D. Kujat für seine deutlichen Worte und an Herrn Precht für die kritischen Fragen.
UNBEDINGT ANSEHEN UND WEITER VERBREITEN

Holländische Bürger entschuldigen sich bei Präsident Putin für die Kriegshetze ihrer Lügenmedien

September 3, 2014

Sehr geehrter Herr Präsident Putin,

hiermit möchten wir uns im Namen eines Teils niederländischer Bürger für unsere Regierung und unsere Medien entschuldigen. Die Wahrheit wird verdreht um Sie und Ihr Land in ein schlechtes Licht zu rücken.

Machtlos müssen wir zusehen wie der Westen, unter der Führung der Vereinigten Staaten, Russland der Aktivitäten beschuldigt an denen sie selber beteiligt sind. Das planmäßige Messen mit zweierlei Maß ist verwerflich. Der Westen verurteilt ohne genügend Beweise zu erbringen. Wie Sie, ohne Beweise, verurteilt werden für das Verüben von sogenannten Verbrechen, ist eine äußerst freche und anstößige Angelegenheit.

Sie haben uns, während des Syrien-Konflikts, vor einem Weltkrieg gerettet. Der Gasangriff auf syrische Bürger wurde Assad in die Schuhe geschoben, obwohl Al-Qaida-ähnliche-Typen, trainiert und bewaffnet von den Vereinigten Staaten und bezahlt von Saudi-Arabien, diesen Massenmord auf ihrem Gewissen haben. Hiermit hoffte der Westen, dass die Welt sich gegen Assad wenden und ein Angriff auf das Land gutheißen würde.

Nicht lange danach haben westliche Organisationen die Opposition der ukrainischen Regierung aufgebaut, bewaffnet und trainiert um die Regierung zu stürzen. Die neuen Machthaber wurden durch den Westen in Windeseile anerkannt. Dieser neuen Regierung wurde von unserem Steuergeld Kredite als Belohnung vergeben, um sie damit zu verpflichten.

Die Bevölkerung der Krim war damit nicht einverstanden und zeigte das mittels friedlicher Demonstrationen. Gewalt, angewendet von anonymen Heckenschützen und später durch die ukrainische Armee hat dazu geführt, dass die Bewohner der Krim sich von der Ukraine trennen wollten. Ob Sie nun die Separatisten unterstützt haben oder nicht, es steht unserer Regierung nicht zu, Ihnen deshalb Vorwürfe zu machen.

Russland wird zu Unrecht, ohne Untersuchung und lückenlose Beweise, der Lieferung eines Waffensystems beschuldigt, das womöglich ein Passagierflugzeug abgeschossen hat. Aus oben genannten Gründen meint unsere Regierung Russland mit Sanktionen zu belegen.

Wir wache Niederländer, die diese Propaganda der westlichen Medien und die Lügen unserer Politiker durchschauen und ablehnen, wollen uns hiermit bei Ihnen entschuldigen. Es ist leider so, dass unsere Medien jede Art gesunder und unabhängiger Kritik verloren haben, und nur berichten was die Politik vorschreibt. Dadurch haben die Bürger des Westens ernsthafte Probleme die Wahrheit zu erkennen, und versäumen so die Möglichkeit ihren Politikern bei den Wahlen einen Denkzettel zu verpassen.

Sehr geehrter Herr Präsident Putin, wir hoffen auf Ihre Weisheit. Wir wollen Frieden. Wir sehen, dass die westliche Politik gegen ihre Bürger und für einen Plan für eine Neue Weltordnung arbeitet. Das Vernichten von souveränen Staaten und das Töten von unzähligen Millionen Menschen ist für unsere westlichen Weltführer anscheinend das Opfer das dargebracht werden muss, um ihr Ziel zu erreichen. Wir, die Bürger der Niederlande wollen Gerechtigkeit und Frieden, auch mit Russland.

Wir wollen Ihnen hiermit deutlich machen, dass die niederländische Regierung nur für sich spricht. Wir hoffen mit dieser Erklärung unseren Anteil beitragen zu können, um die steigende Spannung zwischen unseren Staaten zu entschärfen.

Hochachtungsvoll,

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brief-putin-de

Der nächste Maidan findet in St. Petersburg im September statt

August 27, 2014

Evgeny Fedorov (eafederov.ru)

Poznavatelnoe.tv

Eugen Alexejewitsch (Berater und Abgeordneter der Duma)

Die orangene Intervention gegen Russland hat bereits begonnen!

Aus der Sicht der Vereinigten Staaten hat in Russland eine orangene Revolution oder Intervention begonnen. Sie hat vor etwa einem Monat begonnen.

Seit wann?

Seit den Diskussionen über die Wahlen in St. Petersburg.

Ich erkläre das: es ist schon klar, dass die Amerikaner eine Schlag gegen Russland mit einem Schlage gegen St. Petersburg beginnen. Das heißt, sie werden ihren ersten Schlag dort im September landen während der Gouverneurswahlen.

Wollen Sie sagen, sie wollen dort ihren Gouverneur installieren?

Nein, sie brauchen nicht einfach ihren Gouverneur, sie brauchen ganz Russland und nicht nur St. Petersburg. Sie haben berechnet, das St. Petersburg das schwache Glied ist. Eine verwundbare Stelle. Eine Offensive fängt normalerweise mit einem Angriff auf die schwächste Stelle an.

Warum ist es die schwächste Stelle?

Traditionell ist St. Petersburg die Stadt mit der stärksten Opposition. Der Anteil der Opposition in Moskau liegt bei etwa 30%, in St. Petersburg etwa 40%. Es gibt dort das Potential, das Gleichgewicht der Macht, liberale Ansichten und so weiter. Das hat Tradition. Nun, es ist kein Zufall das “Petersburg” der Geburtsort von drei russischen Revolutionen war! Es ist westlicher, würde ich sagen. Dort ist eine bestimmte Mentalität entstanden. Es gibt dort eine bessere und stärkere Stellung oder Basis. Und zweitens ist einen Stadt von großem symbolischem Wert. Das ist Putins Stadt! Anders gesagt, ein Schlag gegen Putin durch “Petersburg” wie ein Schlag gegen Russland durch die Ukraine. Und die Amerikaner wissen das. Vor zwei bis drei Wochen hielt der US-Botschafter in einem der Moskauer Theater ein geschlossenes Treffen ab, auf dem er offen sagte das der erste Schlag in St- Petersburg erfolgen wird, während der Wahlen im September. Das ist schon in Vorbereitung. Ich weiß dass die Amerikaner für Dmitrieva arbeiten, über die fünfte Kolonne.

Was bedeutet dieser Schlag? Wie wird er aussehen?

Wird der Maidan tatsächlich in St. Petersburg beginnen?

Nein, das ist nur einen Probe.

Sehen sie, wenn wir von der orangenen Intervention oder Revolution reden, obwohl es passender wäre “eine Intervention” dazu zu sagen, eine Revolution ist ein innerer Prozess während eine Intervention von außen kommt. Es ist eine Art von Invasion, wie eine Landung, oder wie eine Invasion fremder Truppen in einem Krieg. Das ist eine Art des Eindringens, die die schwächsten Stellungen angreift wo der Boden am besten bereitet ist. Die Amerikaner sammeln ihre Kräfte für die orangene Intervention in bestimmten Gebieten. Sie haben Orte festgelegt für eine Intervention. Sie haben St. Petersburg als ersten Ort gewählt. Der Prozess hat begonnen. Der Prozess wird unterstützt, die ganze Geschichte mit der frühen Wahl in St. Petersburg ist kein Zufall. Da ist auf der einen Seite die fünfte Kolonne in Russland, die mitspielt und auf der anderen Seite der Druck von “jenseits der Straße”. Die gehören zusammen. Sie haben dies schwache Glied ausgesucht, eine relativ schwache Stelle.

Was heißt das?

Zuerst werden sie so viel Geld in die Wahlen in St. Petersburg stecken wie all die Kandidaten nur ausgeben können. Sie werden allen Kandidaten Geld geben nur nicht Poltavchenko. Anders gesagt, sie werden jeden beliebigen Betrag bieten. Wohlgemerkt, sie werden nicht verlangen, die Ideologie zu ändern. (Sondern nach dem Motto:) Hier sind die (Geld)Säcke, macht damit was ihr wollt. Das ist der erste Faktor. Der zweite Faktor. Sie werden die gleichen ausgebildeten jungen Leute nach Petersburg schicken, die gleichen Kämpfer die sie für die Ukraine vorbereitet haben. Wenn nötig geben sie ihnen russische Pässe. Die Gesamtzahl der Kämpfer in Russland, die von den Amerikanern vorbereitet wurden reicht von 50 -100 Tausend. Auf Basis der Ukraine. Natürlich, sie könnten sie nicht herauspicken, (denn) sie sind Russen in reinster Form. Diese Leute werden nach Petersburg kommen und dort in großer Zahl Wohnungen mieten. Ihr Auftrag wird sein, Provokationen durchzuführen, wenn nötig militärische Provokationen.

Was bedeutet das alles?

Es bedeutet: Terroristische Aktivitäten!

Der Rechte Sektor hat wie sie wissen kein Problem mit terroristischen Aktivitäten.

Das stimmt!

Sie kennen keine moralischen Schranken. Wenn man ihnen in St. Peterburg Gewehre gibt hätten sie kein Problem damit aus einem Auto auf Menschen zu schießen. 50-100 Tausend, das ist wie ein friedlicher Anteil. Das heißt, sie können wenn nötigt mit Knüppeln bewaffnet werden. Und gleichzeitig spielt die fünfte Kolonne mit. Dmitrieva taucht in Petersburg auf und Navalny in Moskau, das war die Arbeit der fünften Kolonne. Die Arbeit der fünften Kolonne wird von oben organisiert und vorangetrieben aus Moskau. Nicht von unten, dort kam sie nicht durch die Barriere. Nur einige Beispiele: Das heißt selbst wenn die fünfte Kolonne aus der Spur gerät haben die Amerikaner etwas um sie zu ersetzen. Sie haben den Angriff schon begonnen! Das ist eine unmittelbare Antwort auf die BRICS Staaten, die Bildung einer Anti Amerikanischen Koalition und die Befreiungsbewegungen auf der Welt und die Offensive in der Ukraine wo die Rebellen die Invasoren in Donezk und Lugansk zurückgeschlagen haben. Das ist eine andere Art der Invasion in Russland. Die eine ist militärisch, die Andere nicht. Ein “orangenes” Interventions-Szenario ist überall gleich. Der jüngst ernannte US-Botschafter in Russland ist ein erfolgreicher Fachmann für solche Revolutionen. Er hat persönlich schon zwei solcher Umstürze angeleitet: in Georgien und in der Ukraine. Beide waren erfolgreich, beide Präsidenten wurden ersetzt. Für ihn ist das eine ziemlich erprobte Technik. Sogar für ihn persönlich. Insgesamt haben die Amerikaner zwanzig Interventionen dieses Typs durchgeführt, drei davon hat er persönlich angeleitet. Jetzt haben sie Petersburg als die Ausgangsbasis für die Invasion ausgewählt. Ihr nächstes Ziel ist es Petersburg zu destabilisieren, die Lage “durchzurütteln” und wenn möglich zur zweiten Runde des Plans zu gelangen. Die zweite Stufe ist ein bewaffneter Aufstand. Das steht schon fest. Wenn die zweite Stufe scheitert, dann gibt es gewaltige Straßenkämpfe, Provokationen, Kämpfe, kurz Destabilisierung. Das ist schon ziemlich klar.

Sie können ihrem Video einen neuen Titel geben: Die orangene Intervention gegen Russland hat bereits begonnen!

Eugen Alexejewitsch haben wir richtig verstanden, dass die USA auf innere Proteste in St. Petersburg setzt und nicht in Moskau?

Nein, sie zählen auf eine Reihe von Brennpunkten.

Nun, wenn sie 2012 versucht haben, in Moskau Massenproteste zu organisieren werden sie dasselbe auch in St. Petersburg versuchen?

Im Prinzip ja. Dieselbe Sache, nur mit neuer Technik!

Zuerst ist das der ukrainische Faktor: Hunderttausend Leute die eine Gehirnwäsche hinter sich haben. Die Propaganda dort verwandelt Menschen in Tiere. Ihre Position ist stärker geworden, falls sie es nicht bemerkt haben. Wissen sie, die Leute sehen zu und viele freuen sich über die Siege in der Ukraine. Das sind keine Siege!! Da gibt es einige taktische Gewinne, aber keine Siege. Noch vor sechs Monaten hatten wir ein neutrales Nachbarland. Jetzt haben wir ein Land mit über 40 Millionen Einwohnern das Russland mit militärischer Feindseligkeit gegenübersteht. Was für ein Sieg ist das? Und mehr noch sie haben eine russische Bevölkerung. Das ist ein Land, das für eine Invasion Russlands durch die orangenen Eindringlinge modernen Typs eine gute Basis darstellt. Vor sechs Monaten war das noch anders. Das heißt, das Machtgleichgewicht um Russland herum hat sich fundamental geändert. Geopolitisch haben wir eine schwere Niederlage erlitten. Gestern hatten wir keine Feinde und heute sieht unser Feind genauso aus wie wir selbst. Tatsächlich ist das ein klarer Sieg für die fünfte Kolonne. Sie hat politisch und militärisch gewonnen und von dort kann eine militärische Invasion Russlands starten. Das ist eine sehr gewaltige Veränderung der Lage. So war es nicht während der Moskauer Ereignisse. Da gäbe es einige Leute aus dem Baltikum, aus der Ukraine, aus der ganzen Welt. Aber sie hatten keine Basis für eine Invasion. Jetzt haben sie eine riesige Basis. Das ist eine grundsätzliche Veränderung der Lage! Ja wir sind jetzt besser vorbereitet… Das heißt, es wird großflächige Straßenkämpfe geben in St. Petersburg. Ich würde es keinen Krieg nennen, aber großflächige Straßenkämpfe. Wir können schon vorhersagen, dass das im September passieren wird. Das heißt nicht dass die Amerikaner ganz Russland gewinnen. Sie werden ein Sprungbrett schaffen, für eine Invasion in Moskau nächstes Jahr.

Also selbst wenn sie verlieren werden sie “Lärm schlagen”?

Nein, sie werden sicher verlieren. Es ist nötig das politische System zu verstehen. Formal betrachtet werden sie sicher keinen Amerikaner wählen. Das ist klar und sie setzen sich das nicht zum Ziel. Ihr Ziel ist es die Destabilisierung anzufangen. Da können wir einer ganzen Liste vorlegen. Zum Beispiel werden sie die Wahlen in St. Petersburg zur Fälschung erklären. Ganz bestimmt! Was auch geschieht, sie werden verkünden, die Wahlen seien gefälscht. Sie werden Unruhen organisieren, unter diesem oder einen anderen Vorwand. Das ist ihr Handlungsgerüst. Wenn diese dritte Revolution für den US-Botschafter ein Erfolg sein soll, dann wird sie genauso wie die vorangehenden. Es wird das kraftvolle Werk der fünften Kolonne. Polizisten werden sich in St. Petersburg eigenartig verhalten, städtische Vertreter, Bezirkschefs beispielsweise die auf einmal gegen den Gouverneur kämpfen werden, dem sie unterstellt sind. Das ist alles die Tarnung für dieses System der Invasion. Es wird ein ganzes Bündel seltsamer Geschichten geben. Wie auch immer, sie sind nur dann eigenartig, wenn man den Kopf in den Sand steckt. Und das ist die Linie, die sie heute verfolgen, als würde nichts geschehen. Kein Wettbewerb, nichts dergleichen. Aber wenn man sich das Ganze im Zusammenhang des globalen Wettbewerbs betrachtet dann sind eine Invasion Russlands und eine Zerstörung der russischen Bevölkerung und des Staates absolut logische Dinge. Dann ist die Invasion unterteilt in Elemente und Stufen. Die erste ist, ich wiederhole St. Petersburg. Das ist bereits klar. Darum glaube ich dass die NLM (nationale Befreiungsbewegung) die Mobilisierung erklären wird, ein Unterstützungsprogramm für unsere Abteilung der NLM in St. Petersburg, die sich natürlich erheben wird um ihre Stadt vor den fremden Invasoren zu schützen. Das ist klar.

Eugen Alexejewitsch sie haben gesagt, die Polizei wird anfangen sich eigenartig zu benehmen, aber es ist klar, dass sie unter Befehl stehen.

Es gibt verschiedene Arten Polizei. Einige werden sich seltsam verhalten andere nicht. Aber man wird eigenartige Dinge sehen. So haben sie es in Kiew gemacht. Niemand hat Befehle erteilt. beispielsweise.

Das ist es was ich meine. Die Polizei in Kiew hat sehr seltsam reagiert. Am Schluss haben sie beschlossen die Befehle zu ignorieren, aber es war zu spät. Heißt das wir können nichts aus dieser Geschichte lernen?

Versuchen wir, Mascha, ihre Frage zu beantworten. Die Tragödie in Kiew ist einige Monate her und endete im März. Hat irgendwer sie in Russland analysiert? Haben sie das von irgendjemand bemerkt? Irgendeine Talk-Show? Ich mache das natürlich, aber ich rede von den offiziellen Medien, den Vertretern der Macht.

Nein! Mit anderen Worten, da entfaltet sich eine riesige Katastrophe die zum Tod von Zehntausenden führt. Und niemand, nicht eine einzige Talk-Show versucht das zu analysieren? Ja, natürlich, Talk-Shows sind dumm. Es ist völlig offensichtlich, dass die Analyse der Situation in der Ukraine von Russland verhindert wird. Es ist nicht erlaubt.

Wer erlaubt es nicht?

Dieselben Spieler, die dieses Drehbuch für Moskau vorbereiten für den Rest von Russland und St. Petersburg. Das ist die fünfte Kolonne in der Regierung, die genug Macht hat eine Analyse der Lage zu verhindern. Wir werden daran gehindert Informationen zu vermitteln. Die NLM führt offensichtlich eine Analyse durch, aber wir werden blockiert. Es wird nicht erlaubt die Analyse an die Medien zu geben. Unsere Aktivisten werden in den Regionen behindert wo sie versuchen Losungen zu verbreiten. Es wird ihnen nicht einmal erlaubt sie zu diskutieren!

Ich möchte jetzt sagen was wichtig ist in einer orangenen Intervention.

Die Hauptsache in einer orangenen Intervention sind nicht die Militanten sondern die Arbeitsweise der fünften Kolonne in den Strukturen der Macht. Beispielsweise wenn Offizielle, Generäle, Geschäftsleute und Herausgeber von Medien plötzlich anfangen ihre Positionen zu ändern. Wörtlich von einem Tag auf den anderen sie drehen um 180Grad und folgen einer anderen Linie – nicht der der sie bis zu jenem Tag gefolgt sind und der zu folgen sie einem Regierungsvertreter oder sonst jemand versprochen haben. Das sind die Veränderung und die Technik, solche Veränderungen vorzubereiten.

Wie geht die Kommunikation, die die Behördenvertreter dazu bringt ihr Heimatland zu verraten?

An jedem bestimmten Punkt gibt es einen genauen Plan. Und der zweite Punkt. Dieser Plan der in den Vereinigten Staaten erstellt wurde, sorgt für hunderte Sorten kleinen Verrats, die in der Summe ein bestimmtes Ergebnis erzielen. Ein höherer Staatsbeamter geht nicht auf den zentralen Platz und ruft: Ich bin ein Verräter! Obwohl wir das in der Ukraine gesehen haben. Erinnern sie sich an die Geschichte mit dem Leiter der Grenzwachen der sagte, er würde seinen Kommandeur niederschlagen, wenn dieser die Befehle der Vereinigten Staaten nicht ausführen würde. So, dort gäbe es offenen Verrat. Aber der überwiegende Anteil, 99% des Verrats, war verborgen. Beispielweise, ein General, der eine bestimmte Einrichtung schützen sollte taucht nicht auf. Er sagte: Ich habe verschlafen. Als ob, nun ja, er verschlief… Schwer zu verstehen. Vielleicht wird er dafür gerügt. Anscheinend hat er keinen Verrat begangen, aber es fügt sich in den Plan des Verrats, und sein “Verschlafen” ist ein Teil des Plans. Er verschlief zu richtigen Zeit am richtigen Ort und Zeit und Ort wurden von der besonders ausgebildeten Truppe genutzt, die wusste dass er verschlafen würde. Das ist ziemlich klar, oder? Das ist die Technik und sie wird nicht analysiert. Es ist verboten sie zu untersuchen. Das heißt, es ist hundertprozentig hier in Arbeit. Dieselben Leute! Eine Methode, gegen eine orangene Intervention zu kämpfen ist eine Untersuchung dieser Technik. Eine Analyse die nicht gemacht wird! Weder die Gesellschaft, noch die Staatsdiener, noch die Polizei sind darauf schon vorbereitet. Ganz und gar nicht! Wenn keiner das analysiert, dann ist natürlich auch keine Vorbereitung. Andernfalls gäbe es einen Bereitschaft und Verständnis um sich gegen Verrat im Falle des “verschlafenen Generals” zu schützen, ist es besser zwei Generäle vorzuwarnen, der eine wird verraten und der zweite wird rechtzeitig auftauchen. Sie verstehen das, oder? Es gibt verschiedene Methoden des Kampfes, aufgrund eines Übergewichts der Macht. Daher ist Geheimhaltung ein wichtiger Bestandteil dieses Verrats. Diese Technik ist nicht wirklich verborgen, es ist nur verboten sie zu studieren und zu untersuchen. Sie unterdrücken das absichtlich. In dem Moment in dem sie angefangen die Techniken der ausländischen Intervention in der Ukraine zu vertuschen, können wir sicher sein das dasselbe für Russland vorbereitet wird. Die Vertuschung selbst ist schon die erste Phase der Vorbereitung.

Welche anderen Städte außer St. Petersburg sind beteiligt?

Der erste Schlag erfolgt in St. Petersburg, aber es wird mehrere Unterstützung angriffe geben in Kaliningrad, im fernen Osten im Kaukasus durch Terrorismus und auf der Krim. Das sind die Hauptpunkte, die die Amerikaner gewählt haben. Und natürlich werden sie versuchen in Moskau einzugreifen. Sie versuchen es gerade im Ural, nebenbei. Die Amerikaner haben sich in Yekatarinenburg eine solche Basis geschaffen. Ich meine eine Basis für eine Invasion.

Wird all das gleichzeitig im September passieren?

Darauf einigen sie sich natürlich!

Die Kräfte der nationalen Befreiung, die ihnen widerstehen werden sollen sich nicht an der Stelle sammeln dürfen, oder?

Ihr Ziel ist es zu verhindern, dass die Kräfte der nationalen Befreiung sich durchsetzen können. Die nationalen Befreiungskräfte sind stark genug, aber sie haben keinen Zugang zu den entscheidenden Strukturen in der Regierung. Da gibt es Putin, aber trifft nicht die Entscheidungen. Die Entscheidungen der Regierung werden von den Offiziellen der zweiten Reihe getroffen, die von den USA kontrolliert werden. Sie sorgen dafür, dass Putins Befehle nicht durchdringen. Wir sehen es überall. Nehmen wir mal die Rückholung der Unternehmen. Sie arbeiten direkt für die Amerikaner. Das sind die höchsten Regierungsvertreter und die in der zweiten Reihe.

Warum arbeiten sie für die Amerikaner?

Die Amerikaner haben sie ausgewählt und auf ihre Positionen befördert aufgrund ihrer Ansichten. Liberaler Ansichten beispielsweise. Sie werden durch Drohungen und Korruption in das System integriert. Beispielsweise, die Amerikaner bieten Schutz und Abdeckung bei irgendwelchem kompromittierendem Material. Wenn sie den Amerikanern nicht zu Diensten sind gehen sie ins Gefängnis. Ins Gefängnis hier in Russland. Nicht nur Polizisten der fünften Kolonne, auch ehrliche Polizisten. Nehmen wir mal an ein ehrlicher Polizist hat Material über einen korrupten Beamten erhalten. Daher ist er verpflichtet ihn zu verhaften. Man könnte ihm sogar Geld geben es zu tun. Also warum ihn nicht verhaften, oder? Was aber wenn das Material über diese Korruption der Grund war, der Hauptgrund warum dieser Beamter diese Stellung erhielt? Das sind die Techniken. Manche haben Kinder im Ausland… man stelle sich vor, das Kind wird irgendwo in London festgenommen. Das ist härter als die Einziehung von Vermögen. Sie können es überleben wenn ihre Paläste eingezogen werden, aber die Verhaftung eines Kindes, das ist eine andere Sache. Wenn dieses Kind in Amerika festgenommen wird, könnte ihm die Todesstrafe drohen und in London lebenslängliche Haft. So! Dieser Beamte wurde gerade rekrutiert.

So gibt es einen Satz von Methoden für diese Arbeit. Das sind die Hauptelemente einer orangenen Revolution. Nicht einmal die 100Tausend Kämpfer!

Das Hauptelement der orangenen Revolution ist die fünfte Kolonne in den Strukturen der Macht. Sie werden ihr Land Stück für Stück verkaufen. Sie werden es schrittweise verkaufen, nach einem Plan der in der Vereinigten Staaten entwickelt wurde.

Das Ziel, das die Amerikaner für die Bürgermeisterwahlen in St. Petersburg gesetzt haben ist, einen Ideologen aufzubauen und an den Start zu bringen der Putin stürzen kann. Diese entwickelte Schema lässt sich auf alle russischen Bürger anwenden: im Fernsehen, im öffentlichen Raum etc. Auf der nächsten Stufe, nächstes Jahr oder vielleicht etwas später wird das ermöglichen, das ganze Land in Brand zu setzen.

Das ist wie mit Fallschirmjägern die abspringen und einen Brückenkopf errichten. Militärisch gesprochen entscheidet ein Brückenkopf nicht das Ergebnis eines Krieges, aber bereitet die allgemeine Offensive vor. Dafür ist St. Petersburg. Wir nehmen die Situation in Petersburg sehr ernst. Das heißt nicht dass sie gewinnen, weil der Sieg die Befreiung von St. Petersburg von Putin nicht das Ziel ist. Das tatsächliche Ziel ist, die allgemeine Offensive von St. Petersburg aus zu starten.

Verstanden!

Aus der Quelle von:

Evgeny Fedorov (eafederov.ru)

Poznavatelnoe.tv

Eugen Alexejewitsch (Berater und Abgeordneter der Duma)

Sergej Glazjew – Putins Berater und Wirtschaftsminister – erläutert die Perspektiven der russischen Eurasienpolitk

August 24, 2014

Bearbeitetes Transkript der deutschen Untertitel des Videos

Interview vom 24. Juli 2014

“Die Welt bewegt sich heute durch eine ganze Reihe einander überlagernder zyklischer Krisen. Die ernsteste davon ist eine technologische Krise, die mit Veränderungen in der Wellenlänge der wirtschaftlichen Entwicklung verbunden ist.

Das ist eine Periode, in der die Wirtschaft ihre Struktur ändert. Jene wirtschaftliche Struktur, welche die letzten 30 Jahre lang das Wirtschaftswachstum angetrieben hat, ist erschöpft.

Wir brauchen einen Übergang in ein neues technologisches System. Diese Art des Wandels ist, unglücklicherweise, immer durch einen Krieg erfolgt. So war es in den 1930er Jahren, als die Weltwirtschaftskrise in einen Rüstungswettlauf überging und dann in den zweiten Weltkrieg.

So war es während des kalten Kriegs, als ein Rüstungswettlauf im Weltraum komplexe Informations- und Kommunikationstechnologien aufgebracht hat, die zur Grundlage einer technologischen Struktur wurden, welche die Weltwirtschaft in den letzten 30 Jahren angetrieben hat.

Heute stehen wir vor einer solchen Krise. Die Welt bewegt sich in ein neues technologisches System. Dieses neue System ist humanitärer Natur und könnte also Krieg vermeiden, da die Hauptträger des Wachstums auf dieser Welle humanitäre Technologien sind.

Das schließt Gesundheitsdienste und pharmazeutische Industrie mit ein, die auf Bio-Technologien beruhen. Sie schließen auch Kommunikationstechnologien mit ein, die auf Nanotechnologie beruhen und gerade vor dem Durchbruch stehen.Und sie schließen Wissenstechniken mit ein, die eine neue Summe menschlichen Wissens definieren.

Wenn wir im Stande wären, ein wechselseitiges Entwicklungsprogramm aufzulegen, wie es Präsident Putin ständig vorgeschlagen hat, eine allgemeine Entwicklungszone mit Handelserleichterungen von Lissabon bis Wladiwostok, wenn wir mit Brüssel übereinkommen könnten, einen gemeinsamen Wirtschaftsraum, eine gemeinsame Entwicklungszone zu schaffen, könnten wir genug Projekte finden, die Durchbrüche erzielen könnten – von der Gesundheit bis hin zur Abwehr von Bedrohungen aus dem Weltall – um unser wissenschaftliches und technisches Potential zu verwirklichen und eine beständige Nachfrage durch den Staat zu schaffen, der dem neuen technologischen System den nötigen Schub geben würde.

Wie auch immer, die Amerikaner bleiben auf dem üblichen Pfad. Um ihre Führung in der Welt zu halten, entfachen sie einen weiteren Krieg in Europa. Ein Krieg in Europa ist immer gut für die Amerikaner. Sie nennen sogar den zweiten Weltkrieg, der in Europa und Russland 50 Millionen

Menschenleben forderte, einen guten Krieg.

Er war gut für Amerika, weil die USA aus diesem Krieg als Weltführungsmacht hervorgingen. Der kalte Krieg, der mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion endete, war für sie genauso gut. Jetzt wollen die USA erneut ihre Führung auf Kosten Europas halten.

Das wird durch den schnellen Aufstieg Chinas bedroht.

Die Welt bewegt sich heute in noch einem anderen Zyklus, diesmal einem politischen. Dieser Zyklus dauert Jahrhunderte und ist mit Veränderungen in den globalen Institutionen verbunden, die die Wirtschaft regeln.

Wir bewegen uns von einem amerikanischen Zyklus der Kapitalakkumulation in einen asiatischen. Das ist eine weitere Krise, die die amerikanische Hegemonie bedroht.

Um seine führende Position angesichts des Wettbewerbs mit dem aufsteigenden China und anderen asiatischen Ländern zu halten, fangen die Amerikaner einen Krieg in Europa an. Sie wollen Europa schwächen, Russland in Stücke brechen und den gesamten eurasischen Kontinent unterwerfen.

Das heißt, an die Stelle der Entwicklungszone von Lissabon bis Wladiwostok, die Präsident Putin vorschlägt, wollen die USA einen chaotischen Krieg setzen, ganz Europa vom Krieg verschlingen lassen.

Sie halten das für den einzigen Weg, ihre Hegemonie in der Welt zu halten und China zu schlagen. Unglücklicherweise scheint die amerikanische Geopolitik, die wir auf unseren Bildschirmen sehen, direkt aus dem 19ten Jahrhundert zu stammen. Sie denken in den Begriffen der geopolitischen Kämpfe des britischen Empire: Teile und herrsche! Bringe die Nationen gegeneinander in Stellung, verwickle sie in Konflikte und beginne einen Weltkrieg! Die Amerikaner setzten unglücklicherweise diese alte britische Politik fort, um ihre Probleme zu lösen.

Russland wurde zum Opfer dieser Politik erkoren, während das ukrainische Volk die Waffe der Wahl und das Kanonenfutter für den neuen Weltkrieg darstellt.

Zuerst haben die Amerikaner die Ukraine lange Zeit ins Visier genommen, um sie von Russland zu trennen. Diese Taktik stammt aus den Zeiten Bismarcks. Diese europäische, anti-russische Tradition hatte das Ziel, die Ukraine von Russland zu trennen und sie in Konflikte zu stürzen, um so die Kontrolle über den ganzen eurasischen Raum zu erreichen.

Diese Idee wurde zuerst von Bismarck formuliert, dann von den Briten aufgegriffen, und zuletzt, durch den wichtigsten amerikanischen Politikwissenschaftler Zbigniew Brzezinski, der bei vielen Gelegenheiten sagte, Russland könne ohne die Ukraine keine Supermacht sein, und dass es Amerika und dem Westen nütze, beide gegeneinander in Stellung zu bringen.

Während all den vergangenen 20 Jahre haben die Amerikaner den ukrainischen Nazismus gezüchtet, der gegen Russland zielt. Wie Sie wissen, haben die USA die Überreste der Bandera-Truppen nach dem zweiten Weltkrieg aufgenommen. Zehntausende ukrainischer Nazis wurden nach Amerika gebracht, dort gut gehegt und gepflegt, die ganze Nachkriegszeit hindurch. Diese Welle von Einwanderern flutete über die Ukraine nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion.

Also, indem sie ständig auf die Ukraine zielen, wollen sie diese von Russland entfernen. Das ist ihr Hauptziel. Die Idee einer östlichen Partnerschaft war ein Köder. Diese wurde zuerst von den Polen ins Spiel gebracht und dann von den Amerikanern aufgegriffen.

Kernpunkt der östlichen Partnerschaft, deren erstes Opfer Georgien wurde, nun auch die Ukraine und bald auch Moldawien, ist die Trennung der Verbindung mit Russland.

Wie Sie wissen, bauen wir an der Zollunion und einem gemeinsamen Wirtschaftsraum mit Weißrussland und Kasachstan, dem sich Kirgistan und Armenien bald anschließen werden. Die Ukraine ist unser langjähriger Partner. Die Ukraine befindet sich immer noch im Ratifikationsverfahren dieser Vereinbarung mit Russland, die bisher niemand in der Ukraine abgesagt hat.Die Ukraine ist wichtig für uns, als Teil unseres Wirtschaftsraums und wegen unserer jahrhundertelangen Verbindungen und Zusammenarbeit. Unser wissenschaftlicher und industrieller Komplex ist als ein Ganzes entstanden; daher ist die Teilnahme der Ukraine an der eurasischen Integration ganz natürlich und bedeutend.

Die östliche Partnerschaft wurde erfunden, um die Ukraine von der Teilnahme am eurasischen Integrationsprojekt abzuhalten. Die östliche Partnerschaft bedeutet, eine Assoziierung mit der europäischen Union zu schaffen.

Was ist das für eine Assoziation, die Poroschenko mit den Führern Europas unterzeichnet hat? Es ist die Umwandlung der Ukraine in eine Kolonie. Mit der Unterzeichnung dieser Assoziation verliert die Ukraine ihre Souveränität. Sie übergibt die Kontrolle über die Regulierung ihres Handels, ihrer Zölle, ihrer Technologien, ihrer Finanzen und ihrer Daseinsvorsorge an Brüssel.

Die Ukraine hört wirtschaftlich und politisch auf, ein unabhängiger Staat zu sein. In diesem Assoziationsabkommen wird klar gesagt, dass die Ukraine Juniorpartner der europäischen Union ist.Die Ukraine muss der gemeinsamen Verteidigungs- und Außenpolitik der EU folgen. Die Ukraine ist verpflichtet, an der Lösung regionaler Konflikte unter der Führung der EU teilzunehmen.

So macht Poroschenko aus der Ukraine eine Kolonie der EU und zieht die Ukraine in einen Krieg mit Russland, als Kanonenfutter, mit der Absicht, einen Krieg in Europa zu entzünden.

Das Ziel des Assoziierungsabkommens ist, den europäischen Ländern zu erlauben, die Ukraine bei der Befriedung regionaler Konflikte zu kontrollieren. Was im Donbass stattfindet, ist ein regionaler bewaffneter Konflikt. Das Ziel der Amerikaner ist es, so viele Opfer wie möglich zu schaffen. Die ukrainische Nazijunta ist ein Instrument dieser Politik. Sie begehen hirnlose Untaten und Verbrechen, bombardieren Städte, töten Zivilisten, Frauen und Kinder und zwingen sie, ihr Heim zu verlassen, nur um Russland zu provozieren und ganz Europa in einen Krieg zu ziehen. Das ist Poroschenkos Mission. Das ist, warum Poroschenko jede Friedensverhandlung verweigert und alle Friedensverträge blockiert. Er deutet jede Aussage Washingtons über Deeskalation des Konflikts als Befehl, ihn anzuheizen.

Alle Friedensgespräche, die auf internationaler Ebene stattgefunden haben, brachten eine neue Welle der Gewalt. Wir müssen verstehen, dass wir es mit einem Nazi-Staat zu tun haben, der eisern zum Krieg gegen Russland entschlossen ist und die allgemeine Mobilmachung erklärt hat.

Die gesamte männliche Bevölkerung zwischen 18 und 55 wird unter Waffen genommen. Jene, die nicht gehorchen wollen, kommen 15 Jahre ins Gefängnis. Diese kriminelle Nazi-Herrschaft macht die ganze ukrainische Bevölkerung zu Verbrechern.

Wir haben ausgerechnet, dass die EU etwa eine Billion Euro durch die Sanktionen verliert, die ihnen durch die Amerikaner auferlegt wurden. Das ist ein ungeheurer Betrag. Die Europäer spüren schon die Verluste. Es gibt schon einen Rückgang der Warenverkäufe nach Russland. Deutschland verliert etwa 200 Milliarden Euro.

Unsere erbittertsten Freunde aus den baltischen Staaten erleiden die höchsten Verluste. Der Schaden für Estland wird sein gesamtes BIP überschreiten. Der Schaden für Lettland wird die Hälfte seines BIP sein. Aber das hält sie nicht ab. Die europäischen Politiker folgen den Amerikanern, ohne sich zu fragen, was sie tun. Sie schaden sich selbst, indem sie Nazismus und Krieg provozieren.

Ich habe schon gesagt, dass Russland und die Ukraine die Opfer dieses Krieges sind, der von den Amerikanern angefacht wird. Aber auch Europa ist ein Opfer, weil dieser Krieg gegen die europäische Wohlfahrt gerichtet ist und Europa destabilisieren soll. Die Amerikaner erwarten, dass der Abfluss europäischen Kapitals und europäischer Intelligenz weitergeht. Darum setzen sie ganz Europa in Brand. Es ist merkwürdig, dass die Führer Europas dabei mitmachen.

Reden wir über Druck seitens der NATO und des alten Europa. Die USA setzen die NATO-Länder sehr unter Druck. Die Französische Bank leidet darunter. Hofft Russland darauf, dass Westeuropa dem Druck widersteht und im Stande ist, eine unabhängige Politik zu entwickeln? Wir sollten nicht nur darauf hoffen; wir müssen mit europäischen Führern einer neuen Generation arbeiten, die frei sind vom amerikanischen Diktat. Tatsache ist, dass in den Jahren des kalten Krieges in Europa eine antisowjetische politische Elite geformt wurde. Die wurde dann sehr schnell anti-russisch. Trotz der dramatisch ausgeweiteten Wirtschaftsverbindungen und ungeheuren gemeinsamen Wirtschaftsinteressen zwischen Europa und Russland beruht diese Russophobie immer noch auf der Feindschaft mit der Sowjetunion und ist noch immer in den Köpfen vieler europäischer Politiker.

Es müsste eine neue Generation pragmatischer europäischer Politiker an die Macht kommen, die ihre eigenen nationalen Interessen verstehen. Heute sehen wir in Europa Politiker, die gegen ihre nationalen Interessen handeln. Grund dafür ist vor allem, dass Deutschland – Maschine des europäischen Wachstums – noch immer ein besetztes Land ist. In Deutschland stehen immer noch amerikanische Truppen, und jeder deutsche Kanzler leistet einen Treueeid, den Vorgaben der amerikanischen Politik zu folgen. Diese Generation europäischer Politiker hat darin versagt, das Joch der amerikanischen Besatzung abzuwerfen.

Obwohl es die Sowjetunion nicht mehr gibt, folgen sie Washington wie besessen bei der Erweiterung der NATO und dabei, neue Gebiete unter ihre Kontrolle zu bringen – obwohl sie schon ‚allergisch‘ sind gegen die neuen osteuropäischen Mitglieder der EU.

Die europäische Union platzt bereits aus den Nähten, aber das hält sie nicht davon ab, ihre aggressive Erweiterung in das post-sowjetische Gebiet weiter fortzusetzen. Die neue Generation wird, hoffentlich, pragmatischer sein.

Die letzten Wahlen zum EU-Parlament haben gezeigt, dass sich nicht alle Bürger Europas von dieser falschen pro-amerikanischen, anti-russischen Propaganda und dem ununterbrochenen Strom von Lügen irreführen lassen, der sich ständig über die Köpfe der unglücklichen Europäer ergiesst. Die traditionellen europäischen Parteien haben bei den jüngsten Wahlen zum EU-Parlament verloren. Je öfter und je eindringlicher wir die Wahrheit sagen, desto stärker wird die Reaktion sein. Denn was in der Ukraine geschieht, ist die Wiederbelebung des Nazismus. Europa kann durch die Lektionen des zweiten Weltkriegs die Zeichen dieser Wiederbelebung des Nazismus erkennen.

Wir müssen diese historische Erinnerung wieder erwecken, damit sie die ukrainischen Nazis sehen, die jetzt in Kiew an der Macht sind, die Anhänger (Stepan) Banderas, (Roman) Schuchewytschs (Pseudonym Taras Tschuprynka) und anderer Nazi-Kollaborateure. Die Ideologie der gegenwärtigen ukrainischen Machthaber wurzelt in der Ideologie der Komplizen Hitlers, welche die Juden bei Babyn Jar (nahe Kiew) erschossen, in Katyn Ukrainer und Weißrussen verbrannten und alle ohne ethnische Unterschiede vernichteten. Dieser Nazismus erhebt sich heute.

Die Europäer müssen in dieser schrecklichen Konfrontation ihren eigenen Tod erkennen. Ich hoffe, dass wir, wenn wir beharrlich die Wahrheit sagen und sie jedem bringen, der sie wissen will, es schaffen, den in Europa drohenden Krieg aufzuhalten.

Vor allem müssen wir diese äußeren Abhängigkeiten beenden. Unglücklicherweise hängt das russische Finanzsystem heute sehr von ausländischem Kapital ab. Nicht tatsächlich, aber formell ausländischem. Wir haben uns, mit unserer offenen Wirtschaft, anfänglich auf ausländische Investitionen verlassen. Es endete damit, dass unsere eigenen Investoren ins Ausland gingen. Jedes Jahr verlieren wir praktisch 100 Milliarden Dollar, unversteuert, an die Offshore-Zonen. Nur einen kleinen Teil dieses Geldes, das unter dem Mantel der ausländischen Investition Russland verlässt, erhalten wir zurück.

Wir müssen unser eigenes, unabhängiges Finanz- und Geldsystem schaffen, das es uns erlaubt, uns auf die eigene Stärke zu verlassen und der Wirtschaft so viele Ressourcen zur Verfügung zu stellen, wie es zum Wachstum braucht.

Wir müssen dem Abfluss von Kapital beenden und die Kontrolle über Banken und Währung verstärken, um dieses verrückte off-shoring unserer Wirtschaft zu beenden.

Wir müssen unsere Möglichkeiten zur strategischen Planung und für langfristige Programme zurückgewinnen und – das ist das Wichtigste – ein neues technologisches System aufbauen. Dazu bedarf es besonderer Maßnahmen, um Innovationen und Investitionen in die neue wirtschaftliche Struktur anzuregen.

Das Wichtigste ist, einen finanziellen Mechanismus zu schaffen, der wirtschaftliches Wachstum anregt, wovon ich vorhin gesprochen habe.

Wenn wir unsere eigenen inneren Ressourcen nutzen, können wir selbst langfristige, günstige Kredite anbieten, die unsere Geschäftsleute heute im Ausland suchen und für die sie ihre Besitztümer verpfänden.

Die ausländischen Banken ändern dann die Kreditbedingungen, die uns bei jeder Wendung zur Krise mit der Beschlagnahme russischen Besitzes durch ausländische Kreditgeber drohen.

Um das zu vermeiden, müssen wir unsere unabhängige monetäre und volkswirtschaftliche Politik entwickeln.“

Die Werte der europäischen Kultur und ihr Verfall

Juni 21, 2014

Rede Wladimir Putins am Waldaikongress im September 2013

Wer könnte das Chaos der zerstörerischen Dekadenz in Westeuropa besser analysieren, als Präsident Putin es in seiner Rede auf dem 10. Waldai-Forum im September 2013 unter der Überschrift „Europas Kulturverfall“ tat:

„Eine weitere Herausforderung für die russische nationale Identität hängt mit den Prozessen zusammen, die wir außerhalb Russlands  beobachten. Dazu zählen außenpolitische, moralische und andere Aspekte.

Wir sehen, daß viele euroatlantische Staaten den Weg eingeschlagen haben, auf dem sie ihre eigenen Wurzeln verneinen bzw. ablehnen, einschließlich ihre christlichen Wurzel, die die Grundlage der westlichen Zivilisation bilden.
In diesen Staaten werden moralische Grundlagen und jede traditionelle Identität verneint – nationale, religiöse, kulturelle oder sogar geschlechtliche Identitäten werden verneint bzw. relativiert.

Dort wird Politik gemacht, die eine kinderreiche Familie mit einer homosexuellen Partnerschaft gleichsetzt, sie setzt gleich den Glauben an Gott mit dem Glauben an Satan.
Die Exzesse bzw. Übertreibungen der politischen Korrektheit in diesen Ländern führen dazu, daß sogar die Frage der Legitimation der Parteien ganz seriös gestellt wird, welche sich für Propaganda der Pädophilie einsetzt.

Die Menschen in vielen europäischen Staaten schämen sich und haben regelrecht Angst offen über ihre religiösen Zugehörigkeiten zu sprechen.
Es werden in Europa christliche Feiertage und Feste abgeschafft, oder sie werden neutral umbenannt, als würde man sich für diese christlichen Feste schämen. Damit versteckt oder verheimlicht man den tieferen Wert von diesen Festen.

Und das Modell versuchen diese Staaten aggressiv den anderen Ländern weltweit aufzuzwingen. Ich bin zutiefst überzeugt, daß das der direkte Weg zur Degradierung und Primitivisierung ist. Das führt zu tieferen demographischen und moralischen Krisen im Westen. Was kann denn der bessere Beleg für eine moralische Krise einer menschlichen Gesellschaft sein, als das Verlorengehen ihrer Reproduktionsfähigkeit. Und heute können beinahe alle ́entwickelten ́ westlichen Länder sich reproduktiv nicht mehr erhalten.

Ohne moralische Werte, die im Christentum und in anderen Weltreligionen begründet liegen, ohne Normen und moralische Werte, die sich Jahrtausende lang formiert und entwickelt haben, werden die Menschen unvermeidlich ihre Würde verlieren. Wir halten es für richtig und natürlich, diese moralischen Werte zu verteidigen und zu wahren.

Man muß das Recht auf Selbstbestimmung einer jeden Minderheit respektieren, aber auch das Recht der Mehrheit darf nicht angezweifelt werden.

Gleichzeitig mit diesem Prozeß auf nationaler Ebene beobachten wir auf internationaler Ebene die Versuche das einpolige, unifizierte Modell der Welt zu begründen, Institutionen des internationalen Rechts und nationaler Souveränität zu relativieren und aufzuheben. In einer solchen unipolaren, einheitlichen Welt ist kein Platz für souveräne Staaten. Eine solche Welt braucht nur Vasallen.

Aus historischer Perspektive würde eine solch unipolare Welt das Aufgeben der eigenen Identität und der von Gott geschaffenen Vielfältigkeit bedeuten.

Rußland wird mit denen sein, die dafür eintreten, daß wichtige globale Entscheidungen auf kollektiver Grundlage getroffen werden müssen, und nicht im Interesse nur eines Staates oder einer Gruppe von Staaten.
Es muß das Völkerrecht, nicht das Recht des Stärken gelten. Es müssen gleiche Rechte für alle Völker gelten, unter anderem das Recht auf seine eigene Entwicklung.“

Rußland ist unter Präsident Wladimir Putin wieder zu einer Schutz- und Revisionsmacht erstarkt. ́Hören ́ wir weiter in den Vortrag:

„Rußlands heutiger Standpunkt in den aktuellen internationalen Beziehungen bezieht sich auf Rußlands historische Vergangenheit und Tradition. Rußland selbst entwickelte sich immer auf der Grundlage der inneren Vielfältigkeit, Harmonie und des Ausgleiches. Rußland trug mit dem Ausgleich auch in der Außenwelt viel bei. Ich möchte Sie daran erinnern, daß sowohl die Vereinbarungen des Wiener Kongresses 1815 wie auch die Vereinbarungen in Jalta 1945, bei denen Rußland wesentlich und aktiv mitwirkte, einen nachhaltigen Frieden in Europa sicherten. Rußlands Stärke in diesen entscheidenden historischen Wendepunkten offenbarte sich in seinem Edelmut und Gerechtigkeit.

Aber wenn Sie sich an den ́Friedensvertrag ́ von Versailles erinnern, welcher ohne Rußlands Beteiligung zustande kam, werden Sie feststellen, daß im Vertrag von Versailles die Wurzeln des zukünftig ausgebrochenen 2. Weltkrieges liegen. … Weil im Vertrag von Versailles das deutsche Volk ungerecht behandelt wurde. In diesem Vertrag wurden Deutschland solche Lasten und Einschränkungen auferlegt, welche für Deutschland in einer normalen Situation nicht tragbar waren. …“

 

 

Was Präsident Putin angesprochen hat in seiner Rede, wird im Videobeitrag von Klagemauer.tv verdeutlicht „Die Hintergründe der Regenbogenparade“
http://www.klagemauer.tv/?a=showportal&keyword=bildung&id=3423

Durchblick: CELAC, Europawahlen und Geostrategie Teil 1

Juni 4, 2014

Ganz Lateinamerika und die Karibik – das sind 33 Staaten – haben sich zusammengeschlossen in einer Gemeinschaft (CELAC) mit dem Ziel, eine nuklearwaffenfreie Zone des Friedens, des gegenseitigen Respekts der indigenen Traditionen und der brüderlichen Hilfe zu errichten, um den destruktiven Einfluss ausländischer Kräfte auszuschalten. Die BRICS-Staaten wollen nun ein Gegenstück zu Weltbank und IWF – eine eigene Weltbank ohne Dollar als Leitwährung – errichten und fordern ihren Einfluss auf globaler Ebene. In Europa haben die Wahlen insbesondere in Frankreich sowohl das Land selbst wie die EU destabilisiert. Siehe auch Teil 2

Durchblick: Europawahlen und Geostrategie Teil 2

Juni 4, 2014

das Eurasische Schachbrett: Zug um Zug geht es um Erdöl- und Erdgas-Pipelines zwischen Zentralasien und Europa. Die USA suchen mit allen Mitteln zu verhindern, dass Russland und Deutschland – und damit Westeuropa – wirtschaftlich zusammen spannen. Die USA-NATO verhindern durch militärische Bedrohung einen Wirtschaftsraum „Eurasien“ mit Russland, China und Westeuropa als Teilnehmenden. Grund: es wäre das AUS für das Imperium – d.h. die monopolare Welt mit der alleinigen Hegemonialmacht USA.